Audi Rückruf (August 2018): KBA ordnet Nachbesserung an 3.0-V6-TDI müssen nachgebessert werden

von AUTO ZEITUNG 06.08.2018
Inhalt
  1. Juli 2018: Audi-Rückruf für Hybrid- & E-Autos?
  2. Juli 2018: Audi-Untersuchung abgeschlossen
  3. Mai 2018: KBA ordnet Rückruf für A6/A7-Diesel an
  4. Januar 2018: Rückruf für Audi-Dieselmotoren
  5. Dezember 2017: Audi-Rückruf wegen Brandgefahr
  6. November 2017: Audi ruft V6/V8-TDI zurück
  7. Juli 2017: Rückruf für 850.000 Audi-Diesel
  8. Juli 2017: Rückruf wegen defektem ABS
  9. 2014: Airbagfehler bei Audi A4 B8
  10. 2014: Audi-Rückruf wegen Bremsen

Dem Spiegel zufolge steht im August 2018 ein weiterer Audi-Rückruf für den A6 mit 3,0-Liter-V6-Diesel ins Haus! Außerdem: Muss Audi seine E- und Hybrid-Autos in die Werkstatt ordern? Konzernmutter VW berichtet von Cadmium-Spuren an einem Bauteil!

August 2018: Dem Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge steht bald ein weiterer Audi-Rückruf für den Audi A6 mit 3,0-Liter-V6-Diesel an. Der KBA habe diesen bereits angeordnet. Audi wollte sich bislang nicht dazu äußern. Der letzte Rückruf für Dieselmodelle der Marke rührt aus dem Juni 2018, als 33.000 Audi A6 und A7 in Deutschland wegen eines Manipulationsverdachts in die Werkstatt zurückgerufen werden mussten. Konkret geht es um die Manipulation am "AdBlue"-System: Die Einspritzung von Harnstoff (AdBlue) wird gedrosselt, bevor der Tank leer geht. So kann der Fahrer weiter fahren, obwohl der der SCR-Katalysator zur Reinigung von Stickoxiden im Abgas nicht oder nur eingeschränkt funktioniert. In der Folge stimmen die Abgaswerte nicht mehr. Audi muss im Zuge des Rückrufs nun die Abschaltvorrichtung in Motor-Software entfernen. Darüberhinaus untersuche das Kraftfahrtbundesamt aber auch das neueste Dieselmodell des Audi A8 auf unzulässige Abschaltvorrichtungen bei der Abgasreinigung, wie die "Bild am Sonntag" berichtet hatte. Im Bundesverkehrsministerium hieß es, das KBA überprüfe fortlaufend Fahrzeuge und deshalb auch den A8. Weiter wollte sich das Ministerium nicht äußern, auch ein Audi-Sprecher enthielt sich eines Kommentars.

Rückruf für Audi A3/S3 Limousine im Video:

 
 

Juli 2018: Audi-Rückruf für Hybrid- & E-Autos?

Juli 2018: Droht Audi ein Rückruf wegen Cadmium-Spuren an einem Bauteil seiner Hybrid- und E-Autos? Problem der Spurenelemente des giftigen Schwermetals am Relais des Ladegeräts ist, dass sie der europäischen Altfahrzeuggesetzgebung widersprechen könnten. Diese regelt nämlich die spätere Entsorgung der Autos. Der Anteil von 0,008 Gramm könnte zu hoch sein. Die Serienfertigung der betroffenen Autos sei bereits gestoppt und das Bauteil durch das eines anderen Zulieferers ersetzt worden. Wie ein Sprecher mitteilt, befinde sich das eingebaute Cadmium aber in einem geschlossenen Gehäuse. VW-Konzernweit sollen 124.000 Hybrid- und E-Autos betroffen sein.

