Alle Tests zum Nissan Micra

Neuer Nissan Micra (2017): Erste Testfahrt Micra sprengt Kleinwagen-Klasse

von Thomas Geiger 14.08.2018
Inhalt
  1. Erste Testfahrt im neuen Nissan Micra (2017)
  2. Neuer Micra mit Around-View-Monitor
  3. Träge Motoren im Micra Nr. 5

Bei den Abmessung ist und bleibt der neue Nissan Micra (2017) ein Kleinwagen, trotz Größenzuwachs von 17 Zentimetern. Aber im Innern ist der Micra ein ganz Großer, wie unsere erste Testfahrt zeigt!

Selbst wenn der neue Nissan Micra (2017) beim Generationswechsel um 17 Zentimeter wächst und an der Vier-Meter-Marke kratzt, bleibt der Japaner ein klassischer Kleinwagen. Das ändert sich, wenn man auf die inneren Werte schaut: Denn im Ringen mit Corsa & Co haben die Japaner ihr bekanntestes Modell so weit aufgerüstet, dass sich der neue Nissan Micra selbst in der Kompaktklasse nicht verstecken müsste. Allerdings gilt das auch für die Preise: Zwar beginnt der Verkauf mit vernünftigen 12.990 Euro. Doch hier ein paar Kreuzchen, dort ein paar Extras und schon steht eine Zwei an erster Stelle beim neuen Nissan Micra (2017). Das große Engagement für den kleinen Wagen kommt nicht von ungefähr: "Wir wollen in diesem Segment in Europa endlich richtig Fuß fassen", sagt Marketing-Mann Laurent Lamotte. Damit räumt er auch ein, dass Nissan den Micra hier schon seit 30 Jahren anbietet, aber mit den Zulassungen alles andere als zufrieden sein kann. "Deshalb haben wir den Kleinwagen noch einmal völlig neu erfunden und außer dem Namen nichts mehr beim alten gelassen", sagt Lamotte und hat dabei nicht übertrieben.

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Neuer Nissan Micra (2017) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Nissan Micra (2017)

Das beginnt schon beim ziemlich mutigen Design. So, wie Nissan mit Qashqai und Juke den Markt aufgemischt hat, möchte auch der neue Nissan Micra (2017) frischen Wind in sein Segment bringen – und macht deshalb Schluss mit der lustlosen Langeweile seines Vorgängers. Stattdessen gibt es ganz im Stile der Studie Sway ein ausdrucksstarkes Gesicht mit einem winzigen Kühlergrill, riesigen Scheinwerfern und markanten Sicken in der Motorhaube. Die Flanke des neuen Nissan Micra dominiert eine zackige Sicke, die jedes Coupé schmücken könnte. Das Dach scheint dank der schwarz gehaltenen C-Säule förmlich zu schweben und das Heck des neuen Micra wird von Rückleuchten in Bumerang-Form geprägt. Als wäre der neue Micra damit nicht schon auffällig genug, bekennt sich die graue Maus jetzt auch noch zur Farbe: Zu den zehn zum Teil ziemlich poppigen Lacken bietet Nissan eine Reihe von Designpaketen für die Karosserie und ein Interieur in drei Farben, woraus sich über 100 Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Zur neuen Form gibt es auch ein neues Format: Da der neue Nissan Micra (2017) für den europäischen Markt maßgeschneidert wurde, darf er um acht Zentimeter in die Breite gehen, dafür aber auch um sechs Zentimeter flacher werden. Dementsprechend satt steht der neue Micra auf der Straße. Und durch den sieben Zentimeter längeren Radstand wächst der Platz auf der Rückbank und mit der Länge auch der Kofferraum, der nun 300 Liter misst und auf rund 1100 Liter erweitert werden kann. Mehr zum Thema: Das kostet der Vorgänger-Nissan Micra

 

Neuer Micra mit Around-View-Monitor

Aber der neue Nissan Micra (2017) will nicht nur scharf aussehen, sondern auch schlau sein: Deshalb übernimmt er einige Technologien seiner größeren Geschwister und wird so zum technologischen Vorreiter im Segment. Als erster Kleinwagen bietet der neue Nissan Micra den Around-View-Monitor, der den Wagen beim Rangieren aus der Vogelperspektive zeigt. Und zum ersten Mal in dieser Liga warnt die Elektronik nicht nur beim Verlassen der Fahrspur, sondern bremst zur Kurskorrektur auch einzelne Räder ab. Dabei gibt der neue Micra nicht den oberlehrerhaften Besserwisser, sondern den subtilen Helfer, der dezent im Hintergrund bleibt. Zusammen mit dem neuen Fahrwerk fühlt sich der neue Nissan Micra (2017) überraschend erwachsen an. Wenn jetzt noch die Lenkung etwas direkter wäre, dann würde er sogar in der Fahrspaßwertung punkten. So forsch und fortschrittlich die Ausstattung ist, so atemlos und altbacken wirken die Antriebe des neuen Micra. Auch wenn Downsizing im Trend liegt und die CO2-Bilanz drückt, würde dem Kleinwagen ein wenig mehr Leistung und Lebensfreude gut zu Gesicht stehen. Stattdessen langweilen die Japaner ihre Kundschaft mit einem 1,5 Liter großen Diesel oder einem 0,9 Liter kleinen Benziner, die beide auf 90 PS kommen, nur mit Fünfganggetrieben kombiniert werden können und irgendwie ziemlich blutleer wirken.

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Träge Motoren im Micra Nr. 5

Dabei kommt der Diesel immerhin auf 220 Newtonmeter, schafft 179 km/h und verbraucht 3,2 Liter. Und für den Benziner gibt Nissan 140 Newtonmeter, 175 km/h und 4,4 Liter an. Allerdings knurrt und knattert der Dreizylinder des neuen Nissan Micra (2017) so laut, dass man sich über eine weitere Technik-Premiere im Micra freut. Die Japaner arbeiten mit Bose zusammen und bieten als einzige in dieser Klasse ein Personal Sound System an. Mit einem Lautsprecher in der Kopfstütze hüllt diese Technik den Fahrer so gründlich in der eigene Soundwolke, dass man vom Lärmen des Motörchens nicht mehr viel hört. Und so feiert Nissan den kleinen Micra als große Errungenschaft und macht sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz zumindest unter den ersten zehn in der europäischen Kleinwagenstatistik. Mehr zum Thema: Das kostet der Nissan Leaf Nismo

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