AUTO ZEITUNG 14/2019: Heft-Vorschau Neue AUTO ZEITUNG jetzt im Handel!

von Volker Koerdt 12.06.2019

Die Themen der AUTO ZEITUNG 14/2019: Wir zeigen den neuen BMW 3er Touring, geben einen Ausblick auf die Neuheiten von Renault und Dacia, sprechen mit dem Renault-Vorstandsvorsitzenden Uwe Hochgeschurtz und scheuchen den Ferrari 488 Pista über den Nürburgring. Diese und viele weitere spannende Themen gibt es in der aktuellen AUTO ZEITUNG!

Fiat feiert dieses Jahr sein 120-jähriges Bestehen, und das Jahr könnte wahrlich historisch werden, wenn die Fusion mit Renault doch noch gelingen sollte. Angedacht war ein Zusammenschluss u¬ter Gleichen im Verhältnis 50:50. Dabei ist die Marke Fiat schon lange nicht mehr eigenständig, sondern ging im Konglomerat mit Chrysler, Alfa Romeo, Maserati und Jeep auf (FCA). Besonders die Marke Fiat leidet schon länger. Selbst in ihrem einzig starken Markt Europa gehen die Zahlen seit Jahren zurück. Im Wesentlichen lebt Fiat noch von zwei Modellen – dem Ducato und dem 500. Und noch ein bisschen vom Panda. Dem Konzern fehlt das Geld für die milliardenschweren Investitionen in die E-Mobilität und die autonomen Fahrsysteme. Allein hätte das Unternehmen langfristig keine Überlebenschance. Die erste Kontaktaufnahme mit den Franzosen verlief vielversprechend. Doch der französische Staat, der 15 Prozent Anteile an Renault hält, plädierte für eine Verschiebung der Gespräche. Die Italiener fühlten sich brüskiert und zogen das Angebot zurück. Trotzdem könnten sich aus dem Zusammengehen für beide eine Menge Vorteile ergeben, denn dadurch würde mit einem Volumen von 8,7 Millionen verkauften Autos (2018) auf einen Schlag der drittgrößte Autokonzern der Welt entstehen. Addiert man die beiden Konzerne Nissan und Mitsubishi hinzu, mit denen Renault kapitalmäßig bereits verflochten ist, entstünde ein Riese mit über 15 Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Damit würde man Toyota und Volkswagen, die auf 10,4 und 10,8 Millionen Autos kommen, deutlich abhängen. Gerade auf den Weltmärkten ergänzen sich FCA und Renault-Nissan sehr gut. Während die Marke Fiat im Wesentlichen nur in Europa – dort vor allen Dingen in den südlichen Ländern – und in Brasilien stark ist, sind Chrysler und Jeep in den USA bestens unterwegs. FCA könnte also Renault den Zugang zum amerikanischen Markt ermöglichen, Renault wiederum den FCA-Globale Marken den Weg nach Russ-land ebnen, wo die Franzosen stark vertreten sind. Vom Marktzugang in China könnten alle anderen Globale Marken aus dem Konzern profitieren, denn hier ist Nissan gut aufgestellt. 

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Spannende Themen in der AUTO ZEITUNG 14/2019

Durch die Fusion wollten Fiat-Chrysler und Renault gut fünf Milliarden an Kosten für Entwicklung und Einkauf einsparen. Dies würde aber nur gelingen, wenn man gemeinsam ein überzeugendes Produktportfolio und moderne Plattformen entwickeln würde. Im Kleinwagensegment könnte etwa eine Plattform entstehen, auf der der nächste Clio, der Fiat 500, der Panda, der Micra und ein Modell von Mitsubishi aufbauen könnten. Das wäre mit einem Schlag die volumenstärkste Plattform im Kleinwagensegment. Und in der nach wie vor so wichtigen Kompaktklasse, in der nur Renault mit dem Mégane ein Erfolgsmodell hat, könnten Fiat, Nissan und Mit-subishi profitieren. Einen Nachteil hätte die Allianz allerdings gegenüber dem VW-Konzern, der sieben Pkw-Globale Marken unter seinem Dach vereint: Das FCA-Renault-Konsortium würde nicht über derart starke Premium Brands verfügen. Alfa Romeo kommt trotz attraktiver Produkte kaum vom Fleck, und Maserati ist im Vergleich zu Porsche eine kleine Nummer. Allein die Premiummarken Audi und Porsche erwirtschafteten 2018 trotz schlechter Konjunktur über acht Milliarden Euro Gewinn. In guten Zeiten waren es auch schon elf Milliarden Euro. Der neue Megakonzern aus FCA und Renault müsste sich also im Wesentlichen im Volumensegment erfolgreich etablieren – dort allerdings mit geringen Margen vorliebnehmen –, und unter Hochdruck gemeinsam E-Autos entwickeln. Hier ist Renault bereits die Nummer eins in Europa. Das letzte Wort scheint allerdings noch nicht gesprochen, denn der Renault-Verwaltungsrat hat weiterhin Interesse an einer Fusion mit den Italienern. So oder so: FCA muss einen Partner finden, wenn der Konzern überleben möchte.

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