 

Juli 2018: Audi-Untersuchung abgeschlossen

Anfang Juli 2018 hat Audi die Aufarbeitung der Dieselskandal nach eigenen Angaben abgeschlossen und dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Ergebnisse der vorgelegt. Wie die VW-Tochtermitteilte, habe die Analyse des Audi A8, des Audi A7 Sportback, des Audi A6 und des Audi Q8 neuester Generationen "keinerlei Befund" gezeigt. Seit 2016 habe der Autobauer rund 700 Varianten mit V6- und V8-TDI-Motoren untersucht. Dabei handelt es sich um rund sechs Millionen Autos nach der Euro-Norm 5 und 6, die seit 2008 gebaut wurden. Für rund 240.000 Fahrzeugen wurden bislang Audi-Rückrufe angeordnet, für 370.000 Fahrzeuge gab es ein freiwilliges Software-Update.

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Mai 2018: KBA ordnet Rückruf für A6/A7-Diesel an

Im Mai 2018 hatte der Ingolstädter Autobauer die Auslieferung der beiden Baureihen mit dem 271 PS starken TDI gestoppt. Beide Modelle werden gerade von Nachfolgemodellen abgelöst. Audi-Vorstandschef Rupert Stadler sagte, der jüngste Verdachtsfall sei bei internen Prüfungen entdeckt und dem KBA in Flensburg gemeldet worden. "Das KBA hat eine amtliche Anhörung wegen des Verdachts einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei Audi V6-TDI-Fahrzeugen der Modelle A6/A7 eingeleitet", bestätigte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums dem "Spiegel". Rund 33.000 Modelle des Audi A7 und A6 (C7) mit V6-Diesel sollen in Deutschland betroffen sein, weltweit sind es insgesamt rund 60.000 Dieselfahrzeuge.

 

Januar 2018: Rückruf für Audi-Dieselmotoren

Zuletzt hatte das KBA im Januar 2018 für alle neuen Audi-Modelle mit V6-Dieselmotor einen Zwangs-Rückruf verhängt. Die Behörde habe, Informationen zufolge, in den Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit der Abgasnorm Euro sechs sogenannte unzulässige Abschalteeinrichtungen festgestellt, die die tatsächlichen Werte des Schadstoffausstoßes manipulieren. Diese Abschaltevorrichtung sei eine schadstoffreduzierende Motorwärmfunktion, die bei diesen Modellen mit V6-Dieselmotor fast ausschließlich nur im Prüfzyklus aktiv werde. Im realen Straßenverkehr hingegen bleibe die Schadstoffminderung aus, heißt es weiter. In Deutschland alleine sind davon 77.600 Fahrzeuge betroffen, in ganz Europa sogar 127.000 Autos. Für das Audi-A8-Modell mit TDI-Achtzylindermotor und Euro-6-Plakette, das bis Sommer 2017 produziert wurde, drohte zwischenzeitlich sogar ein Zulassungsverbot.

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Dezember 2017: Audi-Rückruf wegen Brandgefahr

Audi rief im Dezember 2017 in Deutschland 330.000 Autos wegen Brandgefahr in die Werkstatt. Bei den Modellen A4, A5 und Q5 aus den Jahren 2011 bis 2015 könne der Zusatzheizer überhitzen und ein Schmorbrand entstehen, erklärte ein Audi-Sprecher am Mittwoch, 20. Dezember 2017, in Ingolstadt. Schon im Oktober 2017 hatte Audi in den USA 250.000 Autos mit dem gleichen Problem zurückgerufen. Es gebe bisher zwar nur ein paar Dutzend Zwischenfälle, und niemand sei verletzt worden. Kunden sollten den Zusatzheizer abschalten und das Auto bei Schmorgeruch sofort abstellen, sagte der Audi-Sprecher. Der Zusatzheizer erwärmt das Fahrzeug im Winter schneller, als es die Motorwärme allein könnte. Wie sich jetzt herausstellte, können die Drähte jedoch überhitzen. In der Werkstatt würden die in der Mittelkonsole verbauten Zusatzheizer aller betroffenen Fahrzeuge ausgetauscht und eine bessere Software aufgespielt. Das dauere etliche Stunden. Die Information der betroffenen Kunden sei angelaufen. Zu den Kosten des Rückrufs äußerte sich Audi nicht.

