Neuer VW Touareg III (2018): Erste Testfahrt (Update!) Überraschend flinkes VW-SUV

von Alexander Koch 07.05.2018

Der neue VW Touareg III (2018) sticht mit Hightech gegen die Konkurrenz aus Süddeutschland. Was Allradlenkung, Nachtsichtgerät und digitales Cockpit auf dem Kasten haben, klärt die erste Testfahrt!

Mit dem neuen VW Touareg III (2018) möchten die Wolfsburger hoch hinaus. Das machen sie bei der ersten Testfahrt mit dem großen SUV deutlich: "Der neue Touareg ist der Urmeter für Qualität", sagt VW-Pressesprecher Martin Hube. Überhaupt, nach einer Million Exemplaren in 16 Jahren soll natürlich auch der neue Wolfsburger den Erfolg fortsetzen. Entsprechend selbstbewusst tritt das SUV der Oberklasse auf und gibt sich dynamischer denn je. Auch, wenn der Touareg im Ton der Zeit acht Zentimeter länger und vier Zentimeter breiter geworden ist, hat er 106 Kilogramm abgespeckt. Entsprechend mühelos bringt der 286 PS starke 3,0-Liter-V6-Diesel den Wagen auf Touren, die zugehörige Achtgang-Automatik hat für jede Fahrsituation den richtigen Gang parat. Zum oberklassigen Reisekomfort tragen auch der Spurhalteassistent, der Abstands-Tempomat (zusammen 2300 Euro) – anhand der Navi-Daten und der serienmäßigen Verkehrszeichenerkennung passt er das Tempo stets den Geschwindigkeitsbegrenzungen an – und die feinfühlige Luftfederung (1950 Euro) bei. Doch kann der neue VW Touareg III (2018) auch sportlich, trotz seiner Ausmaße und des nach wie vor stattlichen Leergewichts von rund zwei Tonnen. Verantwortlich dafür ist auch die neue Allradlenkung (2850 Euro): Bis zu einem Tempo von 47 km/h schlagen die Hinterräder gegenläufig, darüber parallel zu den Vorderrädern ein. Wovon auch der Wendekreis (11,20 Meter)  profitiert, der auf Golf-Niveau liegt.

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Erste Testfahrt im neuen VW Touareg III (2018)

Für den Oberklasse-Nachweis reicht das aus Sicht der Wolfsburger noch nicht aus, weshalb sie im neuen VW Touareg III (2018) zur Nachtfahrt bitten. Das SUV ist nämlich der erste Volkswagen, das mit dem neu entwickelten Nachtsichtgerät "Nightvision" (1820 Euro) ausgestattet werden kann. Das schaltet sich ab 50 km/h automatisch ein. Eine Wärmebildkamera im Bug identifiziert Personen und Wildtiere in einer Entfernung von zehn bis 130 Metern und markiert sie im digitalen Tacho abhängig vom Gefahrenpotenzial gelb oder rot. Und wer weitere 1870 Euro darauf legt, erhält "IQ.Light – LED-Matrixscheinwerfer". Sie sind mit 4200 Lumen nach Angaben von VW derzeit die hellsten LED-Scheinwerfer am Markt, vielleicht aber auch die klügsten: Nicht nur, dass die 83 LED in Abblendlicht, Umfeldlicht und Fernlicht die Fahrbahn verschieden breit oder weit ausleuchten und Lichtmodi für Stadt, Überland, Autobahn, schlechtes Wetter oder Offroad bieten. Bei eingeschalteter Fernlicht-Automatik blendet der neue VW Touareg III (2018) auch nicht mehr ab, sondern entgegenkommende Verkehrsteilnehmer gezielt aus. Schalten sich hierbei LED gezielt ab, werden stark reflektierende Verkehrsschilder über abgedimmte LED entblendet oder Menschen wie Tiere nahe der Fahrspur zur Warnung des Fahrers angeblitzt. Was nach einer Technik aus der Zukunft klingt, funktioniert bei der ersten Testfahrt verblüffend zuverlässig und ist eine, wenn auch teure Empfehlung wert.

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Digitale Cockpit-Landschaft im Touareg (2018)

Doch damit ist das Technik-Feuerwerk im neue VW Touareg III (2018) noch immer nicht am Ende angelangt. Vor dem Fahrer baut sich eine digitale Cockpitlandschaft auf, wie man sie in einem Volkswagen noch nie gesehen hat. Das "Innovision Cockpit" (3500 Euro) umfasst dabei nicht nur ein digitales Cockpit, sondern auch ein optisch nahtlos übergehendes, 15 Zoll großes Infotainmentsystem oberhalb der Mittelkonsole. Knöpfe sind passé, stattdessen kann der Fahrer über Kacheln verfügen, wie man sie von Apple oder Android kennt, sie frei verschieben und per zweisekündigem Knopfdruck weitere Untermenüs aufrufen. Was kompliziert und nach einer Menge Ablenkung klingt, stellt sich nach einer gewissen Findungsphase als recht narrensicher heraus. Frei nach dem Motto: Wer Smartphones bedienen kann, kann auch das – zumal sich die Anzeigen im Cockpit herkömmlich über Knöpfe am Lenkrad einstellen lassen. Keine Frage, der neue VW Touareg III (2018) bietet eine Vielzahl beeindruckender Technologien, die aber auch bezahlt werden möchten. Somit ordnet sich das neue SUV auch beim Preis (ab 60.675 Euro) klar in der Oberklasse ein, was das anvisierte Klientel aber nicht stören dürfte. Ohne Zweifel wird aber auch der Touareg dritter Generation seine Fans und Käufer finden.

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