Aktueller Benzinpreis im Februar 2018 Preise für Benzin und Diesel sinken

von AUTO ZEITUNG 07.02.2018
Kraftstoffpreise in Deutschland
Entwicklung des Benzin- und Dieselpreises © ADAC
Inhalt
  1. Der aktuelle Benzinpreis im Februar 2018
  2. Neues Konzept: Flexible Benzin- und Dieselsteuer?
  3. So beim Benzinpreis sparen
  4. So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Anfang Februar 2018 ist die Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise nach Angaben des ADAC leicht zurückgegangen. Durch intensiven Preisvergleich können Autofahrer Spritgeld sparen. So geht's!

Die Entwicklung des aktuellen Benzinpreises im Februar 2018 ist weiterhin ruhig. Laut ADAC-Auswertung sinken die Preise für Benzin und Diesel. So kostet ein Liter Super E10 im Wochenmittel durchschnittlich 1,361 Euro und ist um 0,3 Cent gesunken. Auch der Diesel-Preis ist leicht rückläufig, denn der Preis für einen Liter fiel um 0,4 Cent und beträgt durchschnittlich 1,205 Euro. Insgesamt beträgt der Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel derzeit nur knapp 14 Cent. Der günstigere Kraftstoffpreis liegt an dem gesunkenen Preis für Rohöl, der aktuell für die Sorte Brent bei rund 67 Dollar liegt und somit im Vergleich zum Januar 2018 um zwei Dollar pro Liter gefallen ist.  Auch wenn der aktuelle Benzinpreis im Februar 2018 insgesamt leicht gesunken sind, sind im Tagesverlauf die Schwankungen meist erheblich. Deshalb rät der ADAC dazu, am späten Nachmittag oder am frühen Abend zu tanken, denn dann seien Kraftstoffe in der Regel am günstigsten. Insgesamt war das Tanken im zurückliegenden Jahr wieder deutlich teurer geworden: Dem ADAC zufolge kostete ein Liter Super E10 im Mittel 1,347 Euro, das waren 6,6 Cent mehr als 2016. Noch deutlicher hat sich Diesel verteuert: Für einen Liter mussten die Autofahrer im Schnitt 1,161 Euro bezahlen und damit 8,3 Cent mehr. Über das Jahr gesehen war der Januar mit 1,226 Euro bei Diesel und mit 1,396 Euro bei E10 der teuerste Tag. Das niedrigste Preisniveau des abgelaufenen Jahres herrschte bei Super E10 am 11. Juli, als ein Liter im Schnitt 1,301 Euro kostete. Diesel markierte seinen Tiefststand am 29. Juni mit einem Mittelwert von 1,097 Euro.

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So setzen sich Benzin- und Dieselpreis zusammen (Video):

 
 

Der aktuelle Benzinpreis im Februar 2018

Angesichts des Benzinpreises im Februar 2018 betont der ADAC, dass Autofahrer Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und den günstigsten Anbieter anzusteuern. Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Dann sind die Benzin- und Dieselpreise erfahrungsgemäß am günstigsten.

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Neues Konzept: Flexible Benzin- und Dieselsteuer?

2016 hatte der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine flexible Sprit-Steuer auf den Tisch gebracht. Das Prinzip ist denkbar einfach, könnte aber auch dafür sorgen, dass fallende Benzinpreise der Vergangenheit angehören: Aktuell wird der Kraftstoff bei günstigeren Rohölpreisen billiger, die Verbraucher haben also einen Vorteil von niedrigen Ölpreisen. Mit der flexiblen Benzin- und Dieselsteuer würden sinkende Rohölkosten aber nicht mehr an den Verbraucher weitergegeben, da die neue Steuer den Preisverfall kompensiert. Im Klartext heißt das: Der Ölpreis könnte noch so stark variieren, der Benzinpreis bliebe stabil. Gabriel argumentierte, das schließlich auch steigende Rohölpreise ausgeglichen werden könnten. Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte sich gegen die Idee einer flexiblen Spritsteuer positioniert, da er in der Idee lediglich eine Steuererhöhung sehe.

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Flexible Sprit-Steuer als Lösung schwankender Benzinpreise (Video):

 
 

So beim Benzinpreis sparen

Anfang Februar 2017 kam der Jahresbericht der Marktransparenzstelle Kraftstoffe beim Bundeskartellamt zum Ergebnis, dass die Diesel- und Benzinpreise an den Tankstellen auch weiterhin innerhalb einer Stadt und eines Tages um bis zu 30 Cent pro Liter schwanken. Kartellamtschef Andreas Mundt rät deshalb zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt. Zwischen 18 und 20 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten, nachts am teuersten. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle, so verzeichnet zum Beispiel das Bundesland Sachsen im Februar 2017 den teuersten Benzinpreis, während im Nachbarland Sachsen-Anhalt der deutschlandweit günstigste Durchschnittspreis für Super E10 errechnet wird.

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So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Wie sich der Benzinpreis an der Tankstelle zusammensetzt, ist vielen Autofahrern nicht klar. Steuern machen beim Spritpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zu Gute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten - der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab.

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