 

November 2017: Audi ruft V6/V8-TDI zurück

Im November 2017 rief Audi weitere 5000 Dieselautos mit unzulässiger Abgas-Abschalteinrichtung zurück. Das Unternehmen habe den Sachverhalt selbst festgestellt und dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet. Das Amt habe daraufhin den Rückruf angeordnet, sagte ein Audi-Sprecher am Donnerstag, 2. November 2017. Betroffen ist das Flaggschiff von Audi, der A8 mit TDI-Achtzylinder-Motor und Euro-6-Zulassung. Die betroffene Baureihe wurde von 2013 bis August 2017 gebaut. Das Software-Update dauere in der Werkstatt eine halbe Stunde und sei für die Kunden kostenlos, sagte der Audi-Sprecher. Mit dem Update soll die Abgasreinigung beim Start des kalten Motors beschleunigt und der Stickoxid-Ausstoß gesenkt werden. Die Software werde nach einer sogenannten Wintererprobung voraussichtlich im ersten Quartal 2018 zur Verfügung stehen und nach Genehmigung durch das KBA zügig aufgespielt. Die Wintererprobung soll sicherstellen, dass Verbrauch und Fahrverhalten nicht schlechter werden. 

 

Juli 2017: Rückruf für 850.000 Audi-Diesel

Im Juli 2017 hat Audi die Nachrüstung von 850.000 Autos der Globale Marken Audi, Porsche und Volkswagen mit V6- und V8-TDI-Motoren in Europa angeboten. Hintergrund des Rückrufs ist eine Anfang Juni 2017 vom Ministerium publik gemachte Kombination von Motor und Getriebe. Zwei Modelle können demnach am Lenkwinkel erkennen, dass sie auf einem Prüfstand stehen und die Abgasreinigung dann voll aktivieren – während die Wagen im normalen Straßenbetrieb mehr Schadstoffe ausstoßen. Das KBA stuft dies als unzulässig ein.

 

Juli 2017: Rückruf wegen defektem ABS

Wegen Problemen mit dem ABS mussten im Juli 2017 rund 385.000 Autos aus dem Volkswagen-Konzern in die Werkstatt, in der Schweiz waren nochmal gut 22.000 Pkw von dem Rückruf betroffen. Bei Audi wurde der Rückruf mit dem Code "45F2" bereits im Juni 2017 bekannt, hier waren rund 61.000 Audi A3 des Modelljahres 2009 betroffen. In Grenzsituationen wie beim Übersteuern, Untersteuern oder bei Vollbremsungen kann die Stabilisierungsfunktion ausfallen oder nicht mehr richtig funktionieren, da es im Steuergerät zu einer "thermomechanischen Überlastung" kommen kann. Behoben wurde der Fehler mit einem Software-Update für das Steuergerät, das in der Werkstatt rund eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Alle betroffenen Fahrzeughalter wurden per Post angeschrieben und über den Rückruf informiert.

 

2014: Airbagfehler bei Audi A4 B8

Wegen eines möglichen Softwarefehlers an den Airbags rief Audi 2014 allein in Deutschland etwa 150.000 Fahrzeuge in die Werkstatt. Es handelte sich um einen der größten Rückrufe in der Geschichte der VW-Tochter. Wegen eines Softwarefehlers lösten womöglich die Frontairbags der ab Frühjahr 2012 gebauten Facelift-Modelle bei einem Unfall nicht aus. Betroffen waren Autos, die seit der neuen Version des Audi A4 (B8) im Jahr 2012 bis Mitte Oktober 2014 gebaut wurden. Die Probleme seien bei internen Kontrollen aufgefallen, sagte ein Audi-Sprecher.

 

2014: Audi-Rückruf wegen Bremsen

Audi rief weltweit rund 70.000 Autos wegen möglicher Probleme mit der Bremskraftverstärkung in die Werkstätten. Betroffen von der Audi-Rückruf-Aktion waren Modelle der Reihen A4, A5, A6, A7, Q5, Q7, die zwischen März und Dezember 2012 gebaut wurden und mit einem Dreiliter-Dieselmotor ausgestattet sind, wie ein Sprecher der VW-Tochter sagte. Schlimmstenfalls könne wegen des Fehlers ein wenig Öl in den Bremskraftverstärker gelangen. "Die Autos können zwar weiterhin gebremst werden, es ist aber ein deutlich höherer Druck auf das Bremspedal notwendig."

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