Formel E 2018/2019: Sieger, Punkte & Teams Lucas di Grassi siegt in Berlin

von Max Sonnenburg 27.05.2019
Inhalt
  1. Formel E 2018/2019: Lucas di Grassi gewinnt in Berlin
  2. Formel E 2018/2019 Strecken, Termine, Sieger (Tabelle)
  3. Formel E 2018/2019 – das ändert sich!
  4. Erstmalig Gen2-Fahrzeuge am Start
  5. Was ist Ziel der Formel E?
  6. Wie funktioniert die Formel E?
  7. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  8. Welche Autobauer sind dabei?
  9. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  10. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  11. Muss sich die DTM sorgen?
  12. Wo ist die Formel E Saison 2019 zu sehen?
  13. Formel E 2018/2019: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

Das zehnte Rennen der Formel-E-Saison 2018/2019 hat Lucas di Grassi vom Team Audi Sport Abt gewonnen. Auf Platz zwei fuhr Sebastian Buemi. Der Meisterschaftsführende Vergne wurde Dritter. Alle Informationen zu Sieger, Punkten und Teams der aktuellen Formel-E-Saison gibt es hier! 

Lucas di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler hat das zehnte Rennen der Formel-E-Saison 2019 in Berlin (25. Mai 2019) gewonnen. Mit dem Sieg sicherte sich di Grassi wichtige Punkte in der Fahrerwertung und rückt hinter Vergne auf Platz zwei vor. Sebastian Buemi vom Nissan e.dams belegte Platz zwei. Der Meisterschaftsführende Jean-Eric Vergne, der vom achten Platz in das Rennen gestartet war, landete als Dritter auf dem Podium. Sebastian Buemi, der sich den ersten Startplatz erkämpft hatte, verteidigte seine Position zunächst souverän, doch bereits nach zehn Minuten schob sich Sebastian Buemi zuerst Stoffel Vandoorne und anschließend an Vergne vorbei. Unbeeindruckt von dem Renngeschehen im Rückspiegel, verteidigte der führende Abt-Audi-Pilot seinen Rang über das gesamte Rennen. Dahinter wurde weiter um die verbleibenden Podiumsplätze gekämpft, die am Ende an Buemi und Vergne gingen. Antonio Felix da Costa, der zwischenzeitlich Platz zwei belegte, musste sich mit dem vierten Platz zufriedengeben. Stoffel Vandoorne, der als Zweiter in das Rennen gestartet war, belegte Platz fünf. Daniel Abt wurde Sechster. Vor dem großen Saisonfinale, das am 13. und 14. Juli 2019 In New York stattfindet, geht es am 22. Juni 2019 nach Bern. Mehr zum Thema: Kommentar zu Formel E gegen Formel 1

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Formel E 2018/2019: Lucas di Grassi gewinnt in Berlin

Jean-Eric Vergne vom Team DS Techeetah sicherte sich zuvor bei dem neunten Rennen der Formel-E-Saison 2018/2019 am 11. Mai 2019 in Monaco (Monte Carlo) den ersten Platz und zugleich die Führung in der Punkte-Wertung. Oliver Rowland, der Fahrer vom Team Nissan e.dams, belegte Platz zwei. Auf Platz drei fuhr der ehemalige Formel-1-Pilot Felipe Massa. Daniel Abt beendete das Rennen auf Platz acht, wurde aufgrund einer nachträglichen Zeitstrafe allerdings auf Platz 15 verbannt. Der Sieg in Monte Carlo ist für Jean-Eric Vergne der zweite in der aktuellen Saison. Von der Pole-Position gestartet, wurde der DS-Techeeta-Fahrer von Rowland und Massa verfolgt. Auf dem engen Stadtkurs boten sich den Verfolgern allerdings wenig Chancen, den Führenden zu überholen. Dennoch wagte Rowland in der vorletzten Runde den Angriff auf Vergne, den der DS-Techeetah-Fahrer erfolgreich abwehrte. Unerschrocken von dem engen Stadtkurs startet Andre Lotterer, der von Platz 20 in das Rennen gestartet war, eine einzigartige Aufholjagd und belegte am Ende des Rennens Platz neun. Nach dem Rennen verhängte die Rennleitung gleich mehrere Strafen. Felix da Costa wurde disqualifiziert, weil er gegen Rennende mit zu viel Leistung unterwegs war. Daniel Abt erhielt für eine Kollision mit Oliver Turvey eine nachträgliche Zeitstrafe von 33 Sekunden. Robin Frinjs, der mit Alexander Sims kollidierte, erhält ebenfalls eine nachträgliche Strafe.

