Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teams, Termine Formel 1 zu Gast in Singapur

von AUTO ZEITUNG 20.09.2019
Inhalt
  1. Formel 1 2019 zu Gast in Singapur
  2. Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung
  3. Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019
  4. Welche Teams und Autobauer sind dabei?
  5. Wo fährt die Formel 1?
  6. Termine & Strecken der Formel 1 2019
  7. Wie funktioniert die Formel 1?
  8. Wo ist die Formel 1 zu sehen?
  9. Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019
  10. Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus
  11. Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Charles Leclerc bestätigt seinen und Ferraris Aufwärtstrend und gewinnt mit dem Großen Preis von Italien in Monza den zweiten GP hintereinander. Der nächste Lauf startet am 22. September zum Großen Preis von Singapur. Alle Hintergründe und Informationen zum WM-Stand 2019, den Punkten, Teams und Terminen gibt es hier!

Vor dem Großen Preis von Singapur am 22. September 2019 dürfte Charles Leclerc mit dem Sieg in Monza seinem Teamkollegen Sebastian Vettel den Rang als Ferrari-Nummer-1 endgültig abgelaufen haben. Der Monegasse gewann mit dem Lauf in Monza den zweiten GP nacheinander und zeigt zu einem späten Zeitpunkt der Saison doch noch, welches Potential dem roten Renner innewohnt. Während Leclerc einen Start-Ziel-Sieg vor dem druckmachenden Mercedes-Piloten Bottas und den drittplatzierten Hamilton über die Schlusslinie rettete, begannen für Vettel schon direkt nach dem Beginn die Probleme: Nicht nur, dass er von seinem eher mäßigen vierten Startplatz nicht weiter nach vorne kam. Nein, er musste auch noch Nico Hülkenberg passieren lassen. Wenngleich er diese persönliche Schmach noch korrigieren konnte, drehte sich der vierfache Weltmeister in Runde sieben ohne Einfluss eines Gegners und berührte beim Rettungsversuch schließlich Racing-Point-Pilot Lance Stroll. Bei dem Unfall beschädigte Vettel nicht nur seinen Frontflügel und musste daher an die Box, die Jury brummte ihm für sein Gegner-gefährdendes Verhalten zusätzlich eine Zehn-Sekunden-Strafe auf. Vom letzten Platz aus konnte er sich nur noch auf den 13. Platz kämpfen. Es darf vorerst als Tiefpunkt Vettels in der laufenden Formel-1-Saison 2019 gewertet werden, da Leclerc zeigte, was mit dem Ferrari möglich ist und in der internen Hackordnung nun die neue Nummer 1 sein dürfte. Der nächste Formel-1-Lauf der Saison 2019 findet am 22. September in Singapur statt. Mehr zum Thema: Wer holt Michael Schumacher ein?

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Formel 1 2019 zu Gast in Singapur

Charles Leclerc feierte beim Formel-1-Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien) am 1. September 2019 seinen ersten Sieg in der Königsklasse – fürr Ferrari war es der erste Sieg der Saison 2019. Die beiden Mercedes-Fahrer Hamilton und Bottas komplettierten das Podium, Sebastian Vettel fuhr auf den undankbaren vierten Platz. Überschattet wurde das Rennwochenende in Spa aber vom Unfalltod des Formel-2-Piloten Anthoine Hubert. Der gute Freund Leclercs verstarb nach einem heftigen Zusammenstoß kurz nach Eau Rouge. Entsprechend widmete der Monegasse seinen Sieg am Rennsonntag dem samstags verunglückten Hubert. Leclerc dominierte das gesamte Wochenende und rettete am Ende mit abbauenden Reifen eine knappe Sekunde Vorsprung vor Lewis Hamilton ins Ziel. Der Brite war gegen Ende mit frischeren und weniger stark abbauenden Reifen unterwegs, kam aber nicht mehr am Ferrari-Piloten vorbei. Für Sebastian Vettel war es ein ernüchterndes Rennen. Der Heppenheimer kam bereits früh an die Box und übernahm sogar kurzzeitig die Führung, kämpfte in der Folge aber gegen die auf frischeren Pneus fahrenden Konkurrenten mit stumpfen Waffen. Seinen Teamkollegen Leclerc ließ er ohne Gegenwehr vorbei und leistete so seinen ganz eigenen Beitrag zum ersten Ferrari-Sieg der Saison. Ein kleines Trostpflaster war der gewonnene Extrapunkt für die schnellste Rennrunde. Noch bitterer verlief der Rennsonntag für Max Verstappen: Der Lokalmatador schied nach einer Kollision mit Kimi Räikkönen frühzeitig aus. Über vier Punkte durfte sich Nico Hülkenberg freuen, der bei Renault in der nächsten Saison durch Esteban Ocon ersetzt wird.

