So geht es Michael Schumacher (September 2019) Schumis zur Spezialbehandlung in Paris

von AUTO ZEITUNG 10.09.2019
Inhalt
  1. So geht es Michael Schumacher im September 2019
  2. Schumi-Doku kommt am 5. Dezember 2019 in die Kinos
  3. Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt über Michael Schumacher
  4. Familien-Statement zu Schumis 50. Geburtstag
  5. Toto Wolff vermisst Michael Schumacher
  6. Bischof Georg Gänswein mit umstrittenen Schumi-Äußerungen
  7. Sebastian Vettel fehlt Michael Schumacher
  8. Verwaltung von Schumis Vermögen klar geregelt
  9. Michael Schumacher: Rückzug aus der Öffentlichkeit
  10. Willi Weber übt Kritik an Schumis Familie
  11. Michael Schumacher in die Hall of Fame berufen
  12. Aufregung um Foto-Skandal
  13. Ross Brawn gibt Erklärung zu Schumis Zustand
  14. Schumacher-Anwalt Felix Damm spricht Klartext
  15. Nürburgring-Award für Schumis Lebenswerk
  16. Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo zu Michael Schumacher
  17. Ehemaliger Arzt Jean-Francois Payen mahnt zur Geduld
  18. Corinna Schumacher in jeder Hinsicht außergewöhnlich

Der aktuelle Gesundheitszustand von Michael Schumacher lässt Fans im September 2019 durch Meldungen über eine Spezialbehandlung im Pariser Krankenhaus Georges Pompidou aufhorchen. So geht es Schumi!

Stand September 2019: Wie geht es Michael Schumacher? Der Gesundheitszustand ist geheim – soweit bekannt. Im September 2019 aber lässt ein Bericht der französischen Zeitung "Le Parisien" aufhorchen, dass sich Schumi zu Spezialbehandlungen im Europäischen Krankenhaus Georges Pompidou in Paris befinde. Demzufolge sei Schumacher am Montag, 9. September 2019, mit einem Krankenwagen vom beheimateten Genf nach Paris gebracht worden. Ziel sei es, mit einer Stammzelleninfusion Entzündungsherde im Körper zu bekämpfen. Michael Schumacher könne der Zeitung zufolge die Pariser Klinik am Mittwoch, 11. September, wieder verlassen und in die Wahlheimat am Genfer See zurückkehren. Michael Schumacher hatte am 29. Dezember 2013 einen schweren Ski-Unfall, bei dem er sich ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zuzog. Seitdem lebt die Formel-1-Legende zurückgezogen, nur wenige Vertraute kennen seinen Gesundheitszustand.

Michael Schumachers Karriere im Video:

 
 

So geht es Michael Schumacher im September 2019

Stand August 2019: Mit einem Facebook-Post erinnert seine Familie an Michael Schumachers Formel-1-Debüt am 25. August 1991. Damals absolvierte er in einem Jordan 191 sein erstes Rennen beim Großen Preis von Belgien. Allerdings war Schumis Karrierestart in der Königsklasse alles andere als glanzvoll: Zum einen erhielt der gebürtige Kerpener nur durch eine geschickt platzierte Notlüge seinen Platz im Cockpit. Manager Willi Weber hatte damals gegenüber dem Jordan-Teamchef behauptet, Schumacher kenne die Strecke Circuit de Spa-Francorchamps sehr gut – was nicht stimmte. Zum anderen fiel der spätere siebenfache Weltmeister nur 550 Meter nach dem erfolgreichen Start durch einen Kupplungsschaden aus – unverschuldet. Dass es seiner späteren Karriere keinen Abbruch tat, ist hinreichend bekannt. Ganz anders steht es um die Informationen, wie es Michael Schumacher geht: Auch gut fünfeinhalb Jahre nach seinem Skiunfall im Jahr 2013 in den französischen Alpen ist der Gesundheitszustand streng geheim.

