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Neuer Audi Q3 (2018): Erste Testfahrt Neuer Q3 mit umfassenden Verbesserungen

von Marcel Kühler 09.11.2018

Mit größeren Abmessungen markiert der neue Audi Q3 (2018) das Familienauto unter den kompakten SUV. Bei der ersten Testfahrt kann das knackig abgestimmte Fahrwerk überzeugen, der 2,0-Liter-Benziner mit 230 PS weniger.

Der neue Audi Q3 (2018) tritt ein schweres Erbe an. Mit 1,1 Millionen verkauften Exemplaren hat die erste Generation des Audi Q3 einen exzellenten Start im Segment der Kompakt-SUV hingelegt – und dies trotz recht selbstbewusster Preise und vergleichsweise schmalen Raumangebots. Die nun vorgestellte zweite Generation soll zumindest mit letztgenanntem Umstand aufräumen. Doch nicht nur das: Der Fahrer darf sich über Variabilität und viel Platz freuen. Beim Einstig fällt umgehend auf, dass der vollmundig vom Hersteller versprochene Größenzuwachs tatsächlich vorhanden ist. Sowohl vorn als auch hinten sitzen Erwachsene sehr kommod – egal wie groß oder füllig diese auch sein mögen. Am deutlichsten fällt der Unterschied zum Vorgänger im Fond ins Gewicht. Der um 77 Millimeter gewachsene Radstand sorgt hier für ein deutliches Plus an Beinfreiheit. Und auch über den Köpfen gibt es in Reihe zwei nun viel Platz. Ebenfalls erheblich größer geworden ist das Gepäckabteil. Es schluckt familientaugliche 530 bis 1525 Liter und lässt sich wegen der vergleichsweise niedrigen Ladekante und der großen Öffnung einfach befüllen. Für ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit sorgt im neuen Audi Q3 (2018) auch die Rückbank. Diese kann man nicht nur im Verhältnis 40:20:40 umklappen, sondern erstmals um 15 Zentimeter längs verschieben. Praktisch: Die Hutablage lässt sich im Bedarfsfall in einem extra dafür gedachten Fach unter dem dreistufig einstellbaren Ladeboden unterbringen.  Mehr zum Thema: Das kostet der Audi Q5

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Erste Testfahrt im neuen Audi Q3 (2018)

Auch der Armaturenträger des neuen Audi Q3 (2018)erinnert in keinster Weise an den des Vorgängers. Das bekannte MMI-Bediensystem gibt es nicht mehr. Stattdessen verfügt der neue Audi Q3 (2018) über einen großen, zentralen Touchscreen, über den sämtliche Funktionen gesteuert werden. Der Fahrer blickt neuerdings auf ein digitales Kombiinstrument mit 10,25 Zoll Diagonale (Audi virtual cockpit), dessen Inhalte sich individuell anpassen lassen. Interessante Randnotiz: Ein Headup-Display wird es nach jetzigem Stand für den Q3 nicht geben. Beim Fahren outet sich der neue Audi Q3 (2018), der markentypisch sehr ordentlich geräuschisoliert ist, als gelassenes SUV, das sehr satt auf der Straße liegt. Trotz des optionalen S-Line-Pakets, zu dem neben einem Sportfahrwerk auch 20 Zoll große Räder gehören, schluckt die Federung beinahe sämtliche Fahrbahnschäden klaglos. Gleichzeitig bereitet unserem Testwagen auch kurvenreiches Terrain keinerlei Mühe. Im Gegenteil, hier offenbart der neue Q3 eine große Portion Fahrspaß. Mit viel Elan wirft sich der immerhin 1620 Kilogramm schwere Allradler in alle Arten von Kehren. Die optionale Progressivlenkung, gleichfalls Bestandteil der S-Line-Ausführung, arbeitet dabei präzise und vermittelt ein ordentliches Gefühl für die Fahrbahnoberfläche. Dem Grenzbereich nähert sich der Audi mit ausgeprägter Neutralität – keine Spur vom eher kopflastigen Eindruck, den noch der Vorgänger im Handling hinterließ. Ebenfalls gelungen ist die ESP-Abstimmung. Der elektronische Rettungsanker greift im Bedarfsfall nahezu unbemerkt ins Geschehen ein. Mehr zum Thema: Das kostet der Audi Q8

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Alles prima also? Nicht ganz, denn ausgerechnet der zwei Liter große Turbobenziner mit 230 PS, das vorläufige Top-Triebwerk des neuen Audi Q3 (2018), enttäuscht etwas. Das angenehm leise und laufruhig agierende Aggregat wirkt in der Praxis ein wenig gehemmt und keinesfalls so dynamisch, wie es die Zahlenwerte versprechen. Selbst im Sportmodus, der das Ansprechverhalten nachschärfen sollte, will nicht so richtig Schwung in die Bude kommen. Somit bleiben die drehmomentstarken TDI-Diesel, die mit ihrer lässigen Kraftentfaltung bei niedrigeren Drehzahlen hervorragend zu einem SUV passen, auch im Fall des neuen Audi Q3 (2018) die erste Wahl – zumal der TFSI nicht gerade ein Kostverächter ist. Der Bordcomputer zeigte nach der ersten Testfahrt in gebirgiger Landschaft einen durchschnittlichen Verbrauch von rund zehn Litern auf 100 Kilometern an. Mehr zum Thema: So kommt der Audi e-tron

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Unser Fazit

Der neue Audi Q3 (2018) markiert im Vergleich zu seinem Vorgänger in allen Belangen einen großen Schritt nach vorn. Das Kompakt-SUV ist dank deutlich gewachsenem Raumangebot und verbesserter Variabilität nicht nur wesentlich praktikabler, auch der Fahrkomfort hat aufgrund der feinen Federung hinzugewonnen. Gleichzeitig macht der neue Audi Q3 (2018) auf kurvenreichen Strecken richtig viel Spaß. Weniger gut: der etwas lethargisch zu Werk gehende 230-PS-Benziner. 

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