Formel E 2018 (Sieger/Punkte/Teams): Wichtige Infos! Vergne siegt und wird Formel-E-Meister

von Sven Kötter 16.07.2018
Inhalt
  1. Formel E 2018: Vergne siegt in New York und wird Meister
  2. Formel E 2018: Sieger, Punkte und Teams!
  3. Was ist Ziel der Formel E?
  4. Wie funktioniert die Formel E?
  5. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  6. Welche Autobauer sind dabei?
  7. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  8. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  9. Muss sich die DTM sorgen?
  10. Wo ist die Formel E Saison 2018 zu sehen?
  11. Formel E 2018: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

Saison-Finale der Formel E 2018 am 14. und 15. Juli in New York City: Techeetah-Pilot Jean-Éric Vergne siegt im letzten Rennen und wird Meister. Erfolgreichste Marke der Saison ist Audi. Das sind alle Informationen zu Sieger, Punkte und Teams zur aktuellen Formel-E-Saison!

Das Saison-Finale der Formel E 2018 am 14. und 15. Juli in New York City hatte viele Sieger. Rennen Eins am Samstag konnte Audi-Pilot di Grassi für sich entscheiden, Teamkollege Daniel Abt machte den Doppelsieg perfekt. Jean-Éric Vergne reichte ein fünfter Platz für die vorzeitige Meisterschaft. Doch die Teamwertung war noch offen. Beim letzten Rennen am Sonntag kam es dann zum Showdown zwischen Audi und Techeetah. Formel-E-Meister Vergne ging von Startplatz Drei ins Rennen, erwischte einen guten Start und konnte schnell die Führung übernehmen. Techeetah-Teamkollege Lotterer kassierte eine zehnsekündige Zeitstrafe wegen eines Frühstarts und wurde entsprechend auf die hinteren Plätze durchgereicht. Da die beiden Audis auf Rang Zwei und Drei fuhren, war Lotterer gezwungen mehrere Autos zu überholen, um die Meisterschaft noch zugunsten seines Teams zu wenden. Vorne entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Vergne und di Grassi um den Sieg im letzten Rennen, bei dem es sogar zu einer Berührung kam. Während Vergne die Angriffe des Konkurrenten abwehren konnte und als Erster die Ziellinie passierte, kämpfte sich Lotterer bis auf Rang Neun vor. Doch das war zu wenig, um die beiden Audis, die das Podest komplettierten, in der Teamwertung schlagen zu können. So fand die Formel-E-Saison 2018 einen spannenden Abschluss. Es war übrigens der letzte Auftritt der Gen1-Autos.

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Formel E 2018: Vergne siegt in New York und wird Meister

StreckeTerminSieger
02./03.12.2017HongkongBird/Rosenqvist
13.01.2018Marrakesch (Marokko)Rosenqvist
03.02.2018Santiago (Chile)Vergne
03.03.2018Mexiko-Stadt (Mexiko)Abt
17.03.2018Punta del Este (Uruguay)Vergne
13.04.2018Rom (Italien)Bird
28.04.2018Paris (Frankreich)Vergne
19.05.2018Berlin (Deutschland)Abt
10.06.2018Zürich (Schweiz)di Grassi
14./15.07.2018New York (USA)di Grassi/Vergne
 

Formel E 2018: Sieger, Punkte und Teams!

Zu Beginn der vierten Formel-E-Saison werden die Fans und Zuschauer der elektrischen Rennserie mit einigen Änderungen erwartet: So steigt die Maximalleistung der Boliden von 170 auf 180 kW, die Leistungssteigerung durch Fanboosts steigt um zehn auf maximal 190 kW. Die Maximalleistung bei der Rekuperation erhöht sich von 150 auf 200 kW. Zürich (Schweiz) und Santiago (Chile) sind neu im Rennkalender der Formel E 2018, sie ersetzen die beiden Stationen Buenos Aires (Argentinien) und Monaco. Damit ist Berlin die einzige Stadt, die seit Anbeginn der Formel E ein Rennen austragen darf. Auch im Fahrerfeld tut sich zur neuen Saison einiges: War Alex Lynn in der vergangenen Meisterschaft noch Ersatzfahrer, geht er in Hongkong als Stammfahrer von DS Virgin Racing an den Start. Er ersetzt José María López. Nach drei Saisons bei NextEV NIO wechselt Nelson Piquet jr. zu Panasonic Jaguar Racing und ersetzt dort Adam Carroll. Luca Filippi wird wiederum der Nachfolger von Piquet jr. Neel Jani gibt bei Dragon Racing sein Debüt in der Formel E und ersetzt Loïc Duval. Außerdem sind neu: André Lotterer bei Techeetah (ersetzt Stéphane Sarrazin), Edoardo Mortara bei Venturi (ersetzt Tom Dillmann) sowie Tom Blomqvist bei Andretti (ersetzt Robin Frijns).

