50 Jahre AUTO ZEITUNG: Porsche-Technik Die Porsche-Technik im Wandel

von Jürgen Voigt 14.08.2019

Als Inbegriff des deutschen Sportwagenbaus hat Porsche unzählige technische Entwicklungen auf den Weg gebracht und vorangetrieben: vom Boxermotor über den Allradantrieb bis hin zur Karbon-Keramik-Bremse. Das ist die Porsche-Technik der vergangenen 50 Jahre!

Fünfzig Jahre AUTO ZEITUNG, das bedeutet auch fünf Jahrzehnte freudvoller Erfahrungen mit den Produkten aus dem Hause Porsche. Der Name steht für Erfolg, Qualität und Expertise rund um das Thema Sportwagen – sowohl im zivilen Leben als auch im Rennsport. Und selbst wenn sich mit Cayenne, Macan und Panamera das Portfolio der Marke mittlerweile um attraktive SUV- und Gran Turismo-Modelle erweitert hat, verkörpert der klassische Sportwagen immer noch die Seele von Porsche. Und die ist durch und durch geprägt von effizienter Dynamik. Sportwagen, dafür steht seit mehr als fünf Dekaden die Baureihe 911, die auch in der bereits achten Generation (Typ 992) allein an ihrer typischen Silhouette auf Anhieb als solche zu erkennen ist. Zu den untrennbar mit dem 911 verbundenen inneren Werten zählt natürlich der Sechszylinder-Boxermotor, dem die Stuttgarter durchgängig treu blieben und der heute ein Perfektions- und Leistungsniveau erreicht hat, von dem man vor 50 Jahren nicht mal zu träumen wagte. Mehr zum Thema: 50 Jahre Technik

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Adaptive Aerodynamik im Porsche 911 (Typ 992) im Video:

 
 

Porsche-Technik im 50-Jahre-Special der AUTO ZEITUNG

Die erste Elfer-Baureihe startete schon 1963 und war auch 1969 noch aktuell, also als die „Deutsche AUTO Zeitung“ mit ihrer ersten Ausgabe erschien. Aus nur zwei Liter Hubraum mobilisierte der luftgekühlte Boxer immerhin gut 130 PS, ab 1967 waren es dann sogar 160 PS bei munteren 6600 Umdrehungen. Von Beginn an bestach der vergleichsweise bescheiden dimensionierte Boxermotor durch seine kompakte Bauweise, die durch die liegende Anordnung der sechs Zylinder nicht nur eine niedrige Schwerpunktlage begünstigte. Die Bauform passte zudem perfekt in das charakteristisch flach auslaufende Heck des 911. Zu den weiteren herausragenden Eigenschaften zählten zudem der kultivierte Lauf, die Drehfreude und der vergleichsweise niedrige Kraftstoffverbrauch. Das hat sich im Grunde bis heute nicht geändert, auch wenn über die Jahre zahlreiche einschneidende Verbesserungen Einzug hielten wie Hubraumvergrößerungen, Turboaufladung (erstmals bereits 1974) und Flüssigkeits- statt Luftkühlung (ab Baureihe 996, 1997) sowie eine variable Ventil- und Ansaugwegsteuerung. Mehr zum Thema: 50 Jahre Ford-Technik

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Porsche-Technik: Das PDK-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet schnell und effektiv

Doch nicht nur der Boxermotor selbst – ab 2016 auch als Vierzylinder in den Modellen 718 Boxster und 718 Cayman – erfuhr zahlreiche Verbesserungen. Nach ersten erfolgreichen Versuchen eines sportlichen, adaptiven Automatik-Getriebes (Tiptronic S) folgte 2008 das erste Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) im 911. Das spontan, effektiv und komfortabel schaltende PDK wurde schnell zum Erfolg, was vielleicht auch an der Erfahrung der Entwickler lag, denn diese Technik setzte Porsche bereits 1984 im Rennsport ein. Ein weiterer bis heute unverzichtbarer Technik-Baustein des Elfer ist der Allradantrieb, erstmals eingeführt 1988 im 911 Carrera 4 vom Typ 964. Im Typ 993 (rechts im Bild die Turbo-Version) folgte ab 1994 dann die sogenannte Hang-on-Bauweise mit direkt angetriebener Hinterachse und Visco-Kupplung für den bedarfsgeregelten Kraftabzweig nach vorn. Später kam dann das elektronisch geregelte Porsche Traction Management (PTM), das die Kraft stets optimal verteilt. Heute wird eine Fülle von Fahrwerkssystemen elektronisch kontrolliert, etwa die adaptive Dämpferregelung (PASM), die elektromechanische Lenkunterstützung, die Hinterachslenkung, das Porsche Stability Management, das Porsche Torque Vectoring oder die Wankstabilisierung Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) – und zwar alles ganz im Dienst der Dynamik. Mehr zum Thema: Porsche-Design im 50-Jahre-Special der AUTO ZEITUNG​

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