 

Schumi-Doku kommt am 5. Dezember 2019 in die Kinos

Eine Dokumentation über das Leben Michael Schumachers wird ab dem 5. Dezember 2019 im Kino zu sehen sein – 25 Jahre nach seinem ersten von insgesamt sieben Weltmeistertiteln. Wie das Management des 50-Jährigen im Mai 2019 bekanntgegeben hat, soll der FIlm die Karriere des Formel-1-Rekordweltmeisters nachzeichnen. Neben Weggefährten und Rivalen sollen auch Schumachers Ehefrau Corinna, sein Vater Rolf sowie seine beiden Kinder Gina und Mick zu Wort kommen. Darüber hinaus stellt die Familie unveröffentliche Videos aus ihrem Privatarchiv zur Verfügung. "Michaels herausragende Karriere verdient es, 25 Jahre nach seinem ersten von insgesamt sieben Weltmeistertiteln gefeiert zu werden", sagte Michael Schumachers Managerin und langjährige Vertraute Sabine Kehm. In einer Pressemitteilung heißt es, die Dokumentation "beleuchtet den kompromisslosen  Formel-1-Fahrer, ehrgeizigen Jungen, pragmatischen Mechaniker und überzeugten Teamplayer ebenso wie den Familienvater". Der aktuelle Gesundheitszustand des Formel-1-Stars soll nicht thematisiert werden. Produziert wird die Dokumentation "Schumacher" von der Hamburger Firma B|14 Film, Regie führen Michael Wech und Hanns-Bruno Kammertöns, die 2017 zusammen auch schon die Doku "Boris Becker: Der Spieler" umgesetzt haben. Ein erster Trailer der Schumi-Dokumentation soll potenziellen Lizenzkäufern – zu denen neben internationalen Kinoverleihen und Sendern auch Streamingdienste wie Amazon und Netflix gehören – bereits Ende Mai bei den Filmfestspielen in Cannes angeboten werden. Mehr zum Thema: Wer holt Michael Schumacher ein?

 

Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt über Michael Schumacher

Stand Juli 2019: Allerdings hat der ehemalige Ferrari-Teamchef Jean Todt in einem Interview bei "Radio Monte Carlo" über einen Besuch bei dem Formel-1-Rekordmeister gesprochen und verraten, dass er zusammen mit Schumi den Grand Prix von Hockenheim angeschaut hat. "Ich bin stets vorsichtig mit solchen Aussagen, aber es stimmt: Ich habe das Rennen mit ihm in seinem Haus in der Schweiz gesehen", so der 73-Jährige. Er ist als langjähriger Freund und Wegbegleiter einer der wenigen, die Michael Schumacher besuchen dürfen. "Michael ist in den besten Händen und wird hervorragend versorgt. Er gibt nicht auf und kämpft weiter", beruhigt er die Schumi-Fans im weiteren Verlauf des Interviews. Allerdings verrät er auch, dass ihre Freundschaft nicht mehr ganz dieselbe sein kann, wie vor dem Unfall Michael Schumachers: "Die Kommunikation ist nicht mehr dieselbe wie damals." 

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Familien-Statement zu Schumis 50. Geburtstag

Stand Juli 2019: Wie es Michael Schumacher nach seinem 50. Geburtstag am 3. Januar 2019 wirklich geht, ist nur engsten Freunden und seiner Familie bekannt. Diese veröffentlichte am Vortag des runden Ehrentags aber ein offizielles Statement, in dem sie sich für die Unterstützung der Fans bedankt und die Veröffentlichung der "Michael Schumacher App" ankündigt. In dieser können Schumi-Freunde die Erfolge des Formel-1-Stars Revue passieren lassen. Damit wolle die Familie wieder den Fokus auf die Siege, Rekorde und Fortsetzung der gemeinnützigen Arbeit von Michael Schumacher richten. Über seinen Gesundheitszustand möchten die Angehörigen allerdings auch weiterhin nichts sagen und bitte um Diskretion: "Ihr könnt euch sicher sein, dass er in besten Händen ist und wir alles Menschenmögliche tun, um ihm zu helfen. Bitte habt Verständnis, wenn wir uns nach Michaels Wünschen richten und ein so sensibles Thema wie Gesundheit, so wie früher auch immer, in der Privatsphäre belassen." Das Statement auf Facebook im Wortlaut gibt es hier (siehe unten):

