Formel E 2018 (Sieger/Punkte/Teams): Wichtige Infos! Lucas di Grassi siegt in Zürich

von Alexander Koch 11.06.2018
Inhalt
  1. Formel E 2018: Lucas di Grassi siegt in Zürich
  2. Daniel Abt gewinnt Formel E 2018 in Berlin
  3. Formel E 2018 Termine: Nächste Station am 19. Mai in Berlin
  4. Formel E 2018: Sieger, Punkte und Teams!
  5. Was ist Ziel der Formel E?
  6. Wie funktioniert die Formel E?
  7. Wer sind die prominentesten Fahrer?
  8. Welche Autobauer sind dabei?
  9. Warum steigt das Interesse der Autohersteller?
  10. Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?
  11. Muss sich die DTM sorgen?
  12. Wo ist die Formel E Saison 2018 zu sehen?
  13. Formel E 2018: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

Lucas di Grassi gewann das zehnte Rennen der Formel-E-Saison 2018 in Zürich. Die nächste Runde findet am 14. Juli 2018 in New York City statt. Das sind alle Informationen zu Sieger, Punkte und Teams!

Das zehnte Rennen der Formel-E-Saison 2018 hat Audi-Pilot Lucas di Grassi für sich entschieden. Nach über 60 Jahren fand am 10. Juni 2018 zum ersten Mal wieder ein Rundstreckenrennen überhaupt in der Schweiz statt. Ursache für das langjährige Verbot war der Unfall von Le Mans 1955, bei dem 84 Menschen ums Leben gekommen waren. 2015 wurde das bestehende Motorsport-Verbot gelockert und Rennen elektrisch betriebener Fahrzeuge wurden zugelassen. Damit sicherte sich di Grassi nicht nur seinen ersten Saisonsieg nach vier Podestplätzen in Folge, sondern geht nach über 60 Jahren Pause auch in die Geschichte des Schweizer Rennsports ein. Zweiter der Formel E 2018 in Zürich wurde Sam Bird. Auf den dritten Podestplatz schaffte es Jerome D'Ambrosio. Der Start: Mitch Evans blieb auf der Pole Position vor Andre Lotterer und Sam Bird. Sieger di Grassi konnte sich in der Startphase von Platz fünf auf Position vier durchkämpfen. Für Daniel Abt, der das neunte Rennen in Berlin gewann, lief es leider nicht rund. Nelson Piquet traf ihn am Heck, wodurch Abt seinen kompletten Heckflügel verlor. In Runde fünf mussten beide Piloten dann in die Boxengasse. Di Grassi griff in Runde 15 Lotterer an, der leicht die Mauer striff. Di Grassi nutzte diese Gelegenheit, um ihn kurz darauf zu überholen und den zweiten Platz einzunehmen. Nur eine Runde später überholte der Audi-Fahrer Mitch Evans und sicherte sich Platz eins. Im Zweikampf mit Jean-Eric Vergne kam es für Felix Rosenqvist zu einem Unfall, bei dem er einen Frontflügel verlor: Vergne fuhr darüber und löste damit eine Full-Course-Yellow-Phase aus. Nach der Full Course Yellow in Runde 18 wechselten alle Fahrer ihr Auto. Di Grassi konnte mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung vor Evans als erster aus dem Boxenstopp zurück auf die Rennstrecke. Vergne hingegen hatte Startprobleme nach dem Autowechsel und verlor dadurch zwei Plätze. Das nächste Rennen startet am 14. Juli 2018 in New York City.

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Formel E 2018: Lucas di Grassi siegt in Zürich

