AUTO ZEITUNG 22/2018: Heft-Vorschau Neue AUTO ZEITUNG jetzt im Handel!

von Volker Koerdt 04.10.2018

Die Themen der AUTO ZEITUNG 22/2018: alle neuen vom Pariser Autosalon. Dazu der BMW 5er im Test und Ford Mustang gegen Chevrolet Camaro im Vergleich. Außerdem: Die neuen City-Stars, Dauertest-Bilanz des Audi Q7 und als Beilage "Faszination Kombis von Volvo"!

Wenn Dieter Zetsche 2019 sein Amt niederlegt, geht mit ihm eine der letzten Granden der Automobilchefs in Deutschland. Der Mann mit dem Schnauzbart, der seit 43 Jahren beim Daimler arbeitet, hat eine wechselvolle Karriere hinter sich. Es ist noch nicht lange her, da fuhr Mercedes hinter Audi und BMW hinterher. Angestaubte Produkte, ein langweiliges Design und wenige Visionen, das waren die Vorwürfe, mit denen die Marke Mercedes immer wieder konfrontiert wurde. Und das Verhältnis von Dieter Zetsche zum Betriebsrat galt auch nicht als das Beste – der nach außen stets freundliche und umgängliche Zetsche gilt intern als harter Hund und setzte sich durch. Zetsche hat sich wie kein anderer Automobilvorstand der eigenen Marke aufgebaut. Er brilliert auf der Bühne und könnte auch als Showman seine Brötchen verdienen. Aber der Mann ist auch Stratege und hat in den letzten Jahren immer für Rekordergebnisse bei Mercedes gesorgt. In Team-Arbeit mit Design-Chef Gorden Wagener ist aus der angestaubten Marke ein Automobilhersteller geworden, der inzwischen in Sachen Design die Trends setzt.

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Doch die zuletzt glänzende Karriere des Mannes, der einst in Istanbul auf die Welt kam, wurde jüngst auch vom Dieselruß überschattet. Dass Zetsche 2019 aufhört, ist keine Überraschung – schließlich läuft sein aktueller Vertrag dann aus. Aber der Zeitpunkt der Verkündung und die schon jetzt vorzeitige Bekanntgabe seines Nachfolgers ist kein Zufall. Die Probleme von Audi und VW haben inzwischen auch Mercedes eingeholt: Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat im Dieselskandal bereits Ermittlungen aufgenommen. Keiner weiß, was die nahe Zukunft bringt, und so hat man in Stuttgart frühzeitig mit Ola Källenius einen Nachfolger präsentiert. Källenius, 49 Jahre alt und gebürtiger Schwede, wurde von Dieter Zetsche schon seit Jahren konsequent als sein Nachfolger aufgebaut. Nach Stationen wie Werksleiter in Tuscaloosa, AMG-Chef, Marketing-Vorstand und zuletzt Entwicklungsvorstand, hat der smarte Skandinavier gelernt, auf jedem Terrain mit großer Expertise zu bestehen. Der sympathische Hüne symbolisiert auch den Kulturwandel beim Daimler: Er ist weltoffen und multikulti. So gibt man sich schon länger am Neckar. Zweireiher und Krawatte haben längst ausgedient, dafür stehen Sneakers und Jeans auf der Kleiderordnung. Der lockere Källenius passt gut in dieses neue Weltbild. Allerdings übernimmt er Mercedes in einem schwierigen Fahrwasser. Die Aufarbeitung des Dieselskandals und der Aufbruch in die neue Elektromobilität sind große Herausforderungen für einen der immer noch größten Diesel-Hersteller der Welt.

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