Das Statement im Wortlaut (Facebook):

 

Toto Wolff vermisst Michael Schumacher

Stand Dezember 2018: In einem Interview mit der Bild am Sonntag Ende Dezember 2018 spricht Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff über das Schicksal des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher. In seinem persönlichen Leben sei Schumacher immer präsent: "Wir denken alle ständig an ihn. Für mich ist er der herausragendste Rennfahrer aller Zeiten, eine unglaubliche Persönlichkeit." Alle bei Mercedes würden ihn als Berater und als Mentor sehr vermissen, sagt Wolff in dem Interview weiter. Schumacher sei einer der Gründungsväter des aktuellen Erfolgs von Mercedes in der Formel 1, so der Mercedes-Motorsportchef. "Wenn wir darüber sprechen, uns an Weihnachten Gesundheit für uns und unsere Familie zu wünschen, schließe ich ihn dabei fest mit ein", sagt Wolff.

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Bischof Georg Gänswein mit umstrittenen Schumi-Äußerungen

Stand November 2018: Wie die Bild-Zeitung im November 2018 berichtete, besuchte Bischof Georg Gänswein Michael Schumacher in seinem Haus im Sommer 2016. Seine Schilderungen lassen allerdings keine Rückschlüsse auf den aktuellen Gesundheitszustand im Dezember 2018 zu. Gänswein sei einer Einladung des Schumacher-Vertrauten Jean-Todt gefolgt. Er habe damals seine "warmen" Hände gehalten und ihm ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Man zitiert den deutschen Bischof mit den Worten "Man spürt, dass er Begegnungen wahrnimmt, dass er mit sich einen inneren Monolog führt. Man kann fühlen, dass die Nähe seiner Familie wichtig für ihn ist." Gänsewein, der sich als heimlicher Fan Michael Schumachers bezeichnet, gab zu Protokoll, dass er bis heute für den ehemaligen Rennfahrer bete.

 

Sebastian Vettel fehlt Michael Schumacher

Stand September 2018: Sebastian Vettel vermisst Michael Schumacher als Hilfe, wie er der "Sport Bild" im September 2018 verrät. "Wenn er gesund wäre, würde ich ihn nach vielen Dingen fragen", sagt der Ferrari-Pilot.  Zur "Zusammenarbeit im Team, der Politik in der Formel 1" unter anderem, weil er da "ja sehr viel Erfahrung aus seiner Zeit mit Ferrari" hat. Michael Schumacher fuhr zwischen 1996 und 2006 für die Scuderia und gewann mit den Italienern fünf seiner sieben WM-Titel. Damit gilt er als Vorbild für seinen Freund Sebastian Vettel, der 2015 zu Ferrari gewechselt ist, aber auch im vierten Jahr den angestrebten Weltmeister-Titel wohl verpasst.

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Verwaltung von Schumis Vermögen klar geregelt

Stand Mai 2018: Nach einem Bericht von "Bunte" im Mai 2018 ist die Verwaltung des Vermögens von Michael Schumacher klar geregelt. Entgegen der Annahme, ausschließlich seine Ehefrau Corinna Schumacher kümmere sich um die finanziellen Belange, verfügt der 72-jährige Vater Rolf Schumacher über eine sogenannte Generalvollmacht. Die Urkunden (2091/1992) regeln den Zugriff auf das auf 800 Millionen Euro geschätze Vermögen, zu Lebzeiten und über den Tod hinaus. Dennoch sieht eine Verfügung des Schweizer Friedensgericht in Nyon vor, das Corinna Schumacher die Geschäfte ihres Mannes Michael abwickeln darf, da dieser laut einer Richterin "urteilunfähig" sei. Für den Einsatz größerer finanzieller Summen sei allerdings die Erlaubnis der schweizer Erwachsenenschutz-Behörde notwendig. Als Haupterben des Vermögens von Michael Schumacher sind seine Frau Corinna, Tocher Gina Maria (21) und Sohn Mick (19) eingesetzt.

