Boss of Big Blocks Karl Geiger: TV-Serie auf DMAX Sympathischer PS-Guru aus München

von Gerrit Reichel 04.06.2018

Karl Geiger ist Boss of Big Blocks und PS-Guru der deutschen Ami-Szene. Mit seiner Serie auf DMAX unterhält er ganz Männer-Deutschland. Dabei hat er durchaus Sinn für die Historie und Pflege originalgetreuer Oldtimer.

Karl Geiger ist als Boss of Big Blocks mit eigener TV-Serie auf DMAX mittlerweile auch bei Nicht-US-Cars-Fans bekannt. Den ersten Kontakt mit einer Corvette wird der PS-Guru der deutschen Ami-Szene nie vergessen: "Das war eine 71er C3 mit LT1-Motor, in Blau. Die habe ich in Kisten gekauft." Das Fahrzeug war komplett in alle Einzelteile zerlegt. Ein Jahr hat es gedauert, bis es fahrfertig zusammengebaut war. Dann die erste Probefahrt: "Ich war total hin und weg von dem Motor. Dieses Drehmoment! Wahnsinn …" 1984 war das. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war es um den Schwarzwälder geschehen: Aus der eigenen Begeisterung für hubraum- und leistungsstarke Autos aus den USA wurde für ihn ein Geschäftsmodell als Händler. Zu einem äußerst erfolgreichen wohlgemerkt, denn heute verkauft Geigercars in München rund 800 Neuwagen pro Jahr, importiert aus den USA. Das Unternehmen ist offizieller Vertragspartner der Globale Marken Cadillac, Corvette, Hummer, Chevrolet und neuerdings auch Shelby. Aber auch für Oldtimer schlägt das Herz von Karl Geiger. Und eigentlich scheitert es allein an den Platzverhältnissen, dass er nicht mehr davon besitzt als nur eine Handvoll. Das und einige weitere Geheimnisse verrät er uns bei einem Besuch an seinem Stammsitz in der Zamdorfer Straße in München. Zur Begrüßung hat Karl Geiger in seinem zweistöckigen Showroom ein spannendes Oldie-Quintett arrangiert. Natürlich ist die Corvette vertreten, sogar zweimal. Daneben stehen zwei Pickups und ein Chevy Bel Air als Kombi, der verdächtig breit und tief über dem Boden kauert. Drumherum: Alles, was in Amerika derzeit acht Zylinder und ordentlich Dampf hat. Aktuelle Charger, Challenger, Camaro, Cadillac und Mustang, um nur einige zu nennen.

Vorstellung von Geigercars im Video:

 
 

Boss of Big Block Karl Geiger mit eigener Serie auf DMAX

Was viele nicht wissen: Karl Geiger ist trotzdem längst nicht ausschließlich auf Amis fixiert. "Ich habe alles gehabt", setzt er an und beginnt dann, seine Auto-Vita vor eingangs erwähntem Corvette-Erlebnis aufzuzählen: "Ente, Käfer, NSU TT, Fiat Abarth. Giulietta, Spider Rundheck, Spitfire. Auch mal eine Alpine, aber nur die A110, nie eine A310. Später kam ich auch mal auf die Countach-Schiene. Aber ich bin auch Aston Martin gefahren, DB6 und 7, und eine Weile einen Zweiliter-Dino. Da musste ich immer nach Maranello, um Ersatzteile zu holen." Gelernt hat der Boss of Big Blocks aber, Achtung, ganz bodenständig bei Mercedes. "Das war ein relativ kleiner Betrieb, deswegen mussten wir alles machen, Pkw, aber auch Lkw. So hab ich auch das Karosserie-Handwerk gelernt. Die Autos von damals sind heute Oldtimer: Strich-Acht, Pagode, 6.3er und die 123er." Spätestens, als er uns seine Corvette C2 zeigt, wird klar, dass Karl Geiger mehr als ein glühender Autofan ist. Er ist kreativer Macher und Könner, einer, der vor keinem Projekt und keinem automobilen Problem zurückschreckt, wenn er sich erst mal etwas in den Kopf gesetzt hat. Die 67er Corvette, vor der wir jetzt stehen, ist so ein Fall. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hat Geiger daran geschraubt, bis er endlich zufrieden war. Und als könnte er unser ungläubiges Stirnrunzeln im Rücken fühlen, fügt er hinzu: "Ja, da steckt schon ein Vermögen drin. Ein Mega-Projekt." Erst habe er seinen eigenen Corvette-Biturbo-Motor eingebaut. Aber der flog bald wieder raus. Zu wenig Power. Ein Dragster-Motor löste dieses Problem. Womit wir in der vierstelligen PS-Liga angekommen wären: "Den mussten wir von 1100 PS auf 700 entschärfen, das war einfach zu heftig." 

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Geiger möchte in Le Mans an den Start

Sein getunter Ford GT im Keller darf seine 1170 PS dagegen behalten. Spitze: angeblich 400 km/h. "Aber den können wir innerhalb von fünf Tagen wieder zurückrüsten", ergänzt Karl Geiger, und es wirkt ein bisschen wie ein Rechtfertigungs-Reflex. Also fragen wir später nach, wieder oben im Showroom, als der Boss of Big Blocks uns seine 58er Corvette C1 zeigt, natürlich nicht mehr im Originalzustand, sondern mit 420 PS aus 6,3 Litern Hubraum und mit Scheibenbremsen rundum: Ob er denn gar keine Skrupel habe, wertvolle Klassiker massiv umzubauen und auf Leistung zu trimmen? Für die Antwort muss Karl Geiger nicht lange überlegen. Die beiden umgebauten Corvette seien vom Zustand her nichts Besonderes mehr gewesen. Und wenn die originale Technik eh schlapp macht, spreche doch nichts gegen etwas Besseres. In solchen Fällen zählt für Karl Geiger nur das Ergebnis beim Fahren: "Da baue ich rein, was mir Spaß macht. Diese C1 kannst du richtig gut fahren, wenn du willst, auch schnell," schwärmt er. Apropos: Sein neuestes Projekt ist ein originalgetreu aufgebauter 65er Shelby GT350. Damit will er in Le Mans an den Start gehen ...

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