Neuer Porsche Cayenne E-Hybrid (2018): Erste Testfahrt Der E-Hybrid sticht den Selbstzünder

von Thomas Geiger 15.05.2018

Der neue Porsche Cayenne E-Hybrid (2018) zeigt bei der ersten Testfahrt, wie sportlich sparen sein kann. Die Technik des elektrifizierten SUV baut auf dem Antriebsstrang des 918 Spyder auf.

Mit dem neuen Porsche Cayenne E-Hybrid (2018) möchte Baureihenleiter Stefan Fegg sparsame SUV-Fahrer locken, die den Cayenne bislang mit dem nicht mehr erhältlichen Diesel bestellt haben. Mit dem neuen Modell starten die Schwaben wie vor Jahresfrist beim Panamera zunächst mit einem Paket aus dem 340 PS starken V6-Benziner, einer auf 100 kW erstarkten E-Maschine und einem 14 kWh großen Lithium-Ionen-Akku, der im besten Fall in gut zwei Stunden aufgeladen ist und damit für knapp 50 Kilometer reichen soll. War die erste Generation der Plug-In-Porsche noch weitgehend auf die Effizienz ausgelegt, legen die Schwaben beim neuen Porsche Cayenne E-Hybrid (2018) mehr Wert auf Emotionen: "Wir wollen schließlich immer das sportlichste Angebot im Segment machen", sagt Fegg. "Egal, ob bei den Verbrennern oder bei den Hybriden." Mehr zum Thema: So fährt sich der Porsche Cayenne

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Erste Testfahrt im Porsche Cayenne E-Hybrid (2018)

Dafür hat Porsche beim neuen Cayenne E-Hybrid (2018) genau wie beim Panamera die Regel-Strategie umgestellt und sich am Spitzensportler 918 orientiert. Der E-Motor kommt deshalb jetzt nicht nur beim Kickdown zum Einsatz, sondern schiebt schon von ersten Meter an mit an. Das macht sich bei der ersten Testfahrt ausgesprochen positiv bemerkbar. Mit der Hilfe des elektrischen Boosters hat der Hybrid einen Punch wie sonst ein V8-Diesel, nur dass die hohen Drehzahlen jetzt besser zu Porsche passen wollen. Nicht umsonst liegt die Systemleistung bei 462 PS und das maximale Drehmoment von 700 Newtonmeter nahezu ab dem Leerlauf zur Verfügung – wie beim Diesel. Dass der Hybrid immerhin 300 Kilogramm mehr wiegt als der normale V6, ist kaum zu spüren. Nicht auf der Geraden, weil der neue Porsche Cayenne E-Hybrid (2018) so viel Dampf hat. Und nicht in den Kurven, weil die neue Allradlenkung Format und Gewicht schrumpfen lässt, als säße man in einem Macan. Wie ernst es Porsche mit dem Spaß am Sparen meint, zeigt dabei noch ein anderes Detail: Zum ersten Mal bieten die Schwaben für den elektrifizierten Cayenne auch einen Sportauspuff an. Mehr zum Thema: Erste Fahrt im Cayenne Turbo

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Neuer Cayenne E-Hybrid (2018) mit 462 PS

Der dynamische Eindruck beim neuen Porsche Cayenne E-Hybrid (2018) ist nicht rein subjektiv, sondern auch messbar: "Die Fahrleistungen liegen auf einem ähnlichen Niveau wie beim Cayenne S", sagt Fegg mit Blick auf die 5,2 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h und das Spitzentempo von 253 Sachen. Nur beim Verbrauch liegen Welten zwischen den beiden Varianten – selbst wenn die aus der maximal 43 Kilometer elektrischen Reichweite resultierenden 3,2 Liter Durchschnittsverbrauch sehr optimistisch sind. Doch die gut neun Liter, die sich der 440 PS starke Cayenne S gönnt, werden dem neuen Porsche Cayenne E-Hybrid (2018) wahrscheinlich für die doppelte Strecke reichen. Zumal auch das rein elektrische Fahren jetzt mehr Spaß macht. Schließlich muss man zum einen das Gaspedal nicht mehr mit Samtsohlen streicheln, wenn man den Verbrenner nicht aufwecken will. Und zweitens kann man jetzt bis zu 135 km/h schnell stromern und so sogar ein Stückchen Autobahn ohne Sprit bewältigen.

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