Alufelgen im Winter: Das müssen Autofahrer wissen! Alufelgen im Winter können gefährlich werden

von Christina Finke 03.01.2019
Inhalt
  1. Alufelgen im Winter können ein Risiko sein
  2. Alufelgen bei Wintereinsatz richtig pflegen
  3. Alufelgen-Pflege: Vorsicht bei Spezialreinigern

Alulfelgen kommen nicht immer gut durch den Winter  einige können in der kalten Jahreszeit sogar ein echtes Risiko sein.  Deshalb sollten Leichtmetallfelgen in den Wintermonaten häufiger gereinigt werden. Wir erklären, wie es richtig geht und wie sich gefährliche Reifenplatzer verhindern lassen!

Nicht alle Alufelgen sind für den Einsatz im Winter geeignet. Das sollten Autobesitzer wissen, die Ganzjahresreifen auf Alufelgen fahren oder wegen der Optik auch beim Winterreifeneinsatz Leichtmetallräder den weniger dekorativen Stahlfelgen vorziehen. Das Problem: "Nicht für den Wintereinsatz vorgesehene Leichtmetallfelgen können am Felgenhorn oxidieren, was dann zu schleichendem Luftverlust führen kann", erklärt Daniel Bott vom ADAC Technik Zentrum. Der stetige Druckabfall im Reifen beeinträchtigt die Fahrstabilität und führt im schlimmsten Fall zu einem Reifenplatzer. Oxidierte Stellen am Felgenhorn sind laut Bott oft nicht sichtbar, solange ein Reifen aufgezogen ist. Es bilden sich Bläschen an der Metallkante, wo die Ränder des Reifens an der Felge anliegen und diesen abdichten. Wird die Oberfläche irgendwann zu uneben, kann Luft entweichen. Je aufwendiger und robuster die Lackierung oder Beschichtung von Leichtmetallrädern ist, desto unempfindlicher sind sie gegen streusalzhaltiges Tauwasser und Feuchtigkeit allgemein. "Wenn Probleme auftreten, dann oft erst nach fünf, sechs Jahren", berichtet der ADAC-Technikexperte über Alufelgen im Wintereinsatz. Mehr zum Thema: Alle Infos zum EU-Reifenlabel

Reifen-Test Ganzjahresreifen im Langzeittest
Ganzjahresreifen im Dauertest (GTÜ)  

Ganzjahresreifen als ernste Alternative

Leichtmetall- oder Stahlfelge? (Video):

 
 

Alufelgen im Winter können ein Risiko sein

Auskunft über die Wintertauglichkeit von Alufelgen können laut Bott Händler und Hersteller geben. Manchmal findet sich auch ein Hinweis auf der beiligenden Gebrauchsanweisung. Auch auf einigen Online-Marktplätzen gebe es einen entsprechenden Suchfilter. Eine feste Norm, nach der wintertaugliche Felgen geprüft werden, gibt es allerdings nicht. Die Hersteller entscheiden selbst, wann eine Alufelge dem Einsatz im Winter standhält. Bei Stahlfelgen hingegen müssen sich Autofahrer laut Bott keine Gedanken machen: "Die sind sehr robust und durch die Bank wintertauglich." Einziger Nachteil sei das vergleichsweise höhere Gewicht – und dass Stahlräder eben nicht so schick aussehen wie Alufelgen. Rost an Stahlfelgen sei in aller Regel nur oberflächlich und somit ein kosmetisches Manko: Auf die Materialstabilität habe das keinen Einfluss, so Bott.

Reifen Winterreifen-Kennzeichnung
Winterreifen: Alpine-Symbol (Schneeflocke) ist Pflicht  

Auf Alpine-Symbol achten

 

Alufelgen bei Wintereinsatz richtig pflegen

Alufelgen sind im Winter vermehrt Schmutz, Bremsenabrieb und Streumitteln ausgesetzt. Das Gemisch setzt den Felgen zu und hinterlässt unschöne Spuren. Zudem backt der Schmutz durch die Wärme, die beim Bremsen entsteht, regelrecht fest. Deshalb müssen Felgen aus Leichtmetall in der kalten Jahreszeit häufiger gereinigt werden – doch dabei kann man einige Fehler machen. Je länger man wartet, desto schwieriger wird es, der Alufelge im Winter wieder zu gewohntem Glanz zu verhelfen. Der einfachste Weg zu sauberen Alufelgen führt durch die Autowaschanlage mit ihren runden Felgenbürsten. Erst wenn der Schmutz an den Alufelgen im Wintereinsatz nicht mehr entfernt werden kann, sollten Autobesitzer zu einem Spezialreiniger greifen. Bei der Auswahl des Mittels könne man sich an neutralen Vergleichstests orientieren, empfiehlt der Tüv Süd. Mehr zum Thema: Felgenreiniger im Tes

 

Alufelgen-Pflege: Vorsicht bei Spezialreinigern

Wer zur Reinigung von Alufelgen im Winter einen Spezialreiniger benutzt, sollte darauf achten, dass dieser nicht zu lange auf der Felge bleibt. Ansonsten drohen Schäden an Reifen und Felge. Besondere Vorsicht ist bei säurehaltigen Reinigern geboten, die am besten nicht in geschlossenen Räumen eingesetzt werden: Hier sollte immer mit Handschuhen gearbeitet werden und es gilt zu beachten, die freigesetzten Sprühdämpfe nicht einzuatmen. Da auch stark wassergefährdende Produkte am Markt erhältlich sind, sollte das Reinigen der Felgen am besten auf einem Platz mit Ölabscheider stattfinden. Genaue Informationen zu Inhaltsstoffen und eventuellen Gefahren sind auf dem Etikett der jeweiligen Flasche zu finden.

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