Die neunte Runde der Formel-E-Saison 2018 entschied Daniel Abt für sich. Damit holte er nach Mexiko den zweiten Sieg in der aktuellen Saison. Auch für Audi lief das Heimspiel erfreulich: Gemeinsam mit Teamkollege Lucas di Grassi, der den zweiten Platz auf dem Siegertreppchen in Berlin einnahm, erreichte das Werksteam zum ersten Mal einen Doppelsieg. Für di Grassi war es der vierte Podestplatz in Folge: Er fuhr mit fünf Sekunden Rückstand zu Abt ins Ziel. Interessant wurde es vor allem beim Kampf um Platz drei. Zunächst sah es bis Runde 30 so aus, als würde NIO-Fahrer Oliver Turvey als dritter Pilot in die Zielgerade fahren. In der 21. Runde fuhr er als erster in die Boxengasse, um einen Autowechsel vorzunehmen, die anderen Fahrer folgten ihm dann in den nächsten Runden. Abt behielt dabei die Führung, di Grassi ebenfalls. Turvey verlor später im Dreikampf Platz drei: Jean-Eric Vergne schnappte sich zuerst Turvey, kurz darauf auch Sebastien Buemi – und entschied den letzten Platz auf dem Podest für sich. Insgesamt führt Vergne in der aktuellen Formel-E-Saison 2018. Das nächste Rennen findet am 10. Juni in Zürich statt.

 

Daniel Abt gewinnt Formel E 2018 in Berlin

Aus dem achten Rennen der Formel-E-Saison 2018 in Paris geht Jean-Eric Vergne als Sieger heraus. Mit seinem dritten Saisonsieg hat der Franzose gute Chancen auf den Titel der diesjährigen Meisterschaft: Mit seinen 31 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Sam Bird könnte sich Vergne sogar einen Ausfall in Berlin erlauben und wäre immer noch auf Platz eins. Doch zurück zum Rennen in Paris. Techeetah-Pilot Vergne legte einen souveränen Start hin, konnte seine Pole-Position verteidigen und holte sich schließlich den Sieg. Audi-Fahrer Lucas di Grassi und Sebastien Buemi (Renault) rasten an Antonio Felix da Costa (Andretti) vorbei, der damit seinen fünften Startplatz verlor. Auch Sam Bird fiel zunächst durch Andre Lotterers Überholmanöver nach hinten, konnte sich den zweiten Platz aber später wieder zurückholen: Tom Blomqvist krachte weiter hinten Nico Prost ins Heck, wodurch Bird sich Platz zwei sicherte, noch bevor auf Full-Course-Yellow entschieden wurde. Die letzte Runde des Formel-E-Rennens 2018 in Paris wurde kurios: Lotterer ging kurz vor der Zielgeraden die Energie aus, di Grassi raste an ihm vorbei und sicherte sich somit den zweiten Platz auf dem Siegertreppchen. Bird hingegen konnte dem langsamen Formel-E-Boliden von Lotterer nicht mehr ausweichen und krachte ihm auf der engen, kurvigen Strecke in Heck. Bird verlor dabei ein Rad und rollte als Dritter mit nur drei Rädern ins Ziel.

 

Formel E 2018 Termine: Nächste Station am 19. Mai in Berlin

StreckeTerminSieger
02./03.12.2017HongkongBird/Rosenqvist
13.01.2018Marrakesch (Marokko)Rosenqvist
03.02.2018Santiago (Chile)Vergne
03.03.2018Mexiko-Stadt (Mexiko)Abt
17.03.2018Punta del Este (Uruguay)Vergne
13.04.2018Rom (Italien)Bird
28.04.2018Paris (Frankreich)Vergne
19.05.2018Berlin (Deutschland)Abt
10.06.2018Zürich (Schweiz)di Grassi
14./15.07.2018New York (USA)-
28.29.07.2018Montreal (Kanada)-
 

Formel E 2018: Sieger, Punkte und Teams!

Zu Beginn der vierten Formel-E-Saison werden die Fans und Zuschauer der elektrischen Rennserie mit einigen Änderungen erwartet: So steigt die Maximalleistung der Boliden von 170 auf 180 kW, die Leistungssteigerung durch Fanboosts steigt um zehn auf maximal 190 kW. Die Maximalleistung bei der Rekuperation erhöht sich von 150 auf 200 kW. Zürich (Schweiz) und Santiago (Chile) sind neu im Rennkalender der Formel E 2018, sie ersetzen die beiden Stationen Buenos Aires (Argentinien) und Monaco. Damit ist Berlin die einzige Stadt, die seit Anbeginn der Formel E ein Rennen austragen darf. Auch im Fahrerfeld tut sich zur neuen Saison einiges: War Alex Lynn in der vergangenen Meisterschaft noch Ersatzfahrer, geht er in Hongkong als Stammfahrer von DS Virgin Racing an den Start. Er ersetzt José María López. Nach drei Saisons bei NextEV NIO wechselt Nelson Piquet jr. zu Panasonic Jaguar Racing und ersetzt dort Adam Carroll. Luca Filippi wird wiederum der Nachfolger von Piquet jr. Neel Jani gibt bei Dragon Racing sein Debüt in der Formel E und ersetzt Loïc Duval. Außerdem sind neu: André Lotterer bei Techeetah (ersetzt Stéphane Sarrazin), Edoardo Mortara bei Venturi (ersetzt Tom Dillmann) sowie Tom Blomqvist bei Andretti (ersetzt Robin Frijns).