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Formel E 2018/2019 Strecken, Termine, Sieger (Tabelle)

StreckeTerminSieger
15.12.2018Diriyya / Saudi-Arabienda Costa
12.01.2019Marrakesch / Marokkod’Ambrosio
26.01.2019Santiago / ChileBird
16.02.2019Mexiko-Stadt / MexikoDi Grassi
10.03.2019Hongkong / HongkongMortara
23.03.2019Sanya / ChinaVergne
13.04.2019Rom / RomEvans
27.04.2019Paris / FrankreichEvans
11.05.2019Monaco / MonacoVergne
25.05.2019Berlin / DeutschlandDi Grassi
22.06.2019Bern / Schweiz-
13.07.2019New York / USA-
14.07.2019New York / USA-
 

Formel E 2018/2019 – das ändert sich!

Zu Beginn der fünften Formel-E-Saison 2018/2019 steht die Rennserie vor einer Anzahl an Änderungen. Technisch werden diese mit der neuen Fahrzeuggeneration auf Basis des Gen2-Chassis eingeläutet. Die Fahrzeuge sind um 20 Zentimeter in der Länge gewachsen und bestechen durch komplett verkleidete Radhäuser. Der große Heckflügel musste weichen und wird nun durch einen großen Diffusor ersetzt, der für den nötigen Anpressdruck sorgt und den Luftwiderstand verringert. Auch unter dem Chassis hat sich einiges getan: Die Leistung im Rennmodus steigt von 180 kW auf 220 kW. Stellenweise lassen sich sogar 250 kW abrufen. Die Batterien leisten nun 54 kWh, sodass sie über die Dauer der gesamten Renndistanz halten. Die maximale Rekuperation steigt von 150 auf 250 kW. Auch am Sportlichen Regelwerk der Formel E 2018/2019 wurde gefeilt. Neu ist der sogenannte "Attack Mode", der dem Fahrer erlaubt, zusätzliche 25 kW Leistung zu aktivieren. Möglich soll das auf ausgewiesenen Abschnitten der Rennstrecken sein. Die Anzahl der Aktivierungen ist abhängig von der jeweiligen Strecke. Neu ist auch die Regelung, dass nicht wie bisher fünf, sondern nur noch vier neue Vorder- und Hinterräder pro Rennen benutzt werden dürfen. Die sogenannten Monsun-Reifen werden nicht mehr eingesetzt. Auch in puncto Gewicht wurde nachgebessert: Das Mindestgewicht von Fahrer und Fahrzeug wurde um 20 Kilo auf nun mehr 900 Kilogramm angehoben. Für frischen Wind im Fahrerfeld sorgt Alexander Sims. Der Engländer steigt in das Cockpit des  BWM-Andretti-Fahrzeugs ein. Der Name Garry Paffett ist für jeden Motorsport-Fan ein Begriff. Am Steuer des HWA Racelab kann er beweisen, was noch in ihm steckt. Ebenfalls für das Team von HWA Racelab geht Stoffel Vandoorne erstmals an den Start der Formel E. Das indische Team Mahindra Racing bekommt Verstärkung in Form von des 24 jährigen Pascal Wehrlein. Für das Nissan Nismo Team geht neuerdings Alexander Albon auf die Rennstrecke. Prominentest Neuzugang der Formel-E-Saison 2018/2019 ist Felipe Massa. Der Ex-Formel -1-Fahrer nimmt hinter dem Lenkrad des Venturi-Teams Platz, das technologische von Mercedes HWA unterstützt wird.

 

Erstmalig Gen2-Fahrzeuge am Start

Bei der Formel E 2018/2019 werden erstmals die Gen2-Fahrzeuge ins Rennen starten. Sie verfügen über mehr Batterie-Kapazität und erstrahlen im futuristischen Design. Das Team von Renault verabschiedet sich aus dem elektrischen Renn-Zirkus und wird zum Nissan e.dams Team. Neu dazu kommt das deutsche HWA Racelab Team, das mit Gary Paffett direkt einen erfahrenen Rennfahrer in Position bringt. Weitere Neuerungen der Formel-E-Saison 2018/2019 sind drei neue Strecken, auf denen die elektrische Rennserie gastiert. Neben der Premiere für die Rennstrecke von Diriyya (Saudi-Arabien) zum Saison-Auftakt am 15. Dezember 2018 werden die Schweizer Rennen ab der fünften Saison nicht mehr in Zürich, sondern fortan in Bern stattfinden. Auf einer Länge von 2,7 Kilometern geht es durch 13 Kurven und zwei Schikanen entlang des Ufers der Aare. Neu hinzugekommen ist die Rennstrecke von Sanya, die an der Südküste der chinesischen Insel Hainan befindet. Auch das Reglement wurde überarbeitet und wartet mit einigen Neuerungen auf. 

