Aktueller Benzinpreis (Juni 2019): Steuererhöhung Die Kraftstoffpreise sinken spürbar

von Max Sonnenburg 12.06.2019
Shell-Schnellladesäulen: Tankstelle für E-Autos
Foto: Shell
Inhalt
  1. Aktueller Benzinpreis im Juni 2019
  2. Steuererhöhung auf den Kraftstoffpreis und CO2-Abgabe?
  3. Benzinpreis: So kann man sparen 
  4. Benzinpreis: Rabatt für ADAC-Mitglieder ausgeweitet
  5. So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen

Der aktuelle Benzinpreis im Juni 2019 sinkt spürbar, wie der ADAC ausgewertet hat. Dem ging allerdings ein Rekordmonat für Kraftstoffpreise voraus. Außerdem: Der Bundesrechnungshof bringt eine höhere Diesel-Besteuerung ins Spiel. Dieser Artikel wurde am 12.06.2019 aktualisiert!

Der aktuelle Benzinpreis hat im Juni 2019 spürbar nachgelassen. Einer Auswertung des ADAC zufolge kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,483 Euro. Im Vergleich zur ersten Juni-Woche entspricht das einem Rückgang von 3,1 Cent. Der Diesel verbilligte sich im Mittel um 2,1 Cent auf 1,261 Euro je Liter. Zugleich kritisiert der ADAC, dass sich die deutlich gesunkenen Rohölkosten – die Kosten für ein Barrel der Sorte Brent sind seit Mitte Mai 2019 von 72 Dollar auf rund 62 Dollar gesunken – nur leicht im aktuellen Benzin- und Dieselpreis im Juni 2019 niederschlägt. Im Vormonat mussten Autofahrer noch so viel bezahlen wie noch nie 2019. So kostete ein Liter Super E10 im Mittel 1,508 Euro und damit 6,1 Cent mehr als im April. Diesel verteuerte sich um 2,3 Cent auf 1,302 Euro. Benzin ist mittlerweile rund 18 Cent je Liter teurer als noch im Januar 2019, bei Diesel fällt der Anstieg mit rund sechs Cent deutlich moderater aus. Neue Jahreshöchstwerte wurden auch bei den Tagesdurchschnittspreisen erreicht. Am teuersten war Super E10 mit 1,531 Euro pro Liter am 23. Mai. Für Diesel mussten Autofahrer mit durchschnittlich 1,316 Euro am 21. Mai 2019 am meisten bezahlen. Am günstigsten konnte man Super E10 im vergangenen Monat mit 1,483 Euro je Liter am 1. Mai 2019 tanken. Diesel hingegen war zum Monatsende am preiswertesten. Am 31. Mai kostete der Liter im Mittel 1,292 Euro. Mehr zum Thema: EU fordert einheitliche Kraftstoff-Kennzeichnung

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Aktueller Benzinpreis im Juni 2019

Benzinpreis im Bundesländervergleich (Mai 2019)

 

Steuererhöhung auf den Kraftstoffpreis und CO2-Abgabe?

Steuererhöhung auf den aktuellen Benzinpreis? Die Arbeitsgruppe "Klimaschutz im Verkehr", die der Regierungskommission "Nationale Plattform Zukunft der Mobilität" angehört, empfiehlt der Bundesregierung in einem Zwischenbericht im März 2019, die Einführung einer CO2-Steuer zu prüfen. Das hätte zur Folge, dass sich Benzin und Diesel verteuern würden. Davon erhofft sich die Arbeitsgruppe zukünftig weniger Individualverkehr und die damit einhergehende Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Vorherige Entwürfe sahen konkreter vor, die Literpreise für Benzin- oder Dieselkraftstoffe bis 2030 mit je 52 Cent mehr als heute zu besteuern. Auch der Vorschlag, die Kfz-Steuer komplett auf den CO2-Ausstoß von Benzin- und Dieselmotoren umzustellen, stand zur Diskussion. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulz hatte im Oktober 2018 bereits eine neue CO2-Abgabe für diejenigen ins Spiel gebracht, die schädliches Treibhausgas ausstoßen. Diese Sonderabgabe solle auf die Benzin- und Heizölpreise aufgeschlagen werden. Entlastet werden sollen hingegen diejenigen, die zum Beispiel ein Elektroauto fahren. Zuvor plädierte auch schon das Bundesumweltministerium für eine Steuererhöhung auf den Benzin- und Dieselpreis. "Bei der Besteuerung von Energien muss nachjustiert werden", sagte Staatssekretär Jochen Flasbarth im Oktober 2018 im ARD-Mittagsmagazin. "Es kann doch nicht sein, dass wir den Strom, der immer erneuerbarer wird, höher besteuern, während wir die Energieträger Heizöl und Sprit relativ niedrig besteuern." Derzeit werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent.

CO2-Abgabe auf den Benzin- und Heizölpreis (Video):

 
 

Benzinpreis: So kann man sparen 

Angesichts des aktuellen Benzinpreises im Oktober 2018 betont der ADAC, dass Autofahrer Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und den günstigsten Anbieter anzusteuern. Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Zwischen 15 und 17 Uhr sowie zwischen 19 und 22 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten. Kartellamtschef Andreas Mundt rät zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle.

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Benzinpreis: Rabatt für ADAC-Mitglieder ausgeweitet

ADAC-Mitglieder sparen beim Benzinpreis schon seit 2005 an ausgewählten Tankstellen, indem sie ihre Mitgliedskarte vorlegen. Dazu zählten bislang alle Shell- und Agip-Stationen in Deutschland. Mitglieder erhalten auf einen Liter Kraftstoff einen Rabatt von einem Cent. 2017 wurde der Bonus 40 Millionen mal genutzt. Ab Juli 2018 gilt die Rabattaktion auch an allen star-Stationen bundesweit. Damit haben ADAC-Mitglieder an jeder fünften Tanstelle des Landes die Möglichkeit des günstigeren Tankens – in Zeiten steigender Benzinpreise eine durchaus sinnvolle Rabattierung. Dennoch sollten ADAC-Mitglieder die Benzinpreise im Auge behalten: Zur falschen Uhrzeit tanken und der Bonus egalisiert sich wegen des teureren Benzinpreises.

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So setzen sich Benzin- und Dieselpreis zusammen (Video):

 
 

So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen

Wie sich der Benzinpreis an der Tankstelle zusammensetzt, ist vielen Autofahrern nicht klar. Steuern machen beim Spritpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zu Gute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten – der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab.

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