Google-Auto (Waymo): Autonomes Robotertaxi Kommt Waymo nach Europa?

von Alexander Koch 30.07.2018
Inhalt
  1. Autonomes Robotertaxi von Google-Tochter Waymo
  2. Chrysler Pacifica fährt 9000 km ohne menschliche Hilfe
  3. Google-Auto: Waymo testet mit Chrysler-Technik

Die Google-Schwester Waymo baut seine Flotte von Robotertaxis aus: Neben 20.000 Jaguar I-Pace hat das Unternehmen 62.000 weitere Chrysler Pacifica bestellt. Auch ein möglicher Markteinstritt in Europa rückt näher. Die Entwicklung eines eigenen Google-Autos derweil ist eingestellt!

Auch ohne ein eigenes Google-Auto erweitert Waymo, die Schwesterfirma des Internetgiganten, seine Flotte autonom fahrender Robotertaxis um über 80.000 Fahrzeuge. Innerhalb welchen Zeitraums die 20.000 Jaguar I-Pace und 62.000 Chrysler Pacifica zum Einsatz kommen, ist dabei unklar. Der Minivan von Chrysler stellt bereits den Stamm der Waymo-Flotte. Mit dem Jaguar I-Pace möchte der Dienstleister einen selbstfahrenden Robotaxi-Dienst in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona gründen und durchschnittlich eine Million Fahrten pro Tag durchführen. Bislang hat Waymo mit seinen autonom fahrenden Robotertaxis Testfahrten von fast 13 Millionen Kilometer absolviert, unbeeindruckt durch den tödlichen Unfall zwischen einem Uber-Roboterwagen und einer Passantin. Die Sicherheit von autonomen Autos stark in Frage gestellt, erklärte Waymo-Chef John Krafcik daraufhin, dass die Technologie seiner Fahrzeuge mit der Situation fertig geworden wäre.

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Autonomes Robotertaxi von Google-Tochter Waymo

Als nächstes großes Ziel der Google-Schwester Waymo gilt der Markteintritt in Europa: Als erster Test fungierte ein Gelände von Fiat Chrysler (FCA) im italienischen Balocco. Bei den rund 70 Testfahrten fuhren die Chrysler Pacifica im vollautonomen Level Vier ohne Sicherheitsfahrer, trafen dabei alle sicherheitskritischen Entscheidenen selbst und wichen Hindernissen eigenständig aus. Mit diesen Tests weitet Waymo die Kooperation mit FCA aus. Ohnehin sucht die Google-Schwestermarke bewusst die Zusammenarbeit mit etablierten Autobauern, ohne dabei eine Entwicklung und Produktion eigener Modelle – etwa dem Google-Auto – zu planen. "Wir sind keine Autofirma, sondern eine Technologiefirma. Wir wollen auch keine Autofirma werden", sagte Waymo-Chef John Krafcik dazu dem Handelsblatt. Ob Waymo für den Markteintritt in Europa Kooperationen mit weiteren europäischen Herstellern eingehen möchte, ist unbekannt. Mehr zum Thema: Hersteller planen Ladestationen

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Chrysler Pacifica fährt 9000 km ohne menschliche Hilfe

Einer kalifornischer Statistik zufolge fährt Waymos Chrysler Pacifica über die installierte Software 9000 Kilometer, ohne dass ein Mensch korrigierend eingreifen muss. In den zwölf Testmonaten bis Ende November 2017 mussten Fahrer in nur 63 Fällen aus Sicherheitsgründen die Kontrolle übernehmen. Im Vergleich dazu schneiden andere große Hersteller deutlich schlechter ab: Die GM-Tochter Cruise, die nur rund ein Drittel der Strecke wie Google gefahren ist, schafft nur 2000 Kilometer, ohne dass ein Sicherheitsfahrer übernehmen muss. Trotzdem möchte Cruise 2019 einen Robotertaxi-Service starten. Der Autobauer Nissan kommt auf 24 Notabschaltungen und fuhr 8000 Kilometer, bei Mercedes musste alle paar Kilometer ein Mensch die Steuerung übernehmen. Und das chinesische Internet-Unternehmen Baidu musste 48 Mal bei einer Strecke von 3200 Kilometern eingreifen. Damit bleibt Waymos Chrysler Pacifica die Nummer Eins unter den selbstfahrenden Robotertaxis.

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Google-Auto: Waymo testet mit Chrysler-Technik

Der Google-Mutterkonzern Alphabet arbeitet seit 2009 an selbstfahrenden Autos und treibt das Projekt seit 2016 unter dem Dach der damals neugegründeten Tochterfirma Waymo voran. Das Ziel ist es, Menschen in wenigen Jahren mit Waymo-Robotertaxis sicher von A nach B zu bringen. Auf ein Lenkrad oder Pedale im Fußraum können diese Autos komplett verzichten, schließlich wird die Steuerung vollständig vom Computer übernommen. Die Entwicklung des 2014 vorgestellten, eigenen Google-Autos wurde alledings zugunsten der Zusammenarbeit mit Fiat Chrysler eingestellt. Entwicklungschef für das "Google Self Driving Car" war Chris Urmson. Seine Vision: ein Zweisitzer, der seine Insassen ausschließlich computergesteuert chauffieren sollte. Testfahrten liefen bereits in Austin/Texas und in der Google-Heimatstadt Mountain- View – aufgrund der aktuellen amerikanischen Straßenverkehrsordnung aber doch mit Lenkrad und Pedalen. Mehr zum Thema: E-Auto Kaufprämie beantragen

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