 

Michael Schumacher: Rückzug aus der Öffentlichkeit

Stand Dezember 2017: Geht es Michael Schumacher schon besser und ist sein Gesundheitszustand nicht der einzige Grund, für sein Verschwinden aus der Öffentlichkeit? Managerin Sabine Kehm machte in einem Interview Ende Dezember 2017 für die französische "L'Equipe" eine Aussage, die nachdenklich stimmt: "Er hatte mir gesagt: Ruf mich nicht an, um Sachen zu planen, ich werde verschwinden." Michael Schumacher plante, so lässt sich diese Aussage interpretieren, allem Anschein nach seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit. Sabine Kehm, die in der Vergangenheit immer um so wenig Information wie möglich bemüht war, hat die Gerüchte und Spekulationen um die Genesung des siebenmaligen F1-Weltmeisters jedenfalls weiter angeheizt. Laut Familie durchläuft der heute 48-Jährige auf seinem Privatgrundstück in der Schweiz eine professionelle Rehabilation, völlig abgeschirmt von der Außenwelt.

 

Willi Weber übt Kritik an Schumis Familie

Stand Oktober 2017: Die Familie hält den Gesundheitszustand des beliebten Motorsportprofis weiter geheim. Dafür hagelt es Kritik und zwar vom Schumis ehemaligem Manager Willi Weber. In einem Intervie mit dem Magazin "Bunte" erklärt er: "Ich bemängele seit einiger Zeit, dass die Familie Schumacher nicht die volle Wahrheit sagt. Aber ich beiße da auf Granit, mein Rat wird nicht mehr gehört". Er glaube, dass es für Michael Schumachers Familie an der Zeit sei "den Millionen von Fans reinen Wein einzuschenken". Diese Äußerungen klingen fast danach als sei der aktuelle Gesundheitszustand von Schumi schlechter als bisher angenommen. Auch wenn Willi Weber im Interview weiter äußert "die Hoffnung stirbt zuletzt", spricht der Druck, den er durch seine Aussagen auf Schumachers Familie aufbaut, eine andere Sprache. Zudem spricht der 74-Jährige davon eine lange Trauerzeit gebraucht zu haben, um das Schicksal von Schumi zu akzeptieren. Obwohl Willi Weber selbst zu den engsten Vertrauten von Michael Schumacher zählt, darf er – wie angeblich auch viele andere Freunde und enge Wegbegleiter aus seiner aktiven Formel-1-Zeit - Schumi nicht mehr besuchen: "Schade, dass Corinna mir offenbar nicht mehr vertraut."

 

Michael Schumacher in die Hall of Fame berufen

Sommer 2017: 180.000 "Bild"-Leser ehrten im Sommer 2017 den ehemaligen Rennfahrer und Spitzensportlerin Magdalena Neuner mit einem Platz in der Hall of Fame des deutschen Sports. Verliehen wurde die Auszeichnung von Bundesinnenminister Thomas de Mazière (CDU). "Mit ihrer Persönlichkeit und ihren Leistungen haben Magdalena Neuner und Michael Schumacher entscheidend zur Popularität ihrer Sportarten beigetragen und über Jahre hinweg die Sportfans in Deutschland und auf der ganzen Welt begeistert", sagte der Politiker bei der Verleihung. Michael Schumacher ist nach wie vor der erfolgreichste deutsche Rennfahrer.

 

