Aktueller Benzinpreis (Juli 2019): Steuererhöhung Der Benzinpreis zieht im Juli wieder an

von Max Sonnenburg 18.07.2019
Shell-Schnellladesäulen: Tankstelle für E-Autos
Foto: Shell
Inhalt
  1. Aktueller Benzinpreis im Juli 2019
  2. Steuererhöhung auf den Kraftstoffpreis und CO2-Abgabe?
  3. So kann beim aktuellen Benzinpreis sparen
  4. Rabatt für ADAC-Mitglieder ausgeweitet
  5. So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen

Der aktuelle Benzinpreis zieht Mitte Juli 2019 wieder an, wie eine Auswertung des ADAC ergibt. Und: Das Umweltbundesamt bringt eine Steuerhöhung für CO2 bei Benzin und Diesel ins Spiel. Dieser Artikel wurde am 18.07.2019 aktualisiert!

Der aktuelle Benzinpreis wird im Juli 2019 wieder teurer. Einer aktuellen Auswertung des ADAC zufolge kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,459 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche sind das 1,2 Cent mehr. Auch Diesel hingegen ist im Vergleich zur Vorwoche um 1,0 Cent teurer geworden und liegt im Mittel bei 1,258 Euro pro Liter. In den Wochen zuvor waren Benzin- und Dieselpreise leicht gefallen. Grund für den erneuten Anstieg dürften die gestiegenen Rohölnotierungen sein. Derzeit müssen für ein Barrel der Sorte Brent rund zwei Dollar mehr als noch vor einer Woche gezahlt werden. Von den am Rohölmarkt phasenweise im April 2019 erreichten Notierungen von rund 75 Dollar liegt das aktuelle Kursniveau von rund 66 Dollar aber noch weit entfernt. Die Grafik unten geht auf den aktuellen Benzinpreis im Juli 2019 im Monatsvergleich ein. Mehr zum Thema: EU fordert einheitliche Kraftstoff-Kennzeichnung

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Aktueller Benzinpreis im Juli 2019

Aktueller Benzinpreis Juli 2019
Der aktuelle Benzinpreis zieht Mitte Juli 2019 wieder an. Foto: ADAC
 

Steuererhöhung auf den Kraftstoffpreis und CO2-Abgabe?

Steuererhöhung auf den aktuellen Benzinpreis? Ein erneuter Vorstoß kommt diesmal von der Präsidentin des Umweltbundesamtes. Maria Krautzberger schlägt vor, die Energiesteuer um einen CO2-Aufschlag zu ergänzen, aber im Umkehrschlugg beispielsweise die Ökostrom-Umlage (EEG) zu senken. "Wichtig ist, dass wir schnell damit beginnen, CO2 einen Preis zu geben", sagte die Behörden-Chefin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" am 30. Juni 2019. Zuletzt hatte die Arbeitsgruppe "Klimaschutz im Verkehr", die der Regierungskommission "Nationale Plattform Zukunft der Mobilität" angehört, der Bundesregierung im März 2019 in einem Zwischenbericht empfohlen, die Einführung einer CO2-Steuer zu prüfen. Das hätte zur Folge, dass sich Benzin und Diesel verteuern würden. Davon erhofft sich die Arbeitsgruppe zukünftig weniger Individualverkehr und die damit einhergehende Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Vorherige Entwürfe sahen konkreter vor, die Literpreise für Benzin- oder Dieselkraftstoffe bis 2030 mit je 52 Cent zusätzlich zu besteuern. Auch der Vorschlag, die Kfz-Steuer komplett auf den CO2-Ausstoß von Benzin- und Dieselmotoren umzustellen, stand zur Diskussion. Bundesumweltministerin Svenja Schulz wiederum hatte im Oktober 2018 eine neue CO2-Abgabe für diejenigen ins Spiel gebracht, die schädliches Treibhausgas ausstoßen. Diese Sonderabgabe solle auf die Benzin- und Heizölpreise aufgeschlagen werden. Entlastet werden sollen hingegen diejenigen, die zum Beispiel ein Elektroauto fahren. Zuvor plädierte auch schon das Bundesumweltministerium für eine Steuererhöhung auf den Benzin- und Dieselpreis. "Bei der Besteuerung von Energien muss nachjustiert werden", sagte Staatssekretär Jochen Flasbarth im Oktober 2018 im ARD-Mittagsmagazin. "Es kann doch nicht sein, dass wir den Strom, der immer erneuerbarer wird, höher besteuern, während wir die Energieträger Heizöl und Sprit relativ niedrig besteuern." Derzeit werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent.

