Falsch getankt (Benzin/Diesel): Was tun? (Tipps!) Das tun bei Falschbetankung

von AUTO ZEITUNG 13.12.2018
Inhalt
  1. Falsch getankt (Super statt Diesel): Motor nicht starten!
  2. Benzin in Diesel: Fehlbetankung passiert selten
  3. E10 statt Super (E5): Diese Tipps beachten!
  4. Falsch getankt: Versicherung übernimmt nicht den Schaden

Falsch und daher Super beziehungsweise Benzin in den Diesel oder andersherum getankt? Vorsicht: Bei modernen Motoren droht ein Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Was also tun? Wir haben die Tipps!

Verträumt greift ein Autofahrer versehentlich zum falschen Zapfhahn – und tankt Super oder Benzin statt Diesel, Diesel statt Super/Benzin oder E10 statt Super. In diesem Fall gilt grundsätzlich: Im Zweifel das Auto besser stehen lassen. "Am besten ist es, wenn der Motor nicht angelassen und der Tank sofort abgepumpt wird", sagt Carsten Graf, Technikexperte beim ADAC. Wir erklären die Hintergründe!

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Falsch getankt (Super statt Diesel): Motor nicht starten!

Dieselmotoren reagieren empfindlich auf Super. Wenn Autofahrer nach einer falschen Betankung den Motor also trotzdem starten, muss in der Regel das gesamte Einspritzsystem inklusive Hochdruckpumpe, Injektoren, Kraftstoffleitung und Tank ausgetauscht werden. Die Reparatur kann laut ADAC mehrere tausend Euro kosten. Wenn der Motor aber aus bleibt, kann es genügen, den Tank abzusaugen. Ältere Dieselfahrzeuge mit Wirbel- oder Vorkammereinspritzung halten zwar wenige Liter Super bei der Fahrt aus, pures Benzin sollte allerdings auch hier nicht verbrannt werden. Bei neuen Modellen mit Common-Rail- und Pumpe-Düse-Triebwerken seit dem Jahr 2000 sollten Autofahrer den Motor nach einer falschen Betankung auf keinen Fall starten. Wenn der Wagen läuft, wischt Benzin den in Diesel-Fahrzeugen notwendigen Schmierfilm ab.

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Benzin in Diesel: Fehlbetankung passiert selten

Seltener passiert Autofahrern von Benzin-Fahrzeugen ein Malheur an der Zapfsäule. Der Grund ist einfach: Diesel-Zapfpistolen sind breiter als die Einfüllstutzen der Benziner. In die wenigsten Autos kann also Diesel getankt werden. Wer den Benzin-Tank trotzdem versehentlich mit Diesel befüllt, sollte auch hier den Wagen besser abstellen. Als erstes nämlich geht der Katalysator kaputt, größere Mengen können auch Schäden an der Einspritzanlage zur Folge haben. Daher raten Experten, das falsch getankte Diesel-Super-Gemisch absaugen. 

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E10 statt Super (E5): Diese Tipps beachten!

Meist ist eine einmalige Fehlbetankung mit E10 statt E5 unbedenklich. Nach Einschätzung des ADAC kann es in vielen Fällen genügen, den Tank mit Super Plus aufzufüllen. Es gibt aber auch Ausnahmen: Viele Autos vor dem Baujahr 2000 und die ersten Benzindirekteinspritzer – beispielsweise die FSI-Motoren aus dem VW-Konzern – sollten kein E10 tanken. Wer sich nach einer Falschbetankung unsicher ist, kann sich bei der DAT informieren, ob das eigene Auto für E10 freigegeben ist. Mehr zum Thema:

 

Falsch getankt: Versicherung übernimmt nicht den Schaden

Verschuldet ein Autofahrer die Falschbetankung selbst, muss er auch für den Schaden aufkommen. Steuerlich absetzbar sind die Reparaturkosten nicht, zumindest nicht als Werbungskosten. Ein entsprechendes Urteil hat der Bundesfinanzhof in München gefällt (Az.: VI R 29/13). Im konkreten Fall musste ein Autofahrer 4200 Euro aus eigener Tasche bezahlen, nachdem er sein Fahrzeug versehentlich mit Benzin betankte.

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