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Formel 1 2019: WM-Stand, Punkte, Teamwertung

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Lewis Hamilton (44)284Mercedes-AMG505
Valtteri Bottas (77)221  
Sebastian Vettel (5)169Ferrari351
Charles Leclerc (16)182  
Pierre Gasly (10)65Red Bull266
Max Verstappen (33)185  
Daniel Ricciardo (3)34Renault65
Nico Hülkenberg (27)31  
Romain Grosjean (8)8Haas26
Kevin Magnussen (20)18  
Lando Norris (4)25McLaren60
Carlos Sainz Jr. (55)58  
Sergio Pérez (11)27Racing Point46
Lance Stroll (18)19  
Kimi Räikkonen (7)31Alfa Romeo34
Antonio Giovinazzi (99)3 -
Alexander Albon (23)34Toro Rosso51
Daniil Kvyat (26)33  
George Russell (63)0Williams1
Robert Kubica (88)1  

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Die Fahrer der Formel-1-Saison 2019

Mercedes setzt auch in der Formel-1-Saison 2019 auf das bekannte Fahrerduo Hamilton und Bottas. Vettel bekommt bei Ferrari mit Leclerc einen neuen, jungen Teamkollegen. Sein Sauber-Cockpit gibt er im direkten Wechsel an Räikkonen ab. Red Bull stellt Max Verstappen Pierre Gasly zur Seite, der den Platz von Daniel Ricciardo übernimmt. Der Australier ist neuer Teamkollege von Nico Hülkenberg bei Renault. Carlos Sainz Jr. verlässt das Team Richtung McLaren, wo er das Cockpit von Fernando Alonso übernimmt, der die Formel 1 mit Ende der letzten Saison verlassen hat. Mit Robert Kubica kommt aber auch ein klangvoller Name zurück in die Königsklasse. Der Pole verletzte sich bei einem Unfall 2011 derart schwer, dass sogar seine Karriere in Gefahr war. Nun greift er mit dem Williams-Team neu an. Sein Teamkollege ist der junge Brite George Russell, der als Formel-2-Meister in die Formel 1 wechselt. Weitere Formel-1-Debütanten in der Saison 2019: Lando Norris bei McLaren und Toro-Rosso-Pilot Alexander Albon.

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Welche Teams und Autobauer sind dabei?

Die Teams der Formel-1-Saison 2019 kennt man schon aus der Vorsaison. Nach der Insolvenz von Force India geht das Team weiterhin unter dem Namen "Racing Point" an den Start. Red Bull wechselt den Motorenpartner: Ab sofort liefert nicht mehr Renault, sondern Honda den Antriebsstrang. Weitere Motorenhersteller sind Mercedes und Ferrari, die nicht nur mit Werksteams an den Start gehen, sondern auch kleinere Teams mit Kundenmotoren ausstatten. Haas und Sauber setzen auf Ferrari, während in Racing-Point- und Williams-Boliden Mercedes-Aggregate eingesetzt werden. McLaren bleibt Renault-Kunde und Toro Rosso wie gehabt bei Honda-Motoren.

 

Wo fährt die Formel 1?

Der Rennkalender der Formel-1-Saison 2019 umfasst 21 Grand Prix rund um die Welt. Der Auftakt fand am 17. März in Melbourne (Australien) statt. Im Vergleich zur Vorsaison gibt es nur minimale Änderungen, die die Reihenfolge und die Abstände zwischen den Rennen betreffen. Nach Deutschland kommt der F1-Zirkus am 28. Juli. 2019. Das Rennen wird auf dem Hockenheimring ausgetragen. Das Saison-Finale 2019 am 1. Dezember steigt abermals in Abu Dhabi.

