Elektroauto kaufen & Preise: Wichtige Tipps! Darauf beim E-Auto-Kauf achten

von Lena Reuß 16.11.2018
Inhalt
  1. Elektroauto kaufen: Wichtige Antworten & die Preise
  2. Wo kann man das Auto laden?
  3. Elektroauto-Batterie kaufen oder mieten?
  4. Was ist bei der Reichweite zu beachten?
  5. E-Auto kaufen: Wie hoch sind die Kosten?
  6. Wie wartungsanfällig sind E-Autos?
  7. Welche Boni gibt es beim Kauf eines Elektroautos?
  8. Welche Sonderrechte haben E-Autos?
  9. Wie umweltfreundlich sind Elektroautos wirklich?
  10. Preise und Reichweiten der beliebtesten Elektroautos*

Immer mehr Autofahrer möchten ein Elektroauto kaufen bzw. sich über die Preise und die Reichweiten informieren. Wir beantworten die wichtigen Fragen, die sich jeder E-Auto-Käufer im Vorfeld unbedingt machen sollte.

Egal ob Unternehmer, Familienvater oder Umweltaktivist – viele Autofahrer denken darüber nach ein Elektroauto zu kaufen. Sei es aus schlechtem Gewissen der Umwelt gegenüber oder der Angst vor drohenden Fahrverboten, aktuell läuft die Debatte um Elektroautos so aktiv wie nie. Trotz der vergleichsweise hohen Neupreise waren Anfang 2017 in Deutschland bereits 55.000 Elektrofahrzeuge gemeldet, Tendenz steigend. Das Elektroauto gilt als die Alternative zum Verbrennungsmotor. Und das überzeugt viele Autofahrer: Laut einer forsa-Umfrage ist hierzulande mittlerweile jeder vierte Autobesitzer (24 Prozent) dazu bereit auf ein Elektroauto umzusteigen. In anderen EU-Ländern, wie zum Beispiel Norwergen, ist das Elektroauto auf dem besten Weg die Verbrenner komplett abzulösen. Hier raten die Behörden in der Hauptstadt Oslo mittlerweile sogar von einem E-Auto-Kauf ab, da die Ämter nicht mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur hinterherkommen. In Deutschland forcieren Politik und Autohersteller die Mobilität aus der Steckdose nach wie vor stark. So gibt es für Elektroauto-Interessenten viele Kaufanreize, die den Umstieg auf den Stromer schmackhaft machen – sei es die staatliche E-Auto-Prämie oder ein vom Autobauer zusätzlich gewährter Umweltbonus. Auch Steuervorteile beim Laden am Arbeitsplatz sowie das Entfallen der Kfz-Steuer sollen potenzielle Elektroauto-Käufer überzeugen und vom hohen Neupreis der Wagen ablenken. Doch bei all dem Hype um das emissionsfreie Fahren, müssen sich Autofahrer, die ein Elektroauto kaufen wollen, vorab intensiv damit beschäftigen. Mehr zum Thema: Diese 159 Autos werden mit E-Auto-Kaufprämie gefördert

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Elektroauto kaufen: Wichtige Antworten & die Preise

Wichtig ist es sich vor dem Kauf eines Elektroautos über die eigenen Ansprüche im Klaren zu sein. Die eigene Lebenssituation ist ausschlaggebend, ob das E-Auto zum Erfolg oder zum Flop wird: Wie viele Personen werden das Auto nutzen? Welche Strecken müssen mit dem Wagen bewältigt werden? Wie oft wird der Wagen genutzt? All das sind Faktoren, die in die Kaufentscheidung zu einem Elektroauto miteinspielen müssen. Denn Elektroauto ist eben nicht gleich Elektroauto. Mittlerweile gibt es auch bei E-Mobilen eine große Vielfalt, die eine Antwort auf nahezu jedes Bedürfnis liefern will. Doch bei all der Umweltfreundlichkeit, Geräuschlosigkeit und Fortschrittlichkeit lassen sich die Nachteile der Stromer, die ebenfalls in die Kaufentscheidung miteinspielen, nicht leugnen. Die Hersteller arbeiten zwar auf Hochtouren daran die E-Autos mit Schnelllade-Modi auszustatten und die Akkus aufzurüsten, trotzdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Elektroauto über weniger Reichweite als ein Auto mit Verbrennungsmotor verfügt. Und auch das Aufladen des Akkus dauert etwas länger, als ein normaler Tankvorgang. Für Langstrecken sind Elektroautos daher nach wie vor nur bedingt geeignet. Doch für Kurzstrecken und besonders das tägliche Pendeln zur Arbeit sind die batteriebetriebenen Wagen nahezu prädestiniert. Für den Alltagsbetrieb sind die Kapazitäten der Elektroautos in der Regel sogar mehr als ausreichend. Um die Reichweite von Elektroautos zu erhöhen werden einige Elektroautos, wie zum Beispiel der BMW i3, auch mit einem sogenannten Range Extender angeboten. Das sind kleine Motoren oder Generatoren, die mit Kraftstoff, manchmal auch mit Gas betrieben werden und den Akku während der Fahrt nachladen. Die wichtigsten Fragen, die Elektroauto-Käufer beschäftigen, haben wir hier beantwortet:

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Wo kann man das Auto laden?

Bevor man ein Elektroauto kauft, sollte man sich vor allem mit der Ladeinfrastruktur in der Umgebung beschäftigen. Bietet der Arbeitgeber Ladeplätze an? Wie kann man das Auto zuhause laden? Mieter haben es hier deutlich schwerer als Eigentümer. Wer seine eigenen vier Wände hat, kann eine Wallbox installieren. Sie liefert eine höhere Spannung und Stromstärke als übliche Steckdosen, sodass Elektroautos in kurzer Zeit geladen werden können. Die Kosten für die Installation liegen bei 1000 bis 3000 Euro. Natürlich kann man das E-Auto auch an der Haushalssteckdose aufladen, der Vorgang nimmt dann allerdings bis zu 14 Stunden in Anspruch. Außerdem sollte man vorher klären, ob die Anschlüsse für eine so hohe Belastung ausgelegt sind. Gerade in Altbauten mit veralteten Stromnetzen kann es zu Kurzschlüssen und schlimmstenfalls sogar zu einem Brand kommen. Für unterwegs wird das Netz an E-Tankstellen in der Bundesrepublik stetig ausgebaut. Hier werden meist besonders effektive Stationen angeboten, die das Auto in unter einer Stunde aufladen.

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Elektroauto-Batterie kaufen oder mieten?

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Elektroauto zu kaufen, steht früher oder später auch vor der Akku-Frage: Werden Auto und Akku zusammen gekauft oder soll der Akku nur vom Hersteller gemietet werden? Beim Kauf des Autos mit Akku wird der Kaufpreis natürlich um einiges teurer. Dafür fallen die monatlichen Fixkosten für die Batterie weg. Bei guter Pflege kann der Akku bis zu zehn Jahre lang halten. Wichtig ist auf die Herstellergarantien zu achten, denn manche schließen zum Beispiel das bidirektionale Laden aus. Das bedeutet, dass das E-Auto an der heimischen Steckdose als Stromspeicher zum Beispiel für Solarenergie genutzt wird. Bei der gemieteten oder geleasten Batterie wird ein monatlicher Betrag fällig. Der Mietpreis orientiert sich an der jährlichen Fahrleistung. Dafür wird sie im Falle eines Defekts aber kostenfrei ersetzt. Wichtig: Vorab sollte man sich bei seiner Kfz-Versicherung informieren, ob sie Schäden an dem geleasten Akku abdeckt.

 

Was ist bei der Reichweite zu beachten?

Die Reichweiten der Elektroautos sind je nach Hersteller und Batteriekapazität unterschiedlich. Beim Kauf eines Elektroautos sollte man sich jedoch nicht von den Herstellerangaben verführen lassen, denn viele Reichweiten sind noch im NEFZ Testfahrzyklus berechnet worden und liegen damit über der Distanz, die im Alltagsbetrieb realistisch ist. Man sollte sich also vorab nach der Reichweite unter Realbedingungen erkundigen, wenn die Autobauer sie nicht von sich aus angeben. Außerdem ist es ratsam etwa ein Drittel der Reichweite als Puffer einzurechnen. Denn mit jedem Ladevorgang altert der Akku und verliert an Kapazität. Wer also jeden Tag einen Arbeitsweg von zweimal 35 Kilometern zurücklegt, sollte einen Wagen mit mindestens 105 Kilometern Reichweite oder mehr kaufen. Dann ist der Weg zur Arbeit auch im Winter und nach mehreren Jahren ohne Probleme zu fahren.