 

Was ist Ziel der Formel E?

Der Automobil-Weltverband FIA möchte mit der 2014 gestarteten Formel E den grünen Motorsport fördern. "Eine stille Revolution", nannte es Geschäftsführer Alejandro Agag. Umweltfreundlich, sparsam, leise – das sind die Argumente, mit denen die Formel E für sich wirbt. Zugleich soll die grüne WM Autobauern eine Plattform zur Entwicklung der Elektromobilität bieten.

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Wie funktioniert die Formel E?

Zehn Teams mit je zwei Fahrern sind bei der Formel E dabei. Es gilt eine offizielle Kosten-Obergrenze pro Team von rund drei Millionen Euro. Gefahren wird mit einheitlichem Chassis und Reifen, den Antriebsstrang entwickeln inzwischen fast alle Rennställe selbst. Die Batterie für die Formel E kommt von einem Tochter-Unternehmen des Formel-1-Teams Williams. Weil diese jedoch noch nicht ausgereift genug ist, um ein gesamtes Rennen durchzuhalten, wechseln die Fahrer zur Hälfte das Auto. Training, Qualifikation und Rennen der Formel E finden an einem Tag statt, Ausnahmen sind Doppelrennen auf ausgewählten Rundkursen. Im Rennen, das knapp eine Stunde dauert, ist die Höchstgeschwindigkeit bei 225 Stundenkilometern gedeckelt. Die Formel-E-Boliden erreichen dabei eine Lautstärke von etwa 80 Dezibel. Ein Pkw kommt im Schnitt auf 70.

 

Wer sind die prominentesten Fahrer?

Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bestritt in elf Formel-1-Jahren 183 Grand-Prix-Rennen – konnte aber nie gewinnen. In der Formel E fährt er für das indische Team Mahindra. Auch Titelverteidiger Sebastien Buemi und Lucas di Grassi sowie Jérôme D'Ambrosio und Jean-Eric Vergne können auf Formel-1-Erfahrung verweisen. Ab der Saison 2018/2019 steigt zudem Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa in die Rennserie ein, er hat bei Venturi einen Dreijahres-Vertrag unterschrieben. "Ich bin sehr glücklich, zum Venturi Formel-E-Team zu stoßen und in der Formel E an den Start zu gehen, die in kurzer Zeit zu einem großartigen Wettbewerb geworden ist", sagte Massa.

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Welche Autobauer sind dabei?

In den ersten beiden Jahren der Formel E schickte Renault als einziger Hersteller ein Werksteam an den Start, möchte aber nach der Saison 2018 aussteigen. Zur dritten Saison kam Jaguar hinzu. Audi, Förderer des einzigen deutschen Teams Abt, baut sein Engagement zur neuen Saison zum Werksteam aus. BMW unterstützt bereits den Rennstall der US-Motorsportlegende Michael Andretti und wird nach der Saison 2018 als Werksteam mit von der Partie sein. Mercedes hat für 2018 den Ausstieg aus der DTM angekündigt und forciert für 2019 sein Engagement in der Formel E. Als erster japanischer Autobauer steigt Nissan ab der fünften Formel-E-Saison ein. Jüngst präsentierte auch Porsche ein Bild seines ersten Formel-E-Renners. Die Zuffenhausener steigen zur sechsten Saison 2019/20 ebenfalls in die Meisterschaft ein.

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Warum steigt das Interesse der Autohersteller?