 

Termine & Strecken der Formel 1 2019

VerstappenLeclerc
StreckeTerminSieger
Australien (Melbourne)17.03.2019Bottas
Bahrain (as-Sachir)31.03.2019Hamilton
China (Shanghai)14.04.2019Hamilton
Aserbaidschan (Baku)28.04.2019Bottas
Spanien (Barcelona)12.05.2019Hamilton
Monaco (Monte Carlo)26.05.2019Hamilton
Kanada (Montreal)09.06.2019Hamilton
Frankreich (Le Castellet)23.06.2019Hamilton
Österreich (Spielberg)30.06.2019Verstappen
Großbritannien (Silverstone)14.07.2019Hamilton
Deutschland (Hockenheim)28.07.2019Verstappen
Ungarn (Budapest)04.08.2019Hamilton
Belgien (Spa-Franchorchamps)01.09.2019Leclerc
Italien (Monza)08.09.2019Leclerc
Singapur (Singapur)22.09.2019 
Russland (Sotschi)29.09.2019 
Japan (Suzuka)13.10.2019 
Mexiko (Mexiko-Stadt)27.10.2019 
USA (Austin)03.11.2019 
Brasilien (São Paulo)17.11.2019 
Arabische Emirate (Abu Dhabi)01.12.2019 
 

Wie funktioniert die Formel 1?

An der Formel-1-Saison 2019 nehmen zehn Teams teil, die bis zu vier Fahrer je Saison einsetzen dürfen. Bei jedem Grand Prix werden so viele Runden gefahren, dass eine Distanz von 305 Kilometern überschritten wird. Die Formel-1-Boliden müssen einschließlich Fahrer und Betriebsflüssigkeiten mindestens 733 Kilogramm wiegen. Für Bauteile gibt es ebenfalls Regeln: So darf das Energierückgewinnungssystem MGU-K maximal sieben, der zugehörige Motorgenerator MGU-H maximal vier Kilogramm wiegen. Je Saison stehen den Teams pro Fahrzeug nur drei Exemplarer aller Motorkomponenten zur Verfügung, bei der Energierückgewinnung oder der Batterie gar nur noch zwei. Der Sprit darf beim Rennstart höchstens 110 Kilogramm ausmachen, 5 Kilogramm mehr als bislang. Nachtanken ist nicht erlaubt. Zudem ist nur eine Spezifikation Motoröl je Rennwochenende erlaubt, die Füllmenge des Öltanks wird überwacht. Bei der Aerodynamik sind ab der Formel-1-Saison 2019 Winglets an den Bremsbelüftungen verboten. Der Aufbau der Frontflügel wird vereinfacht und die Breite auf 2000 Millimeter verbreitert. Die Dimensionen des Heckflügels verändern sich von 950 auf 1050 Millimeter in der Breite und von 800 auf 820 Millimeter in der Höhe. Die Positionierung der Außenspiegel wurde konkretisiert und LED-Streifen am Heckflügel sind ab 2019 verpflichtend. Sie flankieren die zentrale Regenleuchte. Pirelli ist weiterhin der Reifenausstatter aller Teams und bietet Trocken-, Intermediates- und Regenreifen an. Pro Rennwochenende stehen verschiedene Mischungen bereit: P Zero Hard, P Zero Medium und P Zero Soft. Zwei der drei Mischungen müssen im Rennen mindestens eine Runde gefahren werden. Am Freitag des Rennwochenendes ist Training, am Samstag startet das Qualifying. Bei dem müssen die langsamsten Fahrer (7 von 24 Teilnehmern) nach den ersten 20 Minuten von der Strecke. Nach der zweiten Qualifying-Einheit scheiden erneut die sieben langsamsten aus und die verbliebenen zehn Autos machen die Top-10 der Startpositionen unter sich aus. Pro Rennwochenende dürfen nur zwei Autos und je Saison maximal drei Antriebsstränge verwendet werden. Das Getriebe darf zudem erst nach fünf Rennen mit Schadensnachweis getauscht werden. Die Zielflagge wird durch ein LED-Signal ersetzt, das ab 2019 die Rennen für beendet erklärt. Symbolisch soll sie allerdings auch in der Formel-1-Saison 2019 weiterhin zum Einsatz kommen.

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Wo ist die Formel 1 zu sehen?