 

E-Auto kaufen: Wie hoch sind die Kosten?

Viele Autofahrer, die ein Elektroauto kaufen wollen, werden von den im Schnitt ziemlich hohen Preisen abgeschreckt. Doch auf lange Sicht kann sich das E-Auto durch die Ersparnis beim Kraftstoff bezahlt machen – zumindest wenn man viel fährt und zum Beispiel am Arbeitsplatz vom kostenfreien laden profitiert. Der Strom ist nämlich wesentlich günstiger als Benzin oder Diesel an der Tankstelle. Hinzu kommt, dass Elektroautos extrem wartungsarm sind, da sie ohne die Verschleißteile des Verbrennungsmotors auskommen. Einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule Nürtingen-Geislingen zufolge sparen Elektroauto-Besitzer allein bei den Kosten für Inspektionen in acht Jahren rund 1300 Euro im Vergleich zu einem Kleinwagen mit Verbrennungsmotor. Ein Kostenfaktor, der sich aktuell noch nicht eindeutig abschätzen lässt, ist jedoch der Wertverlust. Momentan zeigen sich E-Autos am Markt allerdings recht wertstabil. Nach drei Jahren halten die meisten Elektroautos ihren Wert bei etwa 45 Prozent. Durch den hohen Neupreis ist der absolute Wertverlust aber vergleichsweise hoch. Insgesamt ist ein Elektroauto im Vergleich zum gleichen Modell mit Verbrennungsmotor allein finanziell nicht lohnenswert. Die E-Autos gleichen den hohen Kaufpreis in ihrem Lebenszyklus allenfalls aus. Der ADAC hat die Betriebskosten einiger Elektroautos gegen die Modelle mit Verbrennungsmotoren abgewägt. Beim Kilometerpreis konnten immerhin zwei Modelle die Benziner unterbieten: die Mercedes B-Klasse 250 e mit -3,6 Cent/Kilometer gegenüber dem Benziner und der Kia Soul EV mit -0,9 Cent/Kilometer gegenüber dem Diesel und -0,6 Cent/Kilometer gegenüber dem Benziner. Viele weitere der getesteten Modelle überstiegen die Kosten sogar um vier bis zehn Cent. Der BMW i3 ist zum Beispiel 7,4 Cent/Kilometer teurer und der VW e-Golf etwa 4,9 Cent/Kilometer teurer als der jeweilige Benziner. ()

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Wie wartungsanfällig sind E-Autos?

Anders als beim Verbrennungsmotor gibt es beim Elektroauto kaum Verschleißteile. Man spart sich also Kosten für Öl-, Filter- oder Zündkerzenwechsel. Trotzdem empfiehlt sich einmal jährlich die Inspektion beim Hersteller. Die Wartungskosten für die Inspektion fallen aber durch den Wegfall der Verschleißteile etwa um ein Drittel geringer aus als bei Verbrennungsmotoren. Auch größere Ausgaben wie ein Zahnriemenwechsel oder eine neue Kupplung fallen weg, Bremsbeläge verschleißen deutlich langsamer. Ein großer Faktor, der jedoch früher oder später ins Gewicht fällt, ist der Akku. Mit der Zeit entladen sich die Akkus schneller und die Reichweite nimmt ab. Ein Kapazitätsverlust von 10-40 Prozent über acht Jahre ist durchaus normal und gehört zum Alterungsprozess der Lithium-Ionen-Akkus, die in der Regel zum Einsatz kommen. Selbst bei guter Pflege ist eine längere Haltbarkeit als zehn Jahre unwahrscheinlich. Trotzdem rechnen Viele Hersteller wie zum Beispiel BMW oder Toyota bei einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern sogar mit einer Haltbarkeit von 15 Jahren.

 

Welche Boni gibt es beim Kauf eines Elektroautos?

