Mobile Schnell-Ladestation von VW Volkwagens Powerbank fürs E-Auto

von Christina Finke 10.01.2019

Mit mobilen Schnell-Ladestationen möchte VW den Ausbau der Lade-Infrastruktur für E-Autos beschleunigen. Bis zu vier Fahrzeuge können gleichzeitig an der Säule mit 360 kWh Ladekapazität Strom tanken. Ein Ladevorgang soll durchschnittlich nur 17 Minuten dauern!

VW hat mobile Schnell-Ladestationen vorgestellt, mit denen der Konzern den schleppenden Ausbau der Lade-Infrastruktur für E-Autos vorantreiben will. Die Säulen der Wolfsburger können unabhängig vom Stromnetz dort aufgestellt werden, wo gerade Bedarf ist und funktionieren nach dem Prinzip einer Powerbank, wie sie viele für das Smartphone kennen. Die flexiblen Standorte lassen sich via Internet oder App auffinden und neben E-Autos können etwa auch E-Bikes geladen werden. Dank Schnellladetechnologie mit bis zu 100 kW soll ein Ladevorgang laut VW im Schnitt nur rund 17 Minuten dauern. Gleichzeitig sollen bis zu vier Fahrzeuge an einer Säule Platz finden – zwei können über DC-, zwei über AC-Anschlüsse geladen werden. Insgesamt können so mit dem bis zu 360 kWh fassenden Batteriespeicher 15 Elektro-Fahrzeuge mit Strom versorgt werden. Fällt der Energieinhalt unter 20 Prozent, wird die entleerte Säule einfach gegen eine geladene getauscht. Die mobilen Schnell-Ladestationen von VW können aber auch fest an das Stromnetz bis 30 kW via Wechselstrom angebunden werden. Dann lädt sich das Batteriepack dauerhaft eigenständig nach und es ist laut VW sogar möglich, Solar- oder Windenergie zwischenzuspeichern. Mehr zum Thema: E-Ladesäulen im ADAC-Test

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Das muss man über Batterien für E-Autos wissen

VW ID (2020) im Fahrbericht (Video):

 
 

VW zeigt mobile Schnell-Ladestationen

Die ersten mobilen Schnell-Ladestationen will VW für ein Pilotprojekt in Wolfsburg im ersten Halbjahr 2019 aufstellen. Ab 2020 sollen die Säulen, die ältere Batterien aus E-Autos weiterverwenden sollen, dann auch in anderen Städten eingesetzt werden. Thomas Schmall, Vorstandschef der VW-Konzern-Komponente, die von Januar 2019 an eine eigene Einheit im VW-Konzern bildet, spricht von einem "entscheidenden Schritt zu einem leistungsfähigen Netz von Ladepunkten". Die Flexibilität der mobilen Schnell-Ladestationen ermögliche einen komplett neuen Ansatz für den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur: "So können zum Beispiel Städte lernen, wo die geeignetesten Plätze für einen festen Ladepunkt sind, bevor große Investitionen für den Netzausbau getätigt werden." Der unzureichende Ausbau der Ladeinfrastruktur gilt als ein Haupthindernis beim Ausbau der Elektromobilität – neben dem hohen Preis der Autos und der bislang noch geringen Reichweite. Mehr zum Thema: Start für superschnelle Ladesäulen​

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