BMW X7 G07 (2018): Ausstattung & Motor BMW schickt Luxus-SUV ins Rennen

von Thomas Geiger 17.10.2018

Der BMW X7 (2018) positioniert sich mit drei Sitzreihen, viel Luxus und noch mehr Platz oberhalb des X5 ein. Das intern G07 genannte Luxus-SUV erhält vorerst nur Sechszylinder, ein Benzinmotor und zwei Dieselaggregate stehen zur Auswahl!

Der BMW X7 (2018) gibt den Siebener auf Stelzen und soll BMW nicht nur in der Ober-, sondern auch in der Luxusklasse gegen Modelle wie den Cadillac Escalade, den für Frühjahr 2019 angekündigten Mercedes GLS und den Range Rover voranbringen. Dabei setzen die Bayern vor allem auf noch mehr Protz und Prunk: So streckt sich die neu geschaffene Baureihe gegenüber dem X5 um weitere 23 Zentimeter auf 5,15 Meter, auch die Niere, die Räder und der Chromschmuck werden größer. Innen dagegen tut sich der Neuling schwer, sich vom X5 abzuheben – dafür ist die aktuelle Auflage einfach zu vornehm geraten. Weil es reichlich Lack und Leder genau wie die ungewöhnlichen Zierteile aus Glas in beiden Modellreihen gibt, macht am Ende weniger der Prunk als der Platz den Unterschied – und von dem gibt reichlich. Entsprechend wächst der Radstand gegenüber dem des X5 von 2,98 auf 3,11 Meter. Das reicht in der zweiten Reihe für eine bequeme Bank oder zwei Einzelsitze und dahinter für zwei weitere Plätze, die tatsächlich auch von Erwachsenen gut genutzt werden können – sogar eigene USB-Ports und Klimazonen sind dafür vorgesehen. Wie alle andere Sitze im BMW X7 (2018) werden auch die beiden Klappsessel in Reihe drei elektrisch bewegt. Knapp ist nur der Kofferraum, zumindest bei voller Bestuhlung. Dann passen hinter die wie bei X5 horizontal geteilte Klappe nur noch magere 326 Liter. Doch wenn Reihe drei im Wagenboden verschwindet, sind es schon 750 Liter und wenn alle Sitze flach liegen, wird das Luxus-SUV mit 2120 Litern zum Lastenträger in Lack und Leder. Mehr zum Thema: So kommt der neue BMW X6

Fahrbericht BMW X7 (2018)
Neuer BMW X7 (2018): Testfahrt im G07  

So fährt sich der große X7

BMW X7 (2018) im Video:

 
 

Die Ausstattung des BMW X7 G07 (2018)

Der Siebener unter den SUV - diese Vorgabe hat auch die Fahrwerksentwickler des BMW X7 (2018) umgetrieben. Denn wie jeder BMW will auch der X7 am dynamischen Ende des Segments fahren, selbst bei einem Gewicht von rund 2,3 Tonnen. Und wie jeder Luxusliner soll er extrem komfortabel sein, erst recht, weil er vor allem in Amerika verkauft werden wird, wo die Langstrecke auf dem Highway zum gelebten Alltag gehört. Diesen Spagat stehen die Bayern mit einem aufwendigen Technikpaket: Sie bauen eine progressive Lenkung und ein elektronisch geregeltes Sperrdifferential ein, es gibt die mitlenkende Hinterachse und eine Wankstabilisierung. Und wie der X5 bekommt der Siebener fürs Grobe eine Luftfederung an beiden Achsen. So kann die Elektronik nicht nur je nach Beladung das Niveau ausgleichen, sondern tatsächlich die Höhe des Aufbaus um bis zu acht Zentimeter variieren und mit ihm Federwege und Toleranz kontrollieren: Im Sportmodus hart und kurz, beim komfortablen Setup weich und lang. Und weil es in beiden Richtungen vier Zentimeter Verstell-Spielraum gibt, macht der BMW X7 (2018) zum bequemen Einstieg einen Kniefall, um dann bei der Geländepartie wie auf Stelzen zu fahren. Mehr zum Thema: Alle Informationen zum BMW X5 M

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Motor: BMW X7 (2018) nur mit Sechszylindern

In Fahrt bringen den BMW X7 ab dem Marktstart im Frühjahr 2019 zunächst drei Motoren, die alle drei Liter Hubraum und sechs Zylinder in Reihe haben. Einziger Benziner ist der X7 40i mit 340 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment, der in 6,1 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt, 245 km/h erreicht und im Mittel 8,7 Liter verbraucht. Hier startet der Preis bei 86.300 Euro. Die bei uns gebräuchlichste Variante wird wohl der X7 30d ab 84.300 Euro, der mit 265 PS und 620 Newtonmeter Drehmoment in der Liste steht. Vorläufige Topmotorisierung ist der M50d für 109.900 Euro, der auf 400 PS und 760 Newtonmeter Drehmoment kommt, die 2,3 Tonnen in 5,4 Sekunden auf Tempo 100 wuchtet, als einziger 250 km/h schafft und mit 7,0 Litern angegeben wird. So potent der X7 auch sein mag, gehen die Bayern den Weg nicht so ganz konsequent zu Ende: Innen fehlt die Option auf Executive-Seats aus dem Siebener und unter der Haube der gründlich überarbeitete V8, der im 462 PS starken X7 50i nur in Amerika, Russland und China erhältlich sein wird. Vom Zwölfzylinder, der ein echtes Alleinstellungsmerkmal wäre, ist gar keine Rede. Damit aber sichern die Bayern den Bestand eines anderen Luxus-SUV, das im Konzern seinen Einstand gegeben hat: Denn alles, was der BMW X7 (2018) an Extravaganz vermissen lassen könnte, liefert Rolls-Royce für den Cullinan mit großer Selbstverständlichkeit – allerdings für den vierfachen Preis. Mehr zum Thema: Das ist der neue BMW X6 M

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