Kindersitz-Test 2019: Die besten Sitze! Viele gute Kindersitze in allen Altersklassen

von Christina Finke 07.06.2019
Inhalt
  1. Kindersitz-Test 2019: Die meisten "gut", zwei "mangelhaft"
  2. Vier Modelle mit Alarmsystem im Kindersitz-Test 2019
  3. Diese Trends beobachten ADAC & Stiftung Warentest
  4. ADAC gibt Tipps zum Kindersitz-Kauf

31 neue Modelle haben ADAC und Stiftung Warentest im Frühjahr für den Kindersitz-Test 2019 unter die Lupe genommen. Geprüft wurden die Kriterien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt. 23 Modelle erhielten die Bewertung "gut", ein Modell schnitt sogar "sehr gut" ab. Die Ergebnisse im Detail!

Für den Kindersitz-Test 2019 haben ADAC und Stiftung Warentest 31 in Deutschland erhältliche Babyschalen und Kindersitze auf ihre Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und den Schadstoffgehalt hin untersucht. Die gute Nachricht: Insgesamt 23 Modelle schnitten mit "gut" ab. Drei weitere erhielten die Bewertung "befriedigend", da sie die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich übertreffen, zwei Modelle waren "ausreichend". Das einzige "sehr gut" ging an die Babywanne Maxi-Cosi Jade + 3wayFix (420 Euro), die vor allem in der Kategorie Sicherheit punkten konnte. Einziger Nachteil: Die Babyschale zählt zu den teuersten Produkten ihrer Klasse und kann nur in den ersten Lebensmonaten bis zu einer Körpergröße von 70 Zentimetern genutzt werden. Auch der ADAC bemängelt, dass der Großteil der aktuell getesteten Modelle nicht unter 200 Euro zu haben sei, das teuerste Modell kostet 570 Euro ("gut"). Doch auch preisgünstigere Modelle wie der Nania Beone SP (50 Euro), der Britax Römer Adventure (80 Euro) und der Cybex Aton 5 (130 Euro) schnitten im Kindersitz-Test 2019 von ADAC und Stiftung Warentest "gut" ab. Mehr zum Thema: Sicherheit

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Kindersitz-Test 2019 von ADAC & Stiftung Warentest (Video):

 
 

Kindersitz-Test 2019: Die meisten "gut", zwei "mangelhaft"

Leider gab es aber auch Ausreißer beim Kindersitz-Test 2019 von ADAC und Stiftung Warentest: Zwei Modelle wurden für ihre besonders schlechte Leistung abgestraft und daher mit "mangelhaft" bewertet. Beim Crashtest des Chicco Oasys i-Size Bebecare + i-Size Base (400 Euro) riss das Gurtschloss aus der Sitzschale und der Kinder-Dummy wurde herausgeschleudert. Bereits im April 2019 warnten die Tester vor dem Modell. Der Hersteller wurde vorab über das Testergebnis informiert, liefert nach eigenen Angaben nur noch eine überarbeitete Version aus und bietet Kunden den Austausch des anfälligen Gurtschlosses an. Beim 230 Euro teuren Maxi-Cosi TobiFix hingegen war beim Kindersitz-Test 2019 die zu hohe Konzentration des Flammschutzmittels TCPP im Bezugstoff das Problem – es soll im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.

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Vier Modelle mit Alarmsystem im Kindersitz-Test 2019

