Neuer Opel Grandland X (2017): Erste Testfahrt Erster Schnelltest mit dem Grandland X

von Thomas Geiger 22.09.2017
Inhalt
  1. Erste Testfahrt im neuen Opel Grandland X (2017)
  2. Neuer Grandland X mit 130 PS flott unterwegs
  3. Allrad gibt es nur im Grandland-X-Hybrid

Die erste Testfahrt im neuen Opel Grandland X (2017) offenbart die Stärken des derzeit größten Opel-SUV. Dass der beinahe fünf Meter lange Wagen am Ende trotz Steinzeit-Infotainment sogar dem Tiguan was voraus hat, ist vor allem einer Sache geschuldet.

Der neue Opel Grandland X (2017) steigt groß ins Geschäft ein und markiert mit einer Länge 4,47 Metern den bisherigen Höhepunkt der Opel-SUV-Flotte. Wie schon sein kleiner Bruder Crossland X ist das vorläufige Flaggschiff der SUV-Flotte aus Rüsselsheim allerdings kein Eigengewächs, sondern ein voreheliches Kind der Kooperation mit dem PSA-Konzern. Denn unter dem im typischen Opel-Design mit scharfen Scheinwerfern und schnittiger C-Säule gezeichneten Blech steckt die Plattform des Peugeot. Opel hat die Familienbande aber gut getarnt und auch beim Anlauf zur ersten Testfahrt gibt es innen nichts zu entdecken, was an das ganz eigene Flair der Franzosen erinnert. Das Lenkrad ist im guten und das Cockpit im schlechten Sinne typisch Opel. Denn während man den neuen Grandland X (2018) mit dem einen gut im Griff hat, schaut man auf dem anderen nach wie vor auf analoge Zeiger und wähnt sich in der Infotainment-Steinzeit. Zumindest bis man nebenan auf dem Touchscreen die OnStar-Plattform entdeckt und sich mit der Cyber-Nanny in Rufbereitschaft oder dem permanenten Online-Zugang über die verstaubten Anzeigen hinwegtröstet.

Neuheiten Opel Grandland X
Opel Grandland X (2017): Preis & Crashtest  

Neuer Motor im Grandland X

Der neue Opel Grandland X (2017) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Opel Grandland X (2017)

Auch beim Rest der Ausstattung des neuen Opel Grandland X (2017) ist man hin- und hergerissen zwischen Ah! und Oh! Denn Features wie die klimatisierten Sitze, die Lenkradheizung, die adaptiven LED-Scheinwerfer oder die aktiven Spurführungshilfen und der Tempomat mit passen gut zum gehobenen Anspruch des Grandland X. Aber das Head-up-Display aus dem Peugeot 3008 zum Beispiel sucht man vergebens beim Schwestermodell von Opel. Typisch Opel sind auch die Sitze. Die sind nämlich nicht nur bequem, sondern auch ergonomisch vorbildlich, sagt zumindest die Aktionsgemeinschaft Gesunder Rücken und spendiert dem Grandland ihr begehrtes AGR-Siegel. In der zweiten Reihe sitzt man zwar ebenfalls sehr bequem, vermisst allerdings die Variabilität, die viele SUV mittlerweile vom Van übernommen haben. Die zweigeteilte Sitzlehne muss deshalb reichen, um den von einer sensorgesteuerten Klappe bedeckten Kofferraum zwischen 514 und 1652 Litern zu variieren. Immerhin ist der Ladeboden topfeben und das Staufach im Souterrain größer als der Keller manch einer Mietwohnung.

 

Neuer Grandland X mit 130 PS flott unterwegs

Angetrieben wird der große Opel von zunächst nur zwei, überraschend kleinen Motoren. Denn der Benziner, den man am typischen Pöttern schnell als Dreizylinder erkennt, hat gerade mal 1,2 Liter Hubraum, und die vier Zylinder des Diesels summieren sich auf 1,6 Liter. Doch weil der neue Grandland X (2017) mit seinen knapp 1,4 Tonnen zu den leichtesten Autos im Segment zählt, fühlt sich der doppelte Mokka überraschend handlich und agil an, findet die richtige Balance zwischen Schaukel und Brett und ist mit den 130-Benzin- und 120 Diesel- PS trotzdem flott unterwegs. Zumindest, solange man auf Asphalt bleibt. Wer sein Glück tatsächlich auch mal abseits der Straße probieren will, sollte sich dagegen von der hohen Bodenfreiheit nicht täuschen lassen: Mehr als eine etwas aufwändigere Traktionskontrolle hat der Grandland X für den Ausflug ins Abenteuer nicht zu bieten. Allrad- statt Frontantrieb wie bei Tiguan, Qashqai oder den Koreanern gibt die PSA-Plattform nicht her.

 

Allrad gibt es nur im Grandland-X-Hybrid

Zwar machen sowohl der wie alle Dreizylinder etwas knurrige Benziner, als auch der dafür umso leisere Diesel bei der ersten Ausfahrt eine solide Figur, doch für Knauser will Opel zur Preiskorrektur später noch einen schwächeren Benziner nachreichen. Und wer mal schneller als die bislang maximal 189 km/h fahren will, der kann auf einen 180 PS Diesel hoffen und bekommt dann auch eine Achtgang-Automatik. Selbst den Allradantrieb haben die Hessen nicht ganz vergessen – wenngleich er nur durch die Hintertür zu haben sein wird. Denn als erster Opel wird der neue Grandland X (2017) zum Plug-In-Hybriden und übernimmt dafür die elektrische Hinterachse, die sie gerade bei der neuen Mutter in Paris entwickeln. Dann kommt der große Landjunge nicht nur im Gelände noch ein Stückchen weiter, sondern darf selbst dann in die Stadt, wenn die Politiker den normalen SUV mal einen Strich durch die Rechnung machen – und ist so am Ende sogar dem VW Tiguan ein wenig voraus.

Fahrbericht Neuer Opel Crossland X (2017)
Neuer Opel Crossland X (2017): Erste Testfahrt  

Der Crossland X ist ein Erfolgskandidat

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