Holden Commodore HSV GTSR W1 (2017): Finales Modell Letzter 644-PS-Holden brettert von Bord

von Alexander Koch 04.01.2018

Das letzte Exemplar des Holden Commodore ist als 644 PS starke Sonderserie GTSR W1 vom Band gelaufen, nun wird die Holden-Produktion in Australien eingestellt. Wir stellen den besonderen Australier vor!

Ein leiser Abgang? Nicht mit Holden! Die australische GM-Tochter hat mit dem HSV GTSR W1 (2017) auf Basis des Commodore eine 644 PS starke Abschiedsvorstellung in den Asphalt gebrannt. Zum Jahreswechsel 2017/2018 lief das letzte Exemplar der heißblütigen Sonderserie vom Band, danach schließen die Hallen der australische Marke. Schluss mit der Narrenfreiheit in "Down Under", die Zukunft liegt in importierten und umgelabelten GM-Modellen. Spätestens dann dürften auch in Australien die Vier- und nicht mehr die Achtzylinder regieren. Weshalb sich HSV die übriggebliebenen 6,2-Liter-V8 aus der 2013 ausgelaufenen Corvette ZR1 geschnappt und in Clayton (Melbourne) in jeden der exakt 295 Stück des Holden Commodore verfrachtet hat. Dass sowohl der Commodore als auch der LS9-V8 nicht auf dem aktuellen Stand der Technik sind? Wischt der HSV GTSR W1 (2017) mit zahlreichen Rekorden vom Tisch. So ist der Holden Commodore mit dem Kompressor-geladenen Achtender das stärkste und zugleich schnellste australische Serienauto aller Zeiten. Das Sechsgang-Schaltgetriebe dirigiert die 644 PS und 815 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterräder. Die wissen die Kraft vor allem in eins umzusetzen: Rauch!

Fakten zur Chevrolet Corvette im Video:

 
 

Holden Commodore als HSV GTS-R W1

Damit der HSV GTSR W1 (2017) trotzdem den beeindruckenden Sprintwert von nur 4,2 Sekunden auf Tempo 100 in die Zeituhr diktieren kann, hat HSV den Holden Commodore mit 20-Zöllern sowie 265er-Reifen vorne und 295er-Schluffen hinten bestückt. Es passt ins Bild, dass es die gleichen Pirelli-Reifen sind, die auch Porsche nutzt. Auch hier stellt der Australier einen Rekord auf: Es sind die größten Reifen, die je an einem australischen Serienauto montiert wurden. Das gleiche gilt für die Pizza-großen Bremsscheiben hinter den schwarzen Alufelgen. Ebenso wurde auch das Sportfahrwerk mit einstellbaren Dämpfern für die Mehrleistung fit gemacht. Und so knallt der Holden Commodore HSV GTSR W1 (2017) bis in den elektronischen Begrenzer bei 250 km/h, könnte ohne den sogar spielend über 300 Sachen fahren. Trotz seines Preises von umgerechnet 121.000 Euro war das Sondermodell über Nacht ausverkauft. Dass nur 295 Exemplare exklusiv für Australien und Neuseeland entstanden sind, hat übrigens einen ganz simplen Grund: Es gab keine LS9-Motoren mehr. Sonst hätte Holden locker die vierfache Zahl des Holden Commodore HSV GTSR W1 (2017) verkaufen können.

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