Alle Infos zum Bugatti Chiron

Bugatti Chiron (2016): Preis & Motor Exklusives Glasdach für den Chiron

von Sven Kötter 30.07.2018
Inhalt
  1. Preis Bugatti Chiron (2016): 2,86 Millionen Euro
  2. Bugatti Chiron (2016) mit W16-Motor: In 2,5 Sekunden auf 100 km/h
  3. Bugatti Chiron (2016) optional mit Sky-View-Glasdach

Der Bugatti Chiron (2016) ist mit einem Preis von 2,86 Millionen Euro der teuerste Seriensportwagen der Welt. Sein W16-Motor entwickelt 1500 PS, was für 420 km/h Höchstgeschwindigkeit reicht. Neu: Ein exklusives Glasdach. Alle Informationen!

Der Bugatti Chiron (2016), der zu einem Preis ab 2,86 Millionen Euro startet, ist ab sofort auch mit einem exklusiven Glasdach namens "Sky View" erhältlich. Die in Sandwich-Bauweise konstruierten Glasscheiben verfügen über vier Zwischenlagen, die Windgeräusche dämmen, die Privatsphäre der Insassen wahren und ungewünschte Strahlung filtert. Positiver Nebeneffekt: 2,7 Zentimeter mehr Kopffreiheit und keinerlei Einbußen bei der Steifigkeit. Das Fahrzeug bleibt ansonsten unangetastet, was bedeutet, dass man weiterhin das bisher stärkste und wohl für lange Zeit schnellste Serienauto der Welt fährt. Und als ob das noch nicht reichen würde, fiel bereits im September 2017 ein spektakulärer Rekord: Der 1500 PS starke Supersportler aus dem Elsass hat in nur 42 Sekunden (41,96) von Null auf 400 km/h beschleunigt und danach zurück auf Null gebremst. Bis dahin die weltweit schnellste für dieses Fahrmanöver erreichte und offiziell gemessene Zeit für ein Serienfahrzeug. Allerdings wurde der Rekord nur wenige Wochen später durch den Koenigsegg Agera RS eingestellt. Die 0-400-0-km/h-Fahrt laut Bugatti nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Straßenfahrzeuge, den man 2018 erreichen möchte. In der Zwischenzeit läuft die Serienproduktion der auf 500 Stück limitierten Modelle weiterhin auf Hochtouren. Dafür setzen 20 Mitarbeiter die Luxus-Karossen aus 1800 Einzelteilen in akribischer Handarbeit zusammen. Ein halbes Jahr dauert es auf diese Weise von Produktionsstart bis zum fertigen Bugatti Chiron (2016). Jeder der Wagen ist ein absolutes Einzelstück. Bei der Bestellung wählen die Kunden jede einzelne Komponente von den Lackfarben bis zu den Sicherheitsgurten aus und bestätigen die individuellen Wünsche mit ihrer Unterschrift. Mehr zum Thema: Der Bugatti Chiron von Lego Technic

Bugatti Chiron (2016) Geschwindigkeits-Weltrekord im Video:

 
 

Preis Bugatti Chiron (2016): 2,86 Millionen Euro

Doch das ist kein Wunder, denn der Bugatti Chiron (2016) ist für Sportwagen-Fans wie eine Offenbahrung: 1500 PS, 1600 Newtonmeter und eine Höchstgeschwindigkeit von 420 km/h machen ihn zum ultimativen Überflieger, der jeden anderen Sportwagen zum Spielzeugauto stempelt. "Aber weniger wäre des Nachfolgers des Veyron auch nicht würdig gewesen", sagt Ex-Firmenchef Wolfgang Dürheimer und spricht vom wahrscheinlich kürzesten Lastenheft der jüngeren Automobilgeschichte. Denn statt einen langen Forderungskatalog aufzustellen, hat er nur einen Satz hinein geschrieben: "Wir machen das Beste spürbar besser und bauen den leistungsstärksten, schnellsten, luxuriösesten und exklusivsten Serien-Supersportwagen der Welt." Am Grundrezept hat Bugatti beim Wechsel von Veyron auf Chiron nicht viel geändert. Es bleibt beim Carbon-Monocoque mit Aluminiumanbau, mit dem die Entwickler das Gewicht unter zwei Tonnen halten. Im Heck des Bugatti Chiron (2016) steckt nach wie vor der vierfach aufgeladene 16-Zylinder mit acht Litern Hubraum, und die Kraft wird wie bisher mit einer siebenstufigen Doppelkupplung sortiert und über alle vier Räder, nein: Walzen, auf die Straße gebracht. Doch haben die Ingenieure in Molsheim an jeder Stellschraube noch einmal gedreht und so die Leistung um 20 Prozent gesteigert, den cW-Wert gedrückt und das Tempo angehoben.