Aufregung um Foto-Skandal

Stand Dezember 2016: Anfang Dezember 2016 gab es kurzzeitig große Aufregung um ein heimlich geschossenes Foto Michael Schumachers im Krankenbett. Angeblich bot ein bislang Unbekannter besagtes Foto einigen Verlagen für eine Million Euro zum Kauf an. Als Reaktion auf den "Foto-Skandal" nahm die Staatsanwaltschaft Offenburg nach Anzeige durch Schumacher-Managerin Sabine Kehm umgehend Ermittlungen gegen Unbekannt auf, da das zweifelhafte Angebot den "höchstpersönlichen Lebensbereich" Schumachers verletzt habe. Die Ermittlungen wurden zwischenzeitlich eingestellt, da kein Täter ermittelt werden konnte. Währenddessen ist das familiäre Umfeld Michael Schumachers nicht untätig und versucht aus der ganzen Tragödie das Beste zu machen. Unter dem Banner "Keep Fighting" wurde eine Initiative gegründet, die Schumis Werte und den Aufruf zum Durchhalten an andere Menschen weitergeben möchte. "Keep Fighting will alle Menschen, die sich von Michael Schumacher inspiriert fühlen, darin motivieren, weiter zu kämpfen und niemals aufzugeben", heißt es auf der Webseite der Initiative. "Michaels starker Wille, seine Loyalität zu den ihm Nahestehenden, seine ehrliche Haltung gegenüber seinen Zielen und Überzeugungen und seine klare Bereitschaft anderen zu helfen sind seit vielen Jahren für viele Menschen auf der ganzen Welt eine Inspiration."

 

Ross Brawn gibt Erklärung zu Schumis Zustand

Stand November 2016: Die letzte Meldung zum Gesundheitszustand von Michael Schumacher kam von Ex-Ferrari-Technikchef Ross Brawn. Der langjährige Schumi-Freund sagte in einem Interview mit der englischen BBC: "Es ist schwierig für mich, viel zu sagen, ohne die Privatsphäre der Familie zu verletzen. Was ich sagen kann: Es gibt viele Gerüchte und die meisten davon sind falsch. Wir beten und hoffen jeden Tag, dass wir weiterhin Fortschritte und eines Tages einen Michael, der sich von seinen schrecklichen Verletzungen erholt hat, sehen werden." 22 Jahre nach seinem ersten Weltmeistertitel hat Schumacher nun auch einen offiziellen Facebook- und Instagram-Auftritt.

 

Schumacher-Anwalt Felix Damm spricht Klartext

Stand September 2016: Michael Schumachers Anwalt Felix Damm spricht Klartext. In einem Gerichtsverfahren gegen die Zeitschrift Bunte bestätigte der Anwalt: "Er kann nicht laufen." Felix Damm wirft der Zeitschrift vor, die Privatsphäre Michael Schumachers verletzt zu haben. "Mit der Behauptung habe man Familie Schumacher dazu gezwungen, gegen ihren Willen Stellung zu beziehen", so der Jurist weiter.

 

Nürburgring-Award für Schumis Lebenswerk

Stand Juni 2016: Gut drei Monate zuvor, im Juni 2016, hat Michael Schumacher den Nürburgring-Award für sein Lebenswerk erhalten. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation konnte der Formel-1-Rekordweltmeister den Preis jedoch nicht selbst entgegenehmen. Seine Managerin Sabine Kehm nahm die Ehrung stellvertretend an und gab ein Update zu Schumis aktuellem Gesundheitszustand: "Ich bin mir im Klaren darüber, und ich denke, da sind Sie alle einer Meinung mit mir: Wir würden uns alle besser fühlen, wenn Michael hier selbst stehen und sich bedanken könnte", sagte die Managerin des ehemaligen Ferrari-Piloten. "Aber leider ist das nicht möglich. Leider müssen wir alle das akzeptieren und lernen, damit umzugehen. Jeder Satz ist doch der Auslöser für neue Nachfragen, jedes Wort ist Fanal für weitere Informationen", erklärte Kehm in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: Es wäre nie Ruhe. Auf die Frage "Wie geht es Michael Schumacher?" gäbe es zudem keine pauschale Antwort, da es sich um einen "ständigen" Prozess handele. Redebedarf über seinen Ex-Rennfahrer-Kollegen hat indes Sebastian Vettel. Bei einem gemeinsamen Interview mit Dirk Nowitzki sagte der Ferrari-Pilot der "Bild am Sonntag": "Es ist ein brutales Schicksal. Aber die Hoffnung besteht immer. Wer ihn aus seiner aktiven Zeit kennt, weiß, dass Michael ein Kämpfer ist. Wenn einer es schafft, das Ruder herumzureißen, dann er."