 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA möchte mit der 2014 gestarteten Formel E den grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

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Wie funktioniert die Formel E?

Zehn Teams mit je zwei Fahrern sind bei der Formel E dabei. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von einem Tochter-Unternehmen des Formel-1-Teams Williams. Weil diese jedoch noch nicht ausgereift genug ist, um ein gesamtes Rennen durchzuhalten, wechseln die Fahrer zur Hälfte das Auto. Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt, Ausnahmen sind Doppelrennen auf ausgewählten Rundkursen. Im Rennen, das knapp eine Stunde dauert, ist die Höchstgeschwindigkeit bei 225 Stundenkilometern gedeckelt. Die Formel-E-Boliden erreichen dabei eine Lautstärke von etwa 80 Dezibel. Ein Pkw kommt im Schnitt auf 70.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bestritt in elf Formel-1-Jahren 183 Grand-Prix-Rennen – konnte aber nie gewinnen. In der Formel E fährt er für das indische Team Mahindra. Auch Titelverteidiger Sebastien Buemi und Lucas di Grassi sowie Jérôme D'Ambrosio und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen. Ab der Saison 2018/2019 steigt zudem Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa in die Rennserie ein, er hat bei Venturi einen Dreijahres-Vertrag unterschrieben. "Ich bin sehr glücklich, zum Venturi Formel-E-Team zu stoßen und in der Formel E an den Start zu gehen, die in kurzer Zeit zu einem großartigen Wettbewerb geworden ist", sagte Massa.

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Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start, möchte aber nach der Saison 2018 aussteigen. Zur dritten Saison kam Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, baut sein Engagement zur neuen Saison zum Werksteam aus. BMW unterstützt bereits den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti und wird nach der Saison 2018 als Werksteam mit von der Partie sein. Mercedes hat für 2018 den Ausstieg aus der DTM angekündigt und forciert für 2019 sein Engagement in der Formel E. Als erster japanischer Autobauer steigt Nissan ab der fünften Formel-E-Saison ein. Jüngst präsentierte auch Porsche ein Bild seines ersten Formel-E-Renners. Die Zuffenhausener steigen zur sechsten Saison 2019/20 ebenfalls in die Meisterschaft ein.

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Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird." Daniele Schillaci, Verkaufschef von Nissan und unter anderem auch für den Geschäftsbereich E-Mobilität zuständig, bläst ins gleiche Horn: "Wir sind Pioniere der Elektromobilität und blicken gleichzeitig auf eine lange Motorsporthistorie zurück. Es liegt also nahe, diese beiden Kernkompetenzen zusammenzubringen und in der Formel E anzutreten." Porsche bringt 2019 parallel zum Einstieg in die Rennserie den ersten vollelektrischen Porsche Mission E auf den Markt. Die Zuffenhausener investieren bis Ende 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität, das Engagement in der Formel E kann man also als logische Schlussfolgerung sehen.

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Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der künftig die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

 

Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM. Leider zeigt sich diese Aussage nur kurze Zeit später bereits als überholt: Mercedes steigt aus der DTM aus und möchte sich auf Formel 1 und Formel E konzentrierten. Allerdings "bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", ließ die Trägerorganissation (ITR) der DTM verlauten.

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Wo ist die Formel E Saison 2018 zu sehen?

Die Formel E startet auf Stadtkursen in zehn Metropolen von Hongkong über Paris bis New York. Neu zur Formel E Saison 2018 sind die Stationen Zürich (Schweiz) und Santiago (Chile), dafür fliegen Buenos Aires (Argentinien) und Monaco aus dem Rennkalender. In Deutschland macht die Formel E am 19. Mai 2018 in Berlin Halt. Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen.

 

Formel E 2018: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Daniel Abt (66)104Audi Sport
ABT Schaeffler
264
Lucas di Grassi (1)126  
Jerome d'Ambrosio (7)27Dragon Racing41
Neel Jani (6)0  
Sam Bird (2)142DS Virgin Racing160
Alex Lynn (36)17  
Nick Heidfeld (23)38Mahindra Racing138
Felix Rosenqvist (19)86  
Antonio Felix da Costa (28)20Andretti Autosport24
Tom Blomqvist (27)4  
Luca Filippi (68)1NextEV NIO47
Oliver Turvey (16)46  
Nelson Piquet jr. (3)45Panasonic Jaguar Racing119
Mitch Evans (20)60  
Sebastien Buemi (9)110Renault e.dams133
Nicolas Prost (8)8 -
Jean-Eric Vergne (25)173Techeetah262
Andre Lotterer (18)62  
Maro Engel (5)31Venturi72
Edoardo Mortrara (4)29  
Jose Maria Lopez14  
Kamui Kobayashi0  
Ma Qing Hua0  

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