BMW will mit dem Formel-E-Einstieg seine "Kompetenz in der Elektromobilität" beweisen, wie Motorsportdirektor Jens Marquardt sagt. Auch Audi sieht sein Engagement in der Formel E als logisch. 2025 soll jeder vierte Audi ein Elektroauto sein. In der Formel E könne die Technologie für den Einsatz in der Serien-Produktion getestet werden. Ähnlich argumentiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Der Rennsport war schon immer eine Forschungs- und Entwicklungsplattform für die Industrie, wodurch die Formel E in der Zukunft sehr an Bedeutung gewinnen wird." Daniele Schillaci, Verkaufschef von Nissan und unter anderem auch für den Geschäftsbereich E-Mobilität zuständig, bläst ins gleiche Horn: "Wir sind Pioniere der Elektromobilität und blicken gleichzeitig auf eine lange Motorsporthistorie zurück. Es liegt also nahe, diese beiden Kernkompetenzen zusammenzubringen und in der Formel E anzutreten." Porsche bringt 2019 parallel zum Einstieg in die Rennserie den ersten vollelektrischen Porsche Mission E auf den Markt. Die Zuffenhausener investieren bis Ende 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität, das Engagement in der Formel E kann man also als logische Schlussfolgerung sehen.

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Ist die Formel E eine Konkurrenz für die Formel 1?

Bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Die Formel 1 ist ein Milliarden-Geschäft mit globaler Strahlkraft, schillernder Historie und den berühmtesten Fahrern. Die Formel E wird wegen der längst nicht ausgereiften Technik und der Skepsis vieler Motorsport-Fans gegenüber den elektrischen Flitzern noch lange im Schatten der Königsklasse stehen. Der US-Medienkonzern Liberty, der künftig die Mehrheitsanteile an beiden Rennserien hält, dürfte ohnehin kaum daran interessiert sein, dass die Formel E der Formel 1 das Wasser abgräbt.

 

Muss sich die DTM sorgen?

"Nein, diese Bedenken gibt es nicht. Alle drei Hersteller haben ein klares Bekenntnis zur DTM abgegeben. In welcher Form und über welche Serien das Motorsportprogramm in der Breite ausgestaltet wird, ist Sache jedes Herstellers", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef des DTM-Rechteinhabers ITR, zur Konkurrenzsituation zwischen der Formel E und der DTM. Leider zeigt sich diese Aussage nur kurze Zeit später bereits als überholt: Mercedes steigt aus der DTM aus und möchte sich auf Formel 1 und Formel E konzentrierten. Allerdings "bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", ließ die Trägerorganissation (ITR) der DTM verlauten.

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Wo ist die Formel E Saison 2018 zu sehen?

Die Formel E startet auf Stadtkursen in zehn Metropolen von Hongkong über Paris bis New York. Neu zur Formel E Saison 2018 sind die Stationen Zürich (Schweiz) und Santiago (Chile), dafür fliegen Buenos Aires (Argentinien) und Monaco aus dem Rennkalender. In Deutschland macht die Formel E am 19. Mai 2018 in Berlin Halt. Eurosport überträgt die Formel E im frei empfangbaren Fernsehen.

 

Formel E 2018: Fahrer- und Teamwertung (Tabelle)

FahrerwertungTeamwertung
FahrerPunkteTeamPunkte
Daniel Abt (66)85Audi Sport
ABT Schaeffler
186
Lucas di Grassi (1)101  
Jerome d'Ambrosio (7)27Dragon Racing41
Jose Maria Lopez14  
Neel Jani (6)0  
Sam Bird (2)140DS Virgin Racing157
Alex Lynn (36)17  
Nick Heidfeld (23)30Mahindra Racing116
Felix Rosenqvist (19)86  
Antonio Felix da Costa (28)20Andretti Autosport24
Stéphane Sarrazin (27)0  
Kamui Kobayashi (27)0  
Tom Blomqvist (27)4  
Luca Filippi (68)1NextEV NIO47
Oliver Turvey (16)46  
Ma Qing Hua (68)0  
Nelson Piquet jr. (3)45Panasonic Jaguar Racing105
Mitch Evans (20)60  
Sebastien Buemi (9)92Renault e.dams99
Nicolas Prost (8)7 -
Jean-Eric Vergne (25)163Techeetah219
Andre Lotterer (18)56  
Maro Engel (5)27Venturi56
Tom Dillmann (4)0  
Edoardo Mortrara (4)29  

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