 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA möchte mit der 2014 gestarteten Formel E den grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

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Wie funktioniert die Formel E?

Zehn Teams mit je zwei Fahrern sind bei der Formel E dabei. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von einem Tochter-Unternehmen des Formel-1-Teams Williams. Weil diese jedoch noch nicht ausgereift genug ist, um ein gesamtes Rennen durchzuhalten, wechseln die Fahrer zur Hälfte das Auto. Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt, Ausnahmen sind Doppelrennen auf ausgewählten Rundkursen.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Ab dieser Formel E 2018/2019 steigt Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa in die Rennserie ein. Er hat bei Venturi einen Dreijahres-Vertrag unterschrieben. "Ich bin sehr glücklich, zum Venturi Formel-E-Team zu stoßen und in der Formel E an den Start zu gehen, die in kurzer Zeit zu einem großartigen Wettbewerb geworden ist", sagte Massa. Zahlreiche Motorsporterfolge hat auch Garry Paffett vorzuweisen, der erstmals hinter dem Steuer des HWA Racelab Autos Platz nimmt. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bestritt in elf Formel-1-Jahren 183 Grand-Prix-Rennen – konnte aber nie gewinnen. In der Formel E fährt er als Ersatzfahrer für das indische Team Mahindra. Auch Sebastien Buemi und Lucas di Grassi sowie Jérôme D'Ambrosio und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen.

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Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start, ist aber nach der Saison 2018 ausgestiegen. Zur dritten Saison kam Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, baut sein Engagement zur neuen Saison zum Werksteam aus. BMW unterstützt bereits den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti und wird in der Formel E 2018/2019 als Werksteam mit von der Partie sein. Mercedes hat für 2018 den Ausstieg aus der DTM angekündigt und forciert für 2019 sein Engagement in der Formel E. Als erster japanischer Autobauer steigt Nissan ab dieser Formel-E-Saison ein. Jüngst präsentierte auch Porsche ein Bild seines ersten Formel-E-Renners. Die Zuffenhausener steigen jedoch erst zur sechsten Saison 2019/20 in die Meisterschaft ein.

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Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird." Daniele Schillaci, Verkaufschef von Nissan und unter anderem auch für den Geschäftsbereich E-Mobilität zuständig, bläst ins gleiche Horn: "Wir sind Pioniere der Elektromobilität und blicken gleichzeitig auf eine lange Motorsporthistorie zurück. Es liegt also nahe, diese beiden Kernkompetenzen zusammenzubringen und in der Formel E anzutreten." Porsche bringt 2019 parallel zum Einstieg in die Rennserie den ersten vollelektrischen Porsche Mission E auf den Markt. Die Zuffenhausener investieren bis Ende 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität, das Engagement in der Formel E kann man also als logische Schlussfolgerung sehen.

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Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der künftig die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

 

Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM. Leider zeigt sich diese Aussage nur kurze Zeit später bereits als überholt: Mercedes steigt aus der DTM aus und möchte sich auf Formel 1 und Formel E konzentrierten. Allerdings "bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", ließ die Trägerorganissation (ITR) der DTM verlauten.

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Wo ist die Formel E Saison 2019 zu sehen?

Die Formel E Saison Stadtkursen in zehn Metropolen von Hongkong über Paris bis New York. Neu zur Formel E Saison 2018/2019 sind die Stationen Bern (Schweiz), Diriyya (Saudi-Arabien) und Sanya (China). In Deutschland macht die Formel E am 25. Mai 2019 in Berlin Halt. Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen.

 

Formel E 2018/2019: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Daniel Abt (66)67Audi Sport
ABT Schaeffler
163
Lucas di Grassi (1)96  
Jose Maria Lopez (7)3Dragon Racing13
Maximilian Günther (6)10  
Sam Bird (2)56Envision Virgin Racing137
Robin Frinjs (4)81  
Pascal Wehrlein (94)52Mahindra Racing117
Jerome d´ Ambrosio (64)65  
Antonio Felix da Costa (28)82BMW i Andretti Motorsport106
Alexander Sims (27)24  
Tom Dillmann (8)0NIO6
Oliver Turvey (16)6  
Nelson Piquet jr. (3)1Panasonic Jaguar Racing74
Mitch Evans (20)69  
Alex Lynn (36)4  
Sebastina Buemi (23)61Nissan e.dams124
Oliver Rowland (22)63  
Jean-Eric-Vergne (25)102DS Techeetah188
Andre Lotterer (36)86  
Felipe Massa (19)32Venturi84
Edoardo Mortrara (48)52  
Garry Paffett (17)8HWA Racelab38
Stoffel Vandome30  

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