Mini Electric: Goodwood Festival of Speed 2018 Electric-Studie in Goodwood

von Thomas Geiger 12.07.2018

Das Mini Electric Concept nimmt auf dem Goodwood Festival of Speed 2018, 12. bis 15. Juli, den Serien-Mini mit Elektro-Antrieb vorweg. Wir verraten die technischen Details!

Es ist fast schon eine Ironie der Geschichte: Mit der Studie zum kommenden Mini Electric zeigte ausgerechnet jene Marke auf dem Goodwood Festival of Speed 2018 (12. bis 15. Juli) ein Elektroauto, mit der BMW vor gut zehn Jahren mit immerhin 600 Prototypen den elektrischen Ernstfall geprobt und die Aufbauarbeit für die i-Modelle geleistet hat. Bis dato aber bietet die britische Tochter nur Benziner und Diesel bis zum Abwinken an, beim Elektro-Trend scheint sie abgehängt. Erst im Spätsommer 2017 hat Mini seinen ersten Plug-In-Hybriden erhalten, von rein elektrischen Fahrzeugen war lange gar keine Rede. Offenbar sind sie aber auch in München aufgewacht, beenden die elektrische Isolation der i-Modelle und proben selbst bei Mini den Benzin-Brexit: "Mini und Elektrifizierung sind wie füreinander geschaffen", hat Firmenchef Harald Krüger endlich erkannt. Für 2019 stellen die Briten den Mini Electric in Aussicht und machen die "konsequente Elektrifizierung des Globale Marken- und Produktportfolios" zu einer zentralen Säule jener Strategie, mit der sich die Bayern wieder an die Spitze der Premiumliga setzen wollen. Als Vorboten dieses ersten Akku-Autos zeigte Mini in Frankfurt das "Electric Concept", das bereits sehr nah an der aerodynamisch feingeschliffenen, aber ansonsten unspektakulären Serie sein will.

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Das Mini Electric Concept nimmt das Serienmodell vorweg. © Mini

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Mini Electric Concept auf Goodwood Festival of Speed 2018

Bei der Karosserie bedient sich der Mini Electric beim konventionellen Dreitürer, der für den Einsatz an der Ökofront nur dezent modifiziert wird. Da ein E-Motor weder Luft zum Verbrennen noch zum Kühlen braucht, haben die Designer den Grill weitgehend geschlossen. Um den Luftwiderstand zu senken, leiten sie den Fahrtwind an der Flanke mit auffälligen "Airbreezern" noch effizienter um die großen Räder. Und jetzt, wo es keinen Auspuff mehr braucht, kann man auch das Heck noch ein bisschen glatter und knackiger gestalten. Auch das Logo mit dem Stecker, der gelbe Streifen im Bug und der Tankdeckel mit E-Symbol sind wohl für die Zukunft gesetzt. Zum Antrieb des Mini Electric verloren die Bayern offiziell noch kein Wort, doch unter der Hand erfährt man, dass der Wagen offenbar den bis zu 184 PS starken E-Motor des i3 bekommen wird, dass wie bei BMW bei 150 Sachen Schluss ist und dass die Reichweite bei 300 Kilometern liegen soll. Den E-Motor vom i3 zu nehmen, ist nur logisch: Schließlich waren es die Briten, die Antrieb und Akkus für den futuristischen Stromer einst zur Serienreife gebracht haben.

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