Aktueller Benzinpreis (Mai 2019): Steuererhöhung Der Preisanstieg bei Benzin geht weiter

von Max Sonnenburg 15.05.2019
Aktueller Benzinpreis Mai 2019
Foto: ADAC
Inhalt
  1. Aktueller Benzinpreis im Mai 2019
  2. Steuererhöhung auf den Kraftstoffpreis und CO2-Abgabe?
  3. Benzinpreis: So kann man sparen 
  4. Benzinpreis: Rabatt für ADAC-Mitglieder ausgeweitet
  5. So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Der aktuelle Benzinpreis steigt auch Mitte Mai 2019 weiter an mittlerweile in der zehnten Woche in Folge. Außerdem: Der Bundesrechnungshof bringt eine höhere Diesel-Besteuerung ins Spiel. Dieser Artikel wurde am 15.05.2019 aktualisiert!

Der aktuelle Benzinpreis zieht auch im Mai 2019 weiter an – damit steigt der Preis für Super nun bereits in der zehnten Woche in Folge. Im Bundesdurchschnitt verteuerte sich der Preis für einen Liter Super E10 um 0,2 Cent auf 1,496 Euro. Bei Diesel wurde der Aufwärtstrend der Preise hingegen gestoppt: Ein Liter kostet durchschnittlich 1,298 Euro und ist damit im Vergleich zur Vorwoche um 0,4 Cent pro Liter gesunken. Die mittlere Preisdifferenz zwischen beiden Kraftstoffen, die im Februar zeitweise bei nur sieben Cent lag, hat sich inzwischen auf beinahe 20 Cent erhöht. Mit dem zehnten Preisanstieg in Folge bleibt der aktuelle Benzinpreis in Relation zum aktuellen Ölpreis aber im Mai 2019 weiterhin teuer.  Mehr zum Thema: EU fordert einheitliche Kraftstoff-Kennzeichnung

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So setzen sich Benzin- und Dieselpreis zusammen (Video):

 
 

Aktueller Benzinpreis im Mai 2019

Benzinpreis im Bundesländervergleich (Mai 2019)

 

Steuererhöhung auf den Kraftstoffpreis und CO2-Abgabe?

Steuererhöhung auf den aktuellen Benzinpreis? Die Arbeitsgruppe "Klimaschutz im Verkehr", die der Regierungskommission "Nationale Plattform Zukunft der Mobilität" angehört, empfiehlt der Bundesregierung in einem Zwischenbericht im März 2019, die Einführung einer CO2-Steuer zu prüfen. Das hätte zur Folge, dass sich Benzin und Diesel verteuern würden. Davon erhofft sich die Arbeitsgruppe zukünftig weniger Individualverkehr und die damit einhergehende Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Vorherige Entwürfe sahen konkreter vor, die Literpreise für Benzin- oder Dieselkraftstoffe bis 2030 mit je 52 Cent mehr als heute zu besteuern. Auch der Vorschlag, die Kfz-Steuer komplett auf den CO2-Ausstoß von Benzin- und Dieselmotoren umzustellen, stand zur Diskussion. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulz hatte im Oktober 2018 bereits eine neue CO2-Abgabe für diejenigen ins Spiel gebracht, die schädliches Treibhausgas ausstoßen. Diese Sonderabgabe solle auf die Benzin- und Heizölpreise aufgeschlagen werden. Entlastet werden sollen hingegen diejenigen, die zum Beispiel ein Elektroauto fahren. Zuvor plädierte auch schon das Bundesumweltministerium für eine Steuererhöhung auf den Benzin- und Dieselpreis. "Bei der Besteuerung von Energien muss nachjustiert werden", sagte Staatssekretär Jochen Flasbarth im Oktober 2018 im ARD-Mittagsmagazin. "Es kann doch nicht sein, dass wir den Strom, der immer erneuerbarer wird, höher besteuern, während wir die Energieträger Heizöl und Sprit relativ niedrig besteuern." Derzeit werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent.

CO2-Abgabe auf den Benzin- und Heizölpreis (Video):

 
 

Benzinpreis: So kann man sparen 

Angesichts des aktuellen Benzinpreises im Oktober 2018 betont der ADAC, dass Autofahrer Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und den günstigsten Anbieter anzusteuern. Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Zwischen 15 und 17 Uhr sowie zwischen 19 und 22 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten. Kartellamtschef Andreas Mundt rät zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle.

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Benzinpreis: Rabatt für ADAC-Mitglieder ausgeweitet

ADAC-Mitglieder sparen beim Benzinpreis schon seit 2005 an ausgewählten Tankstellen, indem sie ihre Mitgliedskarte vorlegen. Dazu zählten bislang alle Shell- und Agip-Stationen in Deutschland. Mitglieder erhalten auf einen Liter Kraftstoff einen Rabatt von einem Cent. 2017 wurde der Bonus 40 Millionen mal genutzt. Ab Juli 2018 gilt die Rabattaktion auch an allen star-Stationen bundesweit. Damit haben ADAC-Mitglieder an jeder fünften Tanstelle des Landes die Möglichkeit des günstigeren Tankens – in Zeiten steigender Benzinpreise eine durchaus sinnvolle Rabattierung. Dennoch sollten ADAC-Mitglieder die Benzinpreise im Auge behalten: Zur falschen Uhrzeit tanken und der Bonus egalisiert sich wegen des teureren Benzinpreises.

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So setzt sich der Benzinpreis zusammen

Wie sich der Benzinpreis an der Tankstelle zusammensetzt, ist vielen Autofahrern nicht klar. Steuern machen beim Spritpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zu Gute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten – der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab.

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