GM-Stellenabbau: Trump droht General Motors Trump kritisiert GM-Pläne

von Sven Kötter 28.11.2018

Autobauer GM plant einen umfassenden Stellenabbau und Werksschließungen. Die Belegschaft soll um rund 15 Prozent verkleinert, zahlreiche Modelle gestrichen werden. US-Präsident Trump droht General Motors, alle Fördermittel für GM zu kürzen. Dieser Artikel wird laufend aktualisiert!

Ein geplanter Stellenabbau beim amerikanischen Autokonzern GM soll die Firma fit für die Zukunft machen. Laut US-Medien könnten die Jobstreichungen zwischen 10.000 und 15.000 Mitarbeiter betreffen. Generel Motors selbst kündigte zwar an, dass rund 15 Prozent den Konzern verlassen sollen – es ist aktuell allerdings unklar, ob darin bereits Mitarbeiter eingerechnet sind, die in der Vergangenheit bereits ein Abfindungsangebot erhalten haben. Sicher ist, dass ein Viertel des Stellenabbaus Führungspositionen betreffen soll, um interne Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Bis Ende 2019 könnten in den USA und Kanada fünf Werke komplett geschlossen werden, was 6000 Arbeiter betreffen würde. Sich schwach verkaufende Baureihen sollen komplett eingestellt werden. Besonders angespannt scheint die Lage im GM-Werk Ohio zu sein, das im Rahmen des Stellenabbaus und der Streichliste besonders oft genannt wird. Mehr zum Thema: Alle Meldungen zu Tesla

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Trump droht GM wegen Stellenabbau

US-Präsident Trump kritisiert die Pläne zu Stellenabbau und Werkschließungen scharf und drohte in einem Gespräch mit GM-Chefin Barra am 26. November 2018, dass man im Falle einer dauerhaften Werksschließung "ein Problem" habe. Gleichzeitig forderte er von GM einen Produktionsstopp in China. Einen Tag später, am 28. November 2018, hat Trump seine Drohungen konkretisiert. Auf Twitter schrieb er: "Wir prüfen, alle GM-Subventionen zu kürzen, inklusive der für Elektroautos". Des Weiteren ließ er über den Nachrichtendienst verlauten: "In Mexiko und China wird nichts geschlossen. Die USA haben General Motors gerettet, und dies ist der DANK, den wir bekommen!" GM reagierte auf die Äußerungen Trumps. Die Konzernspitze betonte, die Präsenz in den USA aufrecht zu halten. GM betonte, dass seit 2009 über 22 Milliarden Dollar in die US-Standorte investiert wurden. Mit dem Stellenabbau möchte der Autoriese auf neue Herausforderungen reagieren. Die im Gang befindliche Umstellung auf Zukunftstechnologien wie E-Mobilität und autonomes Fahren erfordere entsprechende Anpassungen. Gestiegene Materialkosten und der schwächelnde Absatz kleinerer PKW in den USA scheinen die Pläne für den Stellenabbau bei GM zusätzlich zu beschleunigen. Die Maßnahmen sollen die Kosten bis 2020 um rund 4,5 Milliarden Dollar drücken.

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Streichlist: Diese GM-Modelle vor dem Aus

Neben den GM-Plänen zum massiven Stellenabbaus kursiert auch eine Streichliste, auf der sich auch Modelle mit durchaus klangvollem Namen wiederfinden. Das Hauptaugenmerk auf SUV, Pickups und Elektroautos führt offenbar zur Einstellung vieler klassischer Limousinen. Überraschenderweise soll auch das eigentlich erfolgreiche Hybrid-Modell Chevrolet Volt gestrichen werden. Dazu gesellen sich Chevrolet Cruze und Impala, sowie die Cadillac-Modelle CT6 und XTS und der Buick LaCrosse. Denkbar ist allerdings, dass das ein oder andere Modell weiterhin in China produziert werden könnte. GM plant im kommenden Jahrzehnt sämtliche Modelle auf nur noch fünf verschiedenen Plattformen aufzubauen. Bis zum Jahr 2030 soll es eine Elektroauto-Quote von 25 Prozent in den USA geben, die man erfüllen will. 2017 hatte sich GM bereits von seinem defizitären Europageschäft getrennt und die Globale Marken Opel und Vauxhall an den PSA-Konzern veräußert. Das hat dem US-Riesen allerdings kein Geld in die Kassen gespült, sondern insgesamt 6,2 Milliarden Dollar gekostet.

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