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Bentley Mulsanne Facelift (2016): Motor Luxus-Update für den Mulsanne

von Michael Strathmann 03.05.2018

Das Bentley Mulsanne Facelift (2016) gibt es erstmalig auch in der Langversion EWB. Damit macht Bentley selbst seinem ärgsten Mitbewerber, dem Rolls Royce Phantom, ordentlich Beine. Das ist der Motor!

VW nutzt das Bentley Mulsanne Facelift (2016) und zieht den Luxusliner dabei noch einmal gehörig in die Länge. Seit Firmenchef Wolfgang Dürheimer das Tuch von seinem neuen Flaggschiff gezogen hat, steht deshalb neben dem konventionellen Mulsanne (2016) und dem Mulsanne Speed zum ersten Mal auch eine Version mit gestrecktem Radstand: "Dieser Bentley wird der neue Maßstab für automobilen Komfort", sagt Dürheimer mit Blick auf die Mulsanne Langversion und verweist den Rolls-Royce Phantom damit höflich in die zweite Reihe. Für diesen Phantom-Fighter hat Bentley aber nicht nur ein 25 Zentimeter langes Zwischenstück eingesetzt, die Achsen damit 3,52 Meter auseinander gerückt und die Länge des Luxusliners auf mehr als 5,80 Meter gestreckt. Die Briten haben den Fond wie im Flugzeug zu einem First-Class-Abteil umgebaut und zum Beispiel neue Liegesessel mit elektrisch verstellbarer Beinauflage installiert. Dazu gibt es neben der üblichen Orgie in Lack und Leder auch ein neues Infotainment-System, das mit 60-GB-Festplatte und einem eigenen Tablet-Computer für die Hinterbänkler endlich auf der Höhe der Zeit ist. Genau wie die etwas modernisierten Assistenzsysteme gibt es das natürlich auch für das normale Bentley Mulsanne Facelift (2016) sowie für den Mulsanne Speed. Die Bentley-Langversion ist zwar die wichtigste Neuerung und mit ihrem stattlichen Format schon von weitem zu erkennen. Doch damit man auch allen anderen Varianten die Modellpflege auf Anhieb ansieht, haben die Briten vor allem die Front gründlich überarbeitet.

Fahrbericht Mulsanne-Langversion vorgestellt
Neuer Bentley Mulsanne EWB: Erste Fahrt Mulsanne-Langversion vorgestellt

 

Bentley Mulsanne Facelift (2016) auch als Langversion

Der ohnehin schon stattliche Edelstahlgrill des Bentley Mulsanne Facelift (2016) geht noch einmal acht Zentimeter in die Breite und die LED-Scheinwerfer funkeln jetzt so auffällig wie kiloschwere Diamanten. Und weil man einen Bentley ja doch die meiste Zeit von hinten sieht, haben die Designer auch am Heck Hand angelegt, die Schürzen etwas tiefer gezogen und die Grafik der Rückleuchten modernisiert. Nichts geändert hat sich dagegen unter der Haube. Dort bleibt es beim traditionellen V8-Motor mit 6,75 Litern Hubraum, der in den Chauffeursvarianten auf 512 PS kommt, den 2,5-Tonner binnen 5,1 Sekunden auf Tempo 100 wuchtet und ein Spitzentempo von 296 km/h ermöglicht. Selbstfahrer im Bentley Mulsanne Speed lockt er mit 537 PS, einem Sprintwert von 4,8 Sekunden und einem Spitzentempo von 305 km/h. Wenn das Bentley Mulsanne Facelift (2016) ab dem Sommer mit der Auslieferung beginnt, haben die Briten erst einmal leichtes Spiel. Denn der Rolls-Royce Phantom als einziges Konkurrenzmodell wird nur noch für den Rest des Jahres gebaut und macht 2017 ganz Pause. Spätestens 2018 allerdings geht das Ringen um die Krone im Oberhaus in die nächste Runde: Dann kontert Rolls-Royce mit einem neuen Phantom. Den wird es dann zwar nicht mehr als Coupé und Cabrio geben, weshalb die Briten jetzt noch einmal jeweils 50 besonders vornehme Exemplare des Zweitürers auflegen. Doch der Zweikampf im Smoking geht definitiv in die nächste Runde.

Test Bentley Mulsanne Speed 2015 Einzeltest Luxus-Limousine Fahrbericht
Bentley Mulsanne Speed: Der Höhepunkt aus Crewe im Test Weiß-Glut

 

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