Elektroauto als Dienstwagen (Steuervorteil) E-Dienstwagen zum halben Steuersatz

von Alexander Koch 15.11.2018
Inhalt
  1. Dienstwagensteuer halbiert: Steuervorteil für Elektroauto
  2. Welche Entwicklungen ist durch den Steuervorteil zu erwarten?
  3. Pivatkäufer: Welche Vorteile hat die Förderung?
  4. Kritik am Steuervorteil für E-Autos als Dienstwagen?

Wer ein Elektroauto als Dienstwagen auch privat nutzt, profitiert von einer milliardenschweren Förderung der Bundesregierung. Für E-Autos wird der Steuersatz für den geldwerten Vorteil ab Januar 2019 halbiert. Das sind die Voraussetzungen!

Wer ein Elektroauto als Dienstwagen auch privat nutzt, sollte bis zum Jahreswechsel 2018/2019 warten. Die Bundesregierung beschloss im August 2018 nämlich eine milliardenschwere Förderung. Mit der möchte das Kabinett die weiterhin schleppende Nachfrage bei E-Autos ankurbeln. Aktuell muss ein Arbeitnehmer, der seinen Dienstfahrzeug privat nutzt, monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Künftig soll es für Elektro- und Hybridfahrzeuge einen halbierten Satz von 0,5 Prozent geben. Diese soll für Autos mit E-und Hybridantrieb gelten, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden, also in einem Zeitraum von drei Jahren. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ist davon überzeugt, dass der Steuervorteil für Elektroautos als Dienstwagen einen Schub bei der Elektromobilität bedeuten kann. Auf diese Weise etabliere sich ein reger Gebrauchtwagenmarkt und E-Autos würden "preiswerter und für eine breite Kundengruppe interessanter". Mehr zum Thema: Kaufprämie für Elektro- und Hybridautos

 

Dienstwagensteuer halbiert: Steuervorteil für Elektroauto

Der Grund für die Idee, Elektroautos als Dienstwagen steuerlich zu fördern, ist dem geringe Anteil von Elektroautos geschuldet. Zwar sind die Neuzulassungen von E-Autos zuletzt gestiegen, die zugehörige Kaufprämie hat aber nicht den erhofften Effekt erzielt. Die rasante Entwicklung im Bereich der Elektromobilität spiegelt sich auf deutschen Straßen noch immer nicht wider. Firmen und Privatpersonen setzen nach wie vor auf Autos mit Verbrennungsmotor, was vor allem den hohen Anschaffungskosten der Stromer geschuldet ist. Dem versucht die die Bundesregierung mit dem Gesetzesentwurf für einen Steuervorteil für Elektroautos als Dienstwagen entgegenzuwirken.

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Welche Entwicklungen ist durch den Steuervorteil zu erwarten?

Eine derartige Gesetzesänderung fördert zunächst das Gesamtbild der Elektromobilität. Laut Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Uni Duisburg machen Dienstwagen in Deutschland einen Anteil von zwanzig Prozent aus. Ersetze man alle Fahrzeuge durch Elektroautos, "hätten wir auf einen Schlag 60.000 Elektroautos im Jahr". So wachse die absolute Zahl der E-Autos auf unseren Straßen und gleichzeitig würde Druck auf die Autoindustrie ausgeübt, die Ladeinfrastruktur zu verbessern. Mehr zum Thema: E-Ladesäulen im Test

 

Pivatkäufer: Welche Vorteile hat die Förderung?

Für Arbeitnehmer, die keinen Dienstwagen fahren, dürfte sich die milliardenschwere Förderung trotzdem auszahlen: Da Dienstwagen meist nach ein paar Jahren auf dem Privatmarkt weiterverkauft werden, dürfte der Anteil gebrauchter Elektroautos am Markt steigen und die Preise sinken.

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Kritik am Steuervorteil für E-Autos als Dienstwagen?

Die Initiative der Bundesregierung, Elektroautos als Dienstwage steuerlich zu fördern, stößt auch auf Kritik. So argumentieren die Grünen, dass die geplante Förderung nicht weit genug gehe. Der ermäßigte Steuersatz solle nicht nur für elektronische Dienstwagen gelten, sondern auch für Fahrräder und E-Bikes, "um die klimafreundliche und kostengünstigere Alternativen" zu unterstützen. Ökologische Kriterien spielen auch für den Verkehrsclub Deutschland eine Rolle. Da die Batterie, der im Gesetzesentwurf erwähnten Hybridautos nur für kurze Strecken reicht, und diese daher schnell den zusätzlichen Sprittank nutzen, sieht der verkehrspolitische Sprecher des VCD Gerd Lottsiepen einen Nachteil für die Umwelt. Die Steuervergünstigungen sollten E-Autos gegenüber Hybridfahrzeuge bevorzugen, fordert er. Umweltverbände sprachen deshalb auch von einem Geschenk für Fahrer von Luxusautos, weil der Steuervorteil vor allem für schwere und umweltschädliche Hybridfahrzeuge gelte. Mehr zum Thema: Kommt die europäische E-Auto-Quote?

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