CO2-Abgabe auf den Benzin- und Heizölpreis (Video):

 
 

So kann beim aktuellen Benzinpreis sparen

Angesichts des aktuellen Benzinpreises im Oktober 2018 betont der ADAC, dass Autofahrer Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben können, wenn sie sich denn preisbewusst verhielten. Deswegen empfiehlt der Automobilclub, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und den günstigsten Anbieter anzusteuern. Auch auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an: Wer am Wochenende zusätzlich sparen möchte, sollte möglichst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend die Zapfsäule benutzen. Zwischen 15 und 17 Uhr sowie zwischen 19 und 22 Uhr sei der Benzin- und Dieselpreis im Schnitt am günstigsten. Kartellamtschef Andreas Mundt rät zu Preisvergleichen mithilfe der Daten, die die Behörde seit Ende 2013 von rund 14.750 Tankstellen in Deutschland erhebt. Sie können über Handy-Apps oder Internet-Portale abgerufen werden. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", sagte Mundt. Dabei ermittelte der ADAC ebenfalls große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Ob die Länder in einer ähnlichen Region liegen spielt dabei keine Rolle.

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Rabatt für ADAC-Mitglieder ausgeweitet

ADAC-Mitglieder sparen beim Benzinpreis schon seit 2005 an ausgewählten Tankstellen, indem sie ihre Mitgliedskarte vorlegen. Dazu zählten bislang alle Shell- und Agip-Stationen in Deutschland. Mitglieder erhalten auf einen Liter Kraftstoff einen Rabatt von einem Cent. 2017 wurde der Bonus 40 Millionen mal genutzt. Ab Juli 2018 gilt die Rabattaktion auch an allen star-Stationen bundesweit. Damit haben ADAC-Mitglieder an jeder fünften Tanstelle des Landes die Möglichkeit des günstigeren Tankens – in Zeiten steigender Benzinpreise eine durchaus sinnvolle Rabattierung. Dennoch sollten ADAC-Mitglieder die Benzinpreise im Auge behalten: Zur falschen Uhrzeit tanken und der Bonus egalisiert sich wegen des teureren Benzinpreises.

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So setzen sich Benzin- und Dieselpreis zusammen (Video):

 
 

So setzt sich der Benzin- und Dieselpreis zusammen

Wie sich der Benzinpreis an der Tankstelle zusammensetzt, ist vielen Autofahrern nicht klar. Steuern machen beim Spritpreis den größten Anteil aus. So werden je Liter Benzin festgeschriebene 65,45 Cent Mineralölsteuer fällig, für Diesel beträgt die Steuer 47,04 Cent. Wurden Benzin und Diesel bis Mitte der 1980er-Jahre noch nahezu gleich besteuert, stieg danach die Abgabe auf Benzin deutlich stärker. Die Subventionierung von Diesel kam ursprünglich vor allem dem Transportgewerbe zu Gute, das aus wirtschaftlichen Gründen weniger stark besteuert werden sollte. Zu dieser Zeit spielten Dieselautos noch keine große Rolle. Zum Spritpreis addieren sich dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent und die Deckungskosten – der Betrag deckt die Kosten und die Gewinne der Konzerne ab.

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