Fiat Chrysler: FCA-Fusion mit Renault FCA zieht Fusionsangebot zurück

von Alexander Koch 06.06.2019
Inhalt
  1. Juni 2019: Keine FCA-Fusion mit Renault – dafür Kooperation?
  2. Juli 2018: Manley übernimmt Fiat Chrysler (FCA) von Sergio Marchionne
  3. August 2017: FCA kooperiert mit BMW & Intel bei Autonomem Fahren
  4. August 2017: Gerüchte um FCA-Globale Markenverkauf (Jeep, Alfa Romeo, Maserati)

Eine Fusion von Fiat Chrysler und Renault (Juni 2019) ist vom Tisch: Die politischen Voraussetzungen für solch eine Zusammenarbeit seien in Frankreich derzeit nicht gegeben, teilte der italienische-amerikanische Autobauer mit. Eine Kooperation ist hingegen noch möglich. Dieser Artikel wurde am 06.06.2019 aktualisiert!

Fiat Chrysler FCA) hat sein Fusionsangebot an Renault zurückgezogen. Mit der Begründung, dass die politischen Voraussetzungen in Frankreich für solch einen Zusammenschluss nicht gegeben seien. Der FCA sei aber weiterhin davon überzeugt, dass solch eine Fusion für beide Seiten Vorteile bringen würde. Derweil hatte der Verwaltungsrat von Renault noch keine Entscheidung in der Sache treffen können, da Vertreter der französischen Regierung eine Verschiebung beantragt hatten. Gemeinsam hätten die Unternehmen auf einen Schlag zum weltweit drittgrößten Autokonzern aufsteigen können. Vorgesehen war ein 50/50-Zusammenschluss. "Der vorgeschlagene Zusammenschluss würde einen globalen Autohersteller schaffen, herausragend in Bezug auf Umsatz, Volumen, Rentabilität und Technologie sowie von Vorteil für die Anteilseigner der Unternehmen", hatte Fiat Chrysler ursprünglich mitgeteilt. Der französische Hersteller Renault ist mit Nissan und Mitsubishi in einer Allianz verbunden. FCA führt unter anderem die Globale Marken Alfa Romeo, Fiat, Chrysler, Dodge, Jeep oder Maserati. Im Falle einer Fusion von Fiat Chrysler mit Renault wären die Autobauer gemeinsam auf 8,7 Millionen Autos im Jahr gekommen. Nun steht zumindest noch eine Kooperation der beiden Autobauer im Raume, die aber nicht die gleichen Synergie-Effekte mit sich zöge wie eine Fusion.

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Juni 2019: Keine FCA-Fusion mit Renault – dafür Kooperation?

Michel Manley übernahm nach dem Tod des FCA-Chefs Sergio Marchionne die Führung von Fiat Chrysler Das steht in Einklang mit der Strategie für die kommenden fünf Jahre, die Marchionne erst Anfang Juni 2018 vorgestellt hatte. Der Brite gehört seit vielen Jahren zum Top-Management des Autobauers. Der Übergangsprozess an der Spitze des Unternehmens war bereits eingeleitet worden, da sich Marchionne 2019 von dem Posten verabschieden wollte. Dieser gab bei der Präsentation des neuen Fünfjahresplans auch bekannt, dass FCA ab Ende Juni 2018 schuldenfrei sei. "Es ist ein wichtiger Meilenstein im Heilungsprozess der strukturellen Schwächen, die uns über zu viele Jahre belastet haben", sagte der 65-Jährige zu diesem Anlass. Nun, da FCA schuldenfrei wird, werde sich die Wahrnehmung des Konzerns fundamental verändern, versprach der verstorbene Fiat-Chef. Der neue Plan setzt insbesondere auf die Globale Marken Jeep, Alfa Romeo, Maserati und Ram, die Bedeutung der Kernmarke Fiat dürfte hingegen weiter abnehmen. Fiat Chrysler (FCA) möchte künftig auf Elektroautos und autonomes Fahren setzen.

