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Neuer Nissan GT-R Facelift (2016): Erste Testfahrt GT-R geht auf Kuschelkurs

10.07.2018

Der neue Nissan GT-R (2016) zeigt sich komplett umgekrempelt. So wird aus dem radikalen Rennwagen ein fast schon sanftmütiger Supersportwagen. Ist der neue GT-R deshalb langweilig? Nein, wie unsere erste Testfahrt zeigt.

Das neue Nissan GT-R Facelift (2016) macht aus dem radikalen Rennwagen einen fast schon sanftmütigen Supersportwagen. "Wir wollten den GT-Charakter stärker betonen, ohne das R zu schwächen", sagt der Chief Product Specialist Hiroshi Tamura. "Selbst in einem GT-R will man nicht nur kämpfen, sondern zwischendurch auch mal genießen." Obwohl es nach zehn Jahren eigentlich längst an der Zeit wäre, gibt es aber keinen neuen GT-R. Dafür hat Tamura noch einmal kräftig Geld in die Hand genommen und den alten GT-R gehörig umgekrempelt. Davon zeugen im neuen Nissan GT-R Facelift (2016) nicht nur die handvernähten Lederpolster auf den Sportsitzen, die einen nach dem Einstieg unmittelbar einsaugen, der größere Bildschirm mit unveränderter Playstation-Grafik oder der Nappa-Bezug auf dem Armaturenbrett. Für die Überarbeitung stehen vor allem eine nochmal bessere Balance des Autos, eine beruhigte Aerodynamik und eine steifere Grundkarosse.

Neuer Nissan GT-R Facelift (2016) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Nissan GT-R Facelift (2016)

Damit liegt der neue Nissan GT-R Facelift (2016) selbst bei Vollgas so ruhig auf der Straße, dass sich wirklich jeder 300 km/h und mehr zutrauen darf. Bei Tempi, bei denen andere Autos schon nervös werden und nach einer festen Hand verlangen, fährt der neue Nissan GT-R derart stoisch geradeaus, dass das Lenkrad nur mit den Fingerspitzen berührt werden kann. Und wer es wirklich einmal wissen will: Die Landstraße als Aushilfs-Nordschleife zeigt, wie scharf, souverän und sicher der neue GT-R selbst bei höchsten Geschwindigkeiten um die Kurve geht. Aber keine Sorge! Nur, weil der neue GT-R jetzt auch ohne Rennfahrertraining bedenkenlos über 300 km/h gefahren werden kann, wird aus dem Leistungssportler kein Langweiler. Im Gegenteil. Schließlich hat Tamura auch noch einmal am 3,8-Liter-V6 des neuen Nissan GT-R gearbeitet: Der klingt nicht nur kerniger und rotzt wunderbar durch die vier armdicken Endrohre, er flutet den Innenraum zudem mit einem elektronisch polierten Klang. Auch die Leistung des neuen Nissan GT-R Facelift (2016) steigt um 20 auf satte 570 PS.

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Neuer GT-R Nismo als Endstufe

Was Tamura noch viel wichtiger ist als die PS-Leistung: Die Drehmomentkurve des neuen Nissan GT-R Facelift (2016) wird deutlich fülliger. Das Maximum ist mit 637 Newtonmeter zwar nahezu unverändert, doch in mehr als dem halben Drehzahlspektrum lässt sich spürbar mehr Drehmoment abrufen. Entsprechend giftiger geht der neue GT-R zur Sache, beschleunigt noch besser und wischt noch schneller am Vordermann vorbei. Von 0 auf 100 in weniger als drei Sekunden und bei Vollgas 315 km/h – selbst mit seinen neuen Manieren bleibt der neue Nissan GT-R ein Monster und ist nach wie vor brandgefährlich. Und weil der stärkere Motor auch mehr Luft zum Atmen braucht, hat Nissan den Kühlergrill des neuen GT-R nochmals vergrößert. Das lässt den GT-R zusammen mit der neuen, scharfen Abrisskante am Heck noch martialischer aussehen.

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