 

Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo zu Michael Schumacher

Stand Februar 2016: Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat Michael Schumacher die sportlich erfolgreichste Ära Ferraris in der Formel 1 mitzuverdanken. Nun wurde er zu Michael Schumachers Zustand befragt. Durchaus heikel, da alle, die tatsächlich wissen, wie es Michael Schumacher geht, schweigen. Montezemolo tut es nicht, er redet. Auch wenn er eigentlich wenig aussagt. "Wir hatten großartige Jahre zusammen, auch auf persönlicher Ebene", sagt di Montezemolo bei einer Podiumsveranstaltung in Mailand. "Leider hat ihn ein zufälliger Sturz auf Skiern kaputt gemacht", sagt di Montezemolo weiter. Die Neuigkeiten, die er von Schumacher habe, seien leider keine guten, betont der 68-jährige. Doch weitere Details nannte er nicht. Sabine Kehm, Michael Schumachers Managerin, indes will Montezemolos Ausführungen erst gar nicht kommentieren.

 

Ehemaliger Arzt Jean-Francois Payen mahnt zur Geduld

Stand 2014: Die Genesung von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher erfordert weiterhin Geduld. Der französische Arzt Jean-François Payen wies darauf in Interviews in französischen Medien hin. "Man befindet sich auf einer Zeitskala, die von einem Jahr bis drei Jahre reicht", sagte der Chef der Anästhesie und Reanimation der Uniklinik von Grenoble, in die Schumacher nach seinem Skiunfall am 29. Dezember 2013 gebracht worden war. Der siebenmalige Champion sei damals mit einem besonders schweren Schädel-Hirn-Trauma eingeliefert worden, erinnerte Payen in "Le Parisien": "Er war bei seiner Ankunft in einer kritischen Situation." Payen gehörte zum Ärzteteam, das sich mehr als ein halbes Jahr lang in Grenoble um den zweifachen Familienvater kümmerte. Schumacher wurde nach einer Notoperation in ein künstliches Koma versetzt und schwebte tagelang in Lebensgefahr. Gut ein dreiviertel Jahr später kehrte Michael Schumacher zurück ins eigene Haus.

Michael Schumachers Karriere (Video):

 
 

Corinna Schumacher in jeder Hinsicht außergewöhnlich

Dort finde Schumacher Bedingungen vor, die seine Genesung begünstigen würden, sagte Payen nach seinem Besuch bei Schumacher. "Die Tatsache, dass er in seiner gewohnten Umgebung ist, könnte ihm helfen", sagte Payen. Der Mediziner verwies bei Nachfragen zum genaueren Zustand des gebürtigen Kerpeners aber auf sein Arztgeheimnis. Der Mediziner lobte dabei in einem Interview des Radiosenders RTL France auch Schumachers Gattin Corinna, die alles auf die Beine gestellt habe, damit der siebenmalige Weltmeister Fortschritte mache. Sie sei in jeder Hinsicht außergewöhnlich, betonte Payen in "Le Parisien". "Sie war sich sofort der Tragweite der Situation bewusst und des langen Wegs, der vor ihnen liegen würde." Im Gegensatz zu Corinna Schumacher waren Payen und seine Ärztekollegen vor allem den riesigen Medienandrang nicht gewohnt, der lange Zeit vor dem Krankenhaus in Grenoble herrschte. "Niemand ist auf so einen Ansturm der Medien vorbereitet", betonte Payen rückblickend. Man habe aber schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen, um in Ruhe arbeiten zu können. Er wies daraufhin, dass Schumacher trotz aller Sicherheitsvorkehrungen medizinisch wie jeder andere Patient behandelt worden sei. Schumacher war beim Skifahren gestürzt, als er oberhalb von Méribel einen Stein nicht gesehen hatte. Er prallte daraufhin mit dem Kopf auf einen anderen Felsen. Schuld an dem Unfall hatte niemand, wie die Untersuchungen der zuständigen Staatsanwaltschaft von Albertville ergaben.

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