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Juli 2018: Manley übernimmt Fiat Chrysler (FCA) von Sergio Marchionne

Der langjährige Chef der Autobauer Fiat Chrysler und Ferrari, Sergio Marchionne, ist tot. Das teilte Fiat am Mittwoch, 25. Juli 2018, mit. "Leider ist das, was wir befürchtet haben, eingetreten. Sergio Marchionne, ein Mann und Freund, ist fort", wird Fiat- und Ferrari-Präsident John Elkann zitiert. Nach unerwarteten Komplikationen bei einer Operation im Juni 2018 in Zürich hatte sich der Zustand des Managers so stark verschlechtert, dass er seine Arbeit als Fiat-Chef sowie als Präsident und Vorstandschef von Ferrari nicht wieder aufnehmen konnte. In der zugehörigen Dringlichkeitssitzungen der Aufsichtsräte am Samstag, 21. Juli 2018, wurde der bisherige Jeep-Chef Mike Manley bereits zur neuen Spitze von FCA gemacht. Zum Ferrari-Vorstandschef ernannte der Aufsichtsrat Louis C. Camilleri, der zuvor unter anderem leitende Positionen beim Tabakmulti Philip Morris innehatte. Neuer Formel-1-Chef ist Fiat-Präsident John Elkann. Sergio Marchionne war 2004 an die Fiat-Spitze gerückt, als das Unternehmen kurz vor der Pleite stand. Zehn Jahre später fädelte er die Übernahme des ebenfalls schwer angeschlagenen US-Rivalen Chrysler ein. Seit der Fusion im Herbst 2014 stieg der Wert der FCA-Aktie um fast 350 Prozent – und damit so stark wie bei keinem anderen Unternehmen aus der Branche.

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August 2017: FCA kooperiert mit BMW & Intel bei Autonomem Fahren

Mit Fiat Chrysler Automobiles (FCA) hat sich ein zweiter Automobilhersteller der Allianz um BMW und Intel für die Entwicklung des autonomen Fahrens angeschlossen. Wie der Chip-Hersteller Intel mitteilte, sei eine entsprechende Absichtserklärung am 16. August 2017 unterzeichnet worden. Zu Beginn der gemeinsamen Arbeit wollten die Partner unter anderem gemeinsame Entwickler-Teams innerhalb und außerhalb Deutschlands zusammenzustellen, deren Ziel es sei, die jeweiligen Stärken und Ressourcen zu bündeln, um die Technologie des autonome Fahrens effektiv voranzutreiben. Außerdem wollten die Autokonzerne durch ihre Kooperation die anstehenden Investitionen in Milliardenhöhe auf mehrere Schultern verteilen. Um die Förderung des technischen Fortschritts rentabel zu gestalten, verfolgen die großen Hersteller das Ziel, die gemeinsam entwickelte Technologie in möglichst vielen Autos zum Einsatz zu bringen. So erschließt sich die von BMW initiierte Allianz mit FCA einen wichtigen Zugang zum US-Markt und zu den Globale Marken Fiat, Alfa Romeo, Dodge oder Jeep. Schon im Juli 2016 hatten sich BMW, Intel und Mobileye zusammengetan, um eine technologische Plattform für hoch- und vollautomatisiertes Fahren zu entwickeln, die auch anderen Autoherstellern zur Verfügung stehen soll. Auch der Zulieferer Conti hat sich inzwischen der Kooperation angeschlossen. Intel ist derzeit im Begriff, Mobileye, einen israelischen Hersteller von Fahrassistenzsystemen, für umgerechnet 13,7 Milliarden Euro zu schlucken.

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August 2017: Gerüchte um FCA-Globale Markenverkauf (Jeep, Alfa Romeo, Maserati)

Gerüchten im August 2017 zufolge plante der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler Automobiles (FCA) die Aufgliederung seines Unternehmens und damit den Verkauf der Globale Marken Jeep, Alfa Romeo und Maserati. Im April 2017 erklärte FCA-Chef Sergio Marchionne, dass die Marke Jeep stark genug sei, um unabhängig zu bestehen. Daraufhin zeigte der Präsident der Great Wall Motor, Wang Fengyjang, im August 2017 großes Interesse, die Offroad-Marke übernehmen zu wollen. Doch mit diesen Spekulationen räumt Marchionne auf der Detroit Auto Show 2018 auf und stellt klar, dass es keinerlei Pläne gebe, die Fiat Chrysler Automobiles zu zergliedern. Ein möglicher Verkauf von Jeep an den chinesischen Partner GAC finde nicht statt, so Marchionne weiter. FCA sehe in der GAC einen sehr guten Partner, den sie hinsichtlich ihrer Pläne, in die USA zu kommen, auch unterstützen möchten, jedoch solle nichts davon Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der FCA-Familie haben.

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