Käufer von Elektroautos profitieren aktuell noch von vielen Prämien. Zum einen gibt es die staatliche E-Auto-Kaufprämie, die bei reinen Elektroautos einen Vorteil von 4000 Euro bringt. Davon steuern jeweils Staat und Hersteller die Hälfte bei (Alle Informationen hier). Einige Autobauer bieten zusätzlich zur staatlichen Prämie einen eigenen Umweltbonus. Bedingung dafür ist in der Regel die Verschrottung oder Inzahlungnahme eines Dieselautos der Euro-4-Norm oder schlechter, manche akzeptieren jedoch auch Benziner (Alle Informationen hier). Die individuellen Prämien haben unterschiedliche Laufzeiten, sodass es sich lohnt vorab Angebote einzuholen und sich bei den Händlern über mögliche Boni und Rabatte zu informieren.

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Welche Sonderrechte haben E-Autos?

Allen voran genießen Elektroautos steuerliche Vorteile. Sie sind für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Und wer vom Arbeitgeber die Möglichkeit bekommt, sein Auto zu laden, muss dies nicht mehr als geldwerten Vorteil angeben und spart hier ebenfalls Steuern. Auf vielen Parkplätzen und in Parkhäusern werden E-Autos außerdem Rabatte auf die Parktarife gewährt. Viele öffentliche Parkplätze bieten zusätzlich Flächen, die ausschließlich Stromern vorbehalten sind und oft mit Ladesäulen ausgestattet sind. Aber Vorsicht: Manchmal steht dort ein Hinweisschild "Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs frei". In diesem Fall darf man das Auto nur abstellen, wenn es tatsächlich lädt. Andernfalls riskiert man ein Bußgeld.

 

Wie umweltfreundlich sind Elektroautos wirklich?

Die Umweltfreundlichkeit ist für die meisten Autofahrer der Hauptgrund auf ein Elektroauto umzusteigen. Dabei gilt neben dem Fertigungsprozess vor allem der Akku als Umweltsünder, da seine Herstellung mit einem großen Energieaufwand verbunden ist. Beim Betrieb der Elektroautos kann der Besitzer aber selbst etwas für die Umweltfreundlichkeit tun und den Strom aus regenerativen Quellen beziehen. Dafür lässt sich ganz einfach ein Öko-Tarif beim Stromanbieter buchen. Mit umweltfreundlichem Strom steht die Umweltbilanz des Elektroautos über seine Lebensdauer gesehen dann wesentlich besser da als ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor.

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Preise und Reichweiten der beliebtesten Elektroautos*

ElektroautoPreisReichweite lt. HerstellerWeitere Infos
BMW i3 94 Ahab 37.550 Euroca. 200 kmBMW i3
BMW i3 94 Ah + Range Extenderab 42.150 Euroca. 350 kmBMW i3
BMW 330eab 43.500 Euroca. 40 kmBMW 330e
Citroën C-Zeroab 21.800 Euroca. 150 kmCitroën C-Zero
Citroën E-Mehariab 27.000 Euroca. 150 kmCitroën E-Mehari
Ford Focus Electricab 34.900 Euroca. 225 kmFord Focus Electric
Hyundai Ioniqab 23.900 Euroca. 280 kmHyundai Ioniq
Kia Soul EVab 28.890 Euroca. 250 kmKia Soul EV
Mercedes B-Klasse Electric Driveab 39.151 Euroca. 200 kmMercedes B-Klasse ED
Nissan Leafab 31.950 Euroca. 380 kmNissan Leaf
Opel Ampera-eab 34.950 Euroca. 500 kmOpel Ampera-e
Renault Twizyab 7980 Euroca. 120 kmRenault Twizy
Renault Zoeab 21.700 Euroca. 210 kmRenault Zoe
smart Electric Driveab 21.940 Euroca. 160 kmsmart ED
Tesla Model Sab 67.970 Euroca. 480 kmTesla Model S
Tesla Model Xab 91.250 Euroca. 400 kmTesla Model X
VW e-Golfab 35.900 Euroca. 300 kmVW e-Golf

*Bei den aufgelisteten Modellen handelt es sich jeweils um die Einstiegsvarianten. Für manche Elektroautos (bspw. Renault Zoe, Tesla Model S) sind größere Akkus verfügbar, die ggf. eine höhere Reichweite ermöglichen.

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