Fahrbericht Faszination Bugatti Chiron
Neuer Bugatti Chiron: Erste Testfahrt  

Noch beeindruckender geht gar nicht!

 

Bugatti Chiron (2016) mit W16-Motor: In 2,5 Sekunden auf 100 km/h

Trotz des Preises im Millionen-Bereich, hatte Dürheimer noch vor dem Marktstart schon von 300 Kunden eine Anzahlung für den Bugatti Chiron (2016) kassiert und war deshalb offenbar gut beraten, die Produktion des Coupés gegenüber dem Veyron von 300 auf 500 Exemplare aufzustocken – den sicher längst geplanten Roadster noch nicht mitgerechnet. Zwar will auch der Chiron der ultimative Gran Turismo bleiben, mit dem man vor der Oper genauso gut aufgehoben ist wie auf der Autobahn, einer sanft geschwungenen Küstenstraße oder einer Rennstrecke. Nicht umsonst wahrt er bei aller Brutalität einen Hauch jener Eleganz, die Bugattis wie den Altlantic zur Legende gemacht haben. Und nicht ohne Grund zelebriert er auch im spürbar entschlackten Innenraum wieder eine Orgie aus Lack und Leder und umschmeichelt die reichen Raser mit einem bei Sportwagen ungeahnten Luxus bis hin zum Soundsystem mit Diamantenstaub auf den Lautsprecher-Membranen und einem Globale Markenlogo aus massivem Silber. Doch hat nicht nur Designchef Achim Anscheidt das Biest im Bugatti Chiron (2016) betont, zum Beispiel mit dem messerscharfen Blick der schmalsten LED-Scheinwerfer der Welt oder dem martialischen Heck mit seinem 1,60 Meter breiten LED-Schwert an stelle der Rücklichter. Auch der technische Projektleiter Willi Netuschil hat dem Wagen noch mehr Dramatik einprogrammiert. So gibt es nun wie bei jedem schnöden VW verschiedene Fahrprofile, mit denen man mit einem Dreh am Lenkradschalter die Motorsteuerung, die Strategie der siebenstufigen Doppelkupplung, die Kraftverteilung des Allradantriebs, das Stabilitätsprogramm und das neuerdings adaptive Fahrwerk variieren kann. Wem es nicht reicht, dass der Bugatti Chiron (2016) in weniger als 2,5 Sekunden von 0 auf 100, in unter 6,5 Sekunden auf 200 km/h und in nicht einmal 14 Sekunden auf 300 km/h beschleunigen kann und wem ein Spitzentempo von 420 km/h nicht Nervenkitzel genug sind, der kann deshalb auf Knopfdruck sogar driften.

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Bugatti Chiron (2016) optional mit Sky-View-Glasdach

Größer als die Faszination für die Fahrleistungen ist aber womöglich die Überraschung, dass es den Bugatti Chiron (2016) überhaupt noch gibt. Erstens war der Vorgänger angeblich ein Millionengrab und zweitens haben viele spätestens nach der Abgas-Affäre befürchtet, dass der Bolide beim großen Aufräumen in Wolfsburg begraben wird. Diese Angst gab es auch in Molsheim, muss Dürheimer einräumen. Aber sie war offenbar unbegründet. Als das Dieselgate publik wurde, war der Bugatti Chiron (2016) auf der Zielgeraden, das Entwicklungsbudget weitgehend ausgegeben und die ersten Kunden hatten bereits ihre Anzahlungen geleistet. Da zieht niemand mehr die Reißleine. Erst recht nicht, wenn es diesmal nicht nur ums Prestige geht, sondern auch um den Profit. Denn Dürheimer ist mit dem Chiron nicht nur angetreten, "um das spektakulärste Auto der Welt zu bauen, sondern auch um damit Geld zu verdienen." Seit Anfang 2018 führt Stephan Winkelmann die Geschäfte Dürheimers als Bugatti-Chef fort und wird die erfolgreiche Geschichte des Bugatti Chiron (2016) weiter fortschreiben.

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