Vier der Modelle, die ADAC und Stiftung Warentest im Kindersitz-Test 2019 unter die Lupe nahmen, verfügen über ein optionales Alarmsystem. Damit soll verhindert werden, dass Kinder im Auto vergessen werden und beispielsweise aufgrund der Sonneneinstrahlung überhitzen. Sensoren erkennen, wenn ein Kind im Sitz sitzt oder im Sitz angeschnallt ist. Über Bluetooth werden die Alarmsysteme mit einem Smartphone verbunden. Das funktioniert allerdings nur, wenn auch die entsprechende App installiert ist und die Alarmsysteme mit dem Mobiltelefon gekoppelt sind. Entfernt sich der Fahrer aus der Reichweite des Bluetooth-Signals, geben sie eine Warnung ab und können über das verbundene Mobiltelefon auch eine Meldung an vorher in der App hinterlegte Kontakte schicken.  Zwar konnten die im Kindersitz-Test 2019 überprüften Modelle – ausgenommen der Chicco Oasys i-Size – durchaus überzeugen, die Alarmsysteme jedoch nicht. Unter anderem befürchteten die Tester auch, dass sich Eltern zu sehr auf das Alarmsystem der Kindersitze verlassen könnten und weist im Zuge dessen erneut darauf hin, dass schon 15 Minuten bei praller Sonne im geschlossenen Auto für Babys und Kleinkinder lebensgefährlich sein können. Der Appell des ADAC lautet daher: "Kinder niemals allein im Auto lassen! Auch nicht nur für kurze Stopps und auch dann nicht, wenn das Auto im Schatten geparkt wurde." Zudem weisen die Tester darauf hin, dass im Handel mittlerweile auch entsprechende Nachrüstsysteme erhältlich sind, so dass vorhandene Kindersitze weiterhin genutzt werden können. Dabei bleibe jedoch beim Kindersitz-Test 2019 die Frage offen, ab wann so eine Nachrüstlösung eine unzulässige Veränderung am Kindersitz darstellt und deshalb die Zulassung beeinträchtigt oder erlöschen lässt. 

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Diese Trends beobachten ADAC & Stiftung Warentest

Im Zuge des Kindersitz-Test 2019 haben ADAC und Stiftung Warentest beobachtet, dass immer mehr "mitwachsende" Modelle in den Handel kommen. Sie lassen sich vom Säuglings- bis ins höhere Kindesalter verwenden und schnitten im Test meist mit "gut" oder "befriedigend" ab. So können Eltern oft Geld sparen, weil sie nicht alle paar Jahre wechseln müssen. Der Nachteil: Kinder können in einem solchen Sitz nicht außerhalb des Autos befördert werden, weil die Modelle meist schwer sind und keine Tragebügel haben. Auch Kombiprodukte eines Herstellers mit getrenntem Sitz und Basis sind den Testern zufolge auf dem Vormarsch. Bei ihnen können mit nur einer Isofix-Station im Laufe der Jahre zwei oder drei Sitze desselben Herstellers montiert werden. Eltern legen sich damit allerdings über Jahre hinweg auf einen Hersteller fest, können bei der Isofix-Station aber Geld sparen. Außerdem nahm den Ergebnissen des Kindersitz-Test 2019 von ADAC und Stiftung Warentest zufolge auch das Angebot an dreh- oder umsteckbaren Modellen zu. 

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ADAC gibt Tipps zum Kindersitz-Kauf

Wenn man einen Kindersitz kaufen möchte, rät der ADAC Eltern dazu, sich vorher unbedingt über das aktuelle Angebot zu informieren. Dabei kann der aktuelle Kindersitz-Test 2019 helfen, aber auch Ergebnisse der letzten Jahre lassen sich hervorragend vergleichen. Außerdem solle man auf keinen Fall ein Modell kaufen, ohne es vorher mit dem Kind selber ausprobiert zu haben. Es sei daher wichtig, mit Kind und Auto beim Fachhandel vorzufahren. Zudem weisen die Tester darauf hin, dass Kindersitze mit semi-universaler Zulassung (etwa Modelle mit Stützfuß) nicht in jedem Auto montiert werden können. Entsprechenden Produkten liegt aber eine Typliste bei, mit der sich überprüfen lasst, ob das Produkt im eigenen Fahrzeug verwendet werden darf. Denn: Kindersitze müssen möglichst stramm und standsicher eingebaut werden können. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass Gurte keine Falten werfen und möglichst geradlinig verlaufen. Bei Babyschalen sollte vor allem geprüft werden, ob die Gurtlänge ausreicht, um den Sitz sicher anschnallen zu können. Bei Sitzerhöhungen mit Rückenstütze könne es vorkommen, dass sich der Gurt nicht selbstständig aufrollt, wenn sich das Kind nach vorne beugt, so die Experten des ADAC. 

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