RTL überträgt die Formel-1-Saison 2019 im deutschen Free-TV. Nach einem Jahr Pause besitzt ab 2019 auch der Pay-TV-Sender Sky wieder ein Rechte-Paket. Der Vertrag gilt für zwei Jahre und umfasst alle Rennwochenenden inklusive Trainings, Qualifyings und Rennen. Seit 2018 ist zudem das offizielle Streaming-Angebot der Formel 1 empfangbar. Wer von zuhause aus live dabei sein möchte, kann über F1.TV auf die Übertragung der Sessions, Live-Timings, Re-Lives, historische Rennen sowie Dokumentationen zugreifen. Das Angebot kostet im Monatsabo 7,99 Euro. Alternativ kann ein Jahresabo für 64,99 Euro abgeschlossen werden. Einzige Zahlmethode ist die Kreditkarte. Die günstigere Variante ist der Formel-1-TV-Access, der allerdings keine Live-Übertragung anbietet. F1-TV kann auch über die zugehörige App abgerufen werden.

 

Neuer Motorenlieferant für Red-Bull-Team in der Formel-1-Saison 2019

Als Titelverteidiger geht Mercedes in die Formel-1-Saison 2019. Der ärgste Rivale Ferrari setzt auf einen neuen Teamchef und das ambitionierte Red-Bull-Team mit Honda auf einen neuen Motorenlieferanten. Renault konnte sich die Dienste von Daniel Ricciardo sichern und möchte 2019 endlich Anschluss an die Top-Teams finden. Aber auch die kleineren Teams blieben nicht untätig und präsentieren neue Fahrer-Duos. Die Schlagzeilen bestimmen allerdings weniger die jungen, als vielmehr die erfahrenen Räikkonen und Kubica. Ex-Weltmeister Räikkonen heuert bei Sauber an, während Robert Kubica nach langer Formel-1-Abstinenz nach seinem Rallye-Unfall vor acht Jahren zur Saison 2019 ein Cockpit bei Williams ergattern konnte.

 

Formel 1 2019: Ferrari wechselt Teamchef aus

Ferrari setzt zur Formel-1-Saison 2019 auf einen neuen Teamchef. Maurizio Arrivabene muss noch vor Saisonbeginn seinen Platz für den bisherigen technischen Direktor Mattia Binotto räumen. Die Italiener fahren seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher. Seit Arrivabenes Amtsantritt 2014 konnte man lediglich 14 Rennen gewinnen. Die letzten Titel liegen schon lange zurück: 2007 wurde Räikkonen Fahrer- und 2008 Ferrari letztmals Konstrukteurs-Weltmeister.

 

Formel 1 kehrt 2020 zurück nach Zaandvort

Nach 35 Jahren wird der Große Preis der Niederlande wieder in den Formel-1-Kalender aufgenommen: Ab 2020 müssen die Fahrer der Königsklasse des Motorsports wieder ein Rennen auf der Strecke in Zaandvort absolvieren, wie der Betreiber Mitte Mai 2019 bekanntgab. Der Vertrag gilt zunächst bis einschließlich 2022. Bis 1985 war die Formel 1 insgesamt 30 Mal auf dem 4,320 Kilometer langen und kurvenreichen Kurs unterwegs. Mittlerweile ist die in einer Dünenlandschaft gelegene Strecke jedoch etwas in die Jahre gekommen, einige Teile des Rundkurses sowie die Funktionsgebäude müssen daher überarbeitet werden. Volle Zuschauerränge erhofft man sich vor allem wegen des Hypes um den Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der 21-Jährige hatte zuletzt für großes Motorsport-Interesse in den Niederlanden gesorgt. "Max Verstappen ist jung, schnell und populär. Und er ist so jung, dass er noch 20 Jahre fahren kann. Bei jedem Rennen erleben wir ein Meer von Oranje-Fans. Die verdienen ein Rennen zu Hause", hatte Formel-1-Marketingchef Sean Bratches zuletzt gesagt. Stattdessen könnte nun der Vertrag mit dem Großen Preis von Spanien in Barcelona auslaufen. Nach dem Großen Preis von Vietnam in Hanoi im April 2020 ist das Rennen in Zaandvort bereits die zweite Neuerung im künftigen Formel-1-Programm.

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