Autonomes Fahren zum Nachrüsten: Kopernikus Autopilot für 3000 Euro

von Alexander Koch 22.06.2018
Inhalt
  1. Kopernikus: Autonomes Fahren zum Nachrüsten
  2. Autopilot X-Matik LaneCruise zum Nachrüsten
  3. Autopilot X-Matik LaneCruise zum Nachrüsten

Autonomes Fahren zum Nachrüsten? Das könnte in naher Zukunft in Deutschland möglich sein. Das Berliner Startup Kopernikus arbeitet an einer Nachrüstlösung, wie übrigens auch die kanadische Firma X-Matik LaneCruise. Wir stellen die Systeme vor!

Autonomes Fahren zum Nachrüsten, während große Autohersteller noch selbst am Autopiloten für Neuwagen arbeiten? Wenn es nach Kopernikus geht, ein nach dem Astronomen benanntes Startup aus Berlin, ist das keine Zukunftsmusik, sondern schon bald möglich. Die kleine Firma möchte den Autopiloten mit einer Nachrüstlösung realisier- und bezahlbar zugleich machen. Dafür werden am Auto sieben Kameras angebracht, die mit einem Computer verbunden sind – dem "Gehirn" des Selbstfahrautos. Eine sogenannte Middleware fügt die Informationen der Sensoren und Kameras zusammen und integriert auch externe Apps, etwa für den Linksverkehr in England, für das Parken oder das Fahren auf der Autobahn. Bereits an Bord befindliche Sensoren und Aktuatoren werden in den Autopiloten integriert. So wird beispielsweise die Lenkung wie beim Einparkassistenten angesteuert und das Radar ausgelesen, das ursprünglich für den Abstandstempomaten gedacht ist. Deshalb könnte das autonome Fahren zum Nachrüsten schon für 3000 Euro in den Handel gehen.

Autonomes Fahren zum Nachrüsten von Kopernikus (Video):

 
 

Kopernikus: Autonomes Fahren zum Nachrüsten

Der Grundgedanke zum autonomen Fahren zum Nachrüsten kam den beiden Startup-Gründer Stefan Jenzowsky und Tim von Törne 2016, nämlich ob tatsächlich alle Programme für Autopiloten von den großen Autoherstellern geschrieben werden. Offensichtlich nicht, da die Berliner Firma mit verschiedenen Startups zusammenarbeiten, die in ihren Ländern Selbstfahr-Software entwickeln. Auch wenn das Selbstfahrsystem sich noch in Entwicklung befindet, wurde es an einem VW Golf 7 schon demonstriert. "Wir werden das System zuerst an unsere Partner abgeben. Erst, wenn wir die Absicherung und zulassungsrechtliche Themen im Griff haben, werden wir unser System auch Konsumenten anbieten. Der Vertrieb wird dann, je nach Zulassungsrecht, zuerst in einigen ausgewählten Ländern erfolgen", sagt von Törne. Vorbestellbar ist das Kit für autonomes Fahren zum Nachrüsten schon jetzt.

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Autopilot X-Matik LaneCruise zum Nachrüsten

Auch das kanadische Start-up X-Matik LaneCruise bietet autonomes Fahren zum Nachrüsten an. Das Besondere an der Entwicklung ist, dass es nicht nur mit modernen Autos kompatibel ist, sondern auch bei älteren Modellen – beispielsweise auch einem VW Golf 4 – verbaut werden kann. Die eigentliche Arbeit des nachrüstbaren Autopiloten übernimt dabei ein Rechner, der die Aufnahmen aus zwei Kameras auswertet. Die werden, integriert in einem Modul, über einen Saugnapf auf Höhe des Rückspiegels an der Windschutzscheibe angebracht. Mitgelieferte Steuerelemente für Brems- und Gaspedal sowie das Lenkrad führen schließlich die Befehle des Computers aus, sodass der Wagen eigenständig Lenken, Gas geben und Bremsen kann. Das System lässt sich über ein Touchscreen, das zum Gesamtpaket des Autopiloten dazugehört, an- und einstellen. Sobal der Fahrer aber das Lenkrad oder eines der Pedale berührt, schaltet sich der X-Matik LaneCruise auch wieder ab.

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Autopilot X-Matik LaneCruise im Video:

 
  

Autopilot X-Matik LaneCruise zum Nachrüsten

Obwohl X-Matik LaneCruise die volle Kontrolle über das Auto übernehmen kann, ist der Fahrer auch weiterhin voll verantwortlich – wie die Kanadier auf ihrer Internetseite betonen. Ein voraussichtlicher Preis wird dort zwar noch nicht genannt, doch soll der Start-up eine Höchstgrenze von rund 3000 Dollar (rund 2500 Euro) ausgesprochen haben. Eine Frage aber können weder Kopernikus noch X-Matik LaneCruise beantworten: Ob solch das autonome Fahren zum Nachrüsten auch in Deutschland eine Chance hat, ist angesichts der nach wie vor uneindeutigen Rechtslage zu Autopiloten uneindeutig. 

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