Neuer Skoda Karoq (2017): Erste Testfahrt So fährt sich der Skoda Karoq

von Andreas Rogotzki 13.10.2017

Anfang November steht der neue Skoda Karoq (2017) beim Händler. Wir waren mit dem neuen 1,5 Liter großen TSI zur ersten Testfahrt unterwegs, der dank Zylindermanagement bis zu 0,5 Liter Spritsparpotenzial auf 100 Kilometer verspricht.

Nächster Aufschlag im Hause Skoda, mit Ambitionen zum Ass. Der neue Skoda Karoq (2017) ist da. Mit 4,38 Meter Länge und 1,84 Meter in der Breite fällt der Yeti-Nachfolger zwar deutlich kompakter aus als sein großer Bruder Kodiaq, wächst gegenüber seinem Vorgänger aber um immerhin knapp 16 Zentimeter. Im Format allerdings weiterhin voll auf den urbanen Einsatz getrimmt, passt der neue Karoq so gerade noch in Parklücken, die der Kodiaq links liegen lassen muss. Seine kompakten Maße und sein geringes Leergewicht von maximal 1665 Kilo sind seine Stärke und verhelfen dem neuen Skoda Karoq (2017) abseits befestigter Pisten zu der Handlichkeit, der ein Kodiaq oder Tiguan dem Anschein nach entwachsen sind. Der von uns gefahrene 1.5-TSI-Vierzylinder verfügt über Zylinderabschaltung, leistet 150 PS und 250 Newtonmeter maximales Drehmoment und motorisiert das optisch gefällige Kompakt-SUV durchaus temperamentvoll. Je nach Fahrweise versprechen die Tschechen Spritsparpotenzial von immerhin 0,5 Liter auf 100 Kilometer. Richtig die Post ab geht jedoch mit dem 190 PS starken 2.0 TDI, der im Gegensatz zum Basis-Dreizylinder ausschließlich mit Allrad kombinierbar ist. Zwei Benziner und drei Dieselaggregate stehen für den neuen Skoda Karoq (2017) zur Verfügung. Geschaltet wird wahlweise automatisch, mittels 7-Gang-DSG, oder manuell durch sechs knackig eng geführte Gassen.

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Erste Testfahrt im neuen Skoda Karoq (2017)

Sämtliche Varianten des neuen Skoda Karoq (2017) sind über die drei vorprogrammierten Fahr-Modi (DCC) Eco, Normal und Sport auf die eigenen Bedürfnisse konfigurierbar. Die adaptive Fahrwerksregelung hält in allen Programmen ausreichend Komfort-Reserven parat.  Den besten Fahrbahnkontakt vermittelt der Allrad-Karoq, dank Mehrlenker-Hinterachse. Als reiner Fronttriebler ausgelegt macht sich hier die Verbundlenker-Hinterachse bemerkbar, die gegenüber der 4x4-Version zwar leichter ist, auf schlechten Straßen aber Zugeständnisse machen muss. Schwimmt der neue Skoda Karoq (2017) im Stadtverkehr mit, wird die Antriebskraft nahezu komplett an die Vorderräder geführt, die Vorteile des Frontantriebs voll ausgenutzt. Erst auf schwierigem Untergrund sorgt eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung für den bedarfsabhängigen Einsatz der Hinterräder. Das DCC-System überwacht das Fahrverhalten ständig und passt die Kraftverteilung in Abhängigkeit von Beschleunigen, Bremsen und Lenken optimal an den Fahrzustand an.

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Komfortorientierter Innenraum im neuen Karoq

In Sachen Raumgefühl gelingt dem neuen Skoda Karoq (2017) ein perfekter Spagat zwischen kompakten Maßen und großzügigem Platzangebot. Und: Skoda geht laut Norbert Weber, Leiter Interiordesign, beim Karoq die nächsten Schritte in Richtung Wiedererkennbarkeit im Innenraum, die bereits mit dem Kodiaq eingeführt wurde. Vertikale Lüftungsdüsen gelten bspw. als charakteristisch für die künftige SUV-Linie. Die vorderen Sitze sind bequem, bieten wichtige ergonomische Einstellmöglichkeiten an und sind langstreckentauglich. Hinterbänkler reisen ebenfalls auf komfortbetontem Gestühl. Mangelnde Beinfreiheit ist dank Längsverschiebbarkeit der einzelnen Segmente daher nur in seltenen Fällen ein Thema. Skoda setzt die uneingeschränkte Familientauglichkeit des neuen Karoq (2017) mit einer Vielzahl an Assistenzsystemen beeindruckend in den Mittelpunkt des Mobilitätskonzepts: Adaptiver Abstandsassistent, City-Notbremsfunktion mit Personenerkennung, Spurhalteassistent und ein Müdigkeitswarner fallen darunter. Sämtliche Einstellungen lassen sich bequem über Bedienelemente am Lenkrad konfigurieren und auf der zentralen Digitaleinheit der Tachoanzeige darstellen. Praktisch: Über eine Auswahl lässt sich zudem die Navigationsführung anzeigen. Das  Navigationssystem wird  wie alle Multimedia- oder Car-Funktionen über den zentralen Touchscreen über der Mittelkonsole gesteuert, unter anderem via moderner Gestensteuerung.

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von Andreas Rogotzki von Andreas Rogotzki
Unser Fazit

Skoda bugsiert den Yeti zum richtigen Zeitpunkt in Richtung SUV, gibt ihm den neuen Namen Karoq und der profitiert jetzt schon vom Erfolg des größeren Kodiaq. Gestärkt wird das neue Kompakt-SUV zudem von einem cleveren Raumkonzept, sparsamen Motoren und einer umfangreichen Sicherheitsausstattung.

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