Ionity: Ladestationen-Netz für E-Autos (Update!) Start für superschnelle Ladesäulen

von AUTO ZEITUNG 29.06.2018

Unter dem Label "Ionity", einem Gemeinschaftsunternehmen von Daimler, BMW, Audi, Porsche & Ford, startet eine neue Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Der Ausbau eines Netzes mit 80 Ultra-Schnellladestationen startete nun an der A61 in Rheinland-Pfalz. Auch Shell kooperiert mit dem Unternehmen.

Das Gemeinschaftsprojekt Ionity startet mit der ersten ultraschnellen Ladestation für E-Autos an der A61 in Rheinland Pfalz ein neues Netz von besonders schnellen Ladepunkten. An der Rastanlage Brohltal betreibt Tank & Rast die entsprechende Anlage. Die bis zu 350 Kilowatt (kW) starken Triple-Charger setzen auf drei Ladeabgänge: Zwei mit Gleich- und einer mit Wechselstrom. Je nach Zustand der Batterie und Außentemperatur kann an ein E-Fahrzeug an einer derartigen Anlage in 20 bis 30 Minuten voll aufgeladen werden. Ionity wurde als Kooperation von Daimler, BMW, Audi, Porsche & Ford gegründet. Zuletzt schloss sich der Mineralölkonzern Shell der Gruppe an. Bis 2019 will der Tankstellenbetreiber seinen Beitrag zu dem Vorhaben beitragen, europaweit Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge aufstellen. Denn die wichtigste Voraussetzung für die Zukunft der Elektromobilität ist nach wie vor eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur. Noch vor Ende des Jahres will Ionity die ersten 20 Stationen installiert haben. Sie werden künftig gemeinsam mit Shell, dem Raststättenbetreiber Tank & Rast, der österreichischen Mineralölgesellschaft OMV und der Handelskette Circle K betrieben. Insgesamt wollen die Konzerne 400 Schnellladestationen an Autobahnen und anderen Hauptverkehrsachsen in Deutschland, Norwegen und Österreich aufbauen. Im kommenden Jahr soll die Zahl auf über 100 steigen, bis 2020 sollen dann alle 400 Ionity-Ladestationen stehen. Jede Station wird über mehrere Ladesäulen verfügen, wobei die Stationen jeweils nicht weiter als 120 Kilometer voneinander entfernt liegen sollen. Mit seiner Beteiligung an Ionity setzt Shell die Konkurrenz im Tankstellengeschäft unter Zugzwang, die Branche wertet die Kooperation als "Gamechanger", als Symbol einer Wechselstimmung. Bereits vor einger Zeit hatte der Shell-CEO Ben van Beurden öffentlich verkündet, dass sein nächstes Auto keinen Verbrennungsmotor haben würde. Mehr zum Thema: Elektroauto kaufen

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Ionity: Erste ultraschnelle Ladestation Deutschlands

Um die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aufzubauen, haben die Autobauer das Unternehmen Ionity mit Sitz in München gegründet, an dem die BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen-Konzern mit Audi und Porsche zu je einem Viertel beteiligt sind. Das Unternehmen beschäftigt zunächst 50 Mitarbeiter. Zur Höhe der Investitionen wollen die Hersteller keine Angaben machen. Die Ladestationen an Autobahnen und hoch frequentierten Durchgangsstraßen sollen dabei öffentlich zugänglich sein und damit das elektrische Fahren über längere Strecken ermöglichen. Das Laden soll so weiterentwickelt werden, dass es in Zukunft ähnlich bequem funktioniert wie herkömmliches Tanken. Schon Ende 2016 wurden die Pläne zur Zusammenarbeit der Hersteller konkret und die Partner unterzeichneten ein sogeanntes "Memorandum of Understanding". Die geplante Infrastruktur soll demnach eine Ladeleistung von bis zu 350 kW unterstützen und somit ein wesentlich schnelleres Laden als gegenwärtige Schnellladenetze ermöglichen.

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