Opel Rückruf (Oktober 2018): Abschalteinrichtung Einspruch gegen KBA-Rückruf abgelehnt

von AUTO ZEITUNG 12.11.2018
Inhalt
  1. Oktober 2018: KBA-Rückruf für Opel-Diesel
  2. Juli 2015: Undichte Gasfedern beim Insignia Sports Tourer
  3. September 2014: Rückruf für Adam & Corsa

Opel-Rückruf im Oktober 2018: Das Kraftfahrt-Bundesamt macht ernst und verpflichtet Opel, 96.000 Diesel-Fahrzeuge in die Werkstatt zu ordern. Grund dafür sind mutmaßlich illegale Abschalteinrichtungen.  Ein Eilantrag gegen den KBA-Rückruf wurde am 12. November 2018 abgelehnt. Das müssen Cascada-, Insignia- und Zafira-Fahrer jetzt wissen!

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat für Opel einen Rückruf von rund 96.000 Diesel-Fahrzeugen angeordnet. Grund dafür sind laut KBA unerlaubte Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung. Schon 2015 seien die Abschalteinrichtungen gefunden worden, für die das KBA eine freiwillige Servicemaßnahme angeordnet hatte. "Die Durchführung dieser Servicemaßnahme wurde von Opel lange verschleppt", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums im Oktober 2018. Deshalb seien bisher nur etwa 70 Prozent der geforderten Software-Updates durchgeführt worden. "Nach Auffinden einer fünften Abschalteinrichtung Anfang 2018, welche das KBA als unzulässig eingestuft hat, läuft eine amtliche Anhörung. Auch diese Anhörung sei durch Opel mit immer neuen technischen Argumenten zeitlich verschleppt worden. Wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung ist der Autobauer Opel nun amtlich verpflichtet, weltweit 96.000 Fahrzeuge der Typen Insignia, Cascada und Zafira aus den Modelljahren 2013 bis 2016 zurückzurufen. Von den in Deutschland verkauften rund 32.000 Autos wurden bereits 23.000 freiwillig einem Software-Update unterzogen, so dass unter dem Strich in Deutschland nur rund 9000 in die Werkstätten müssen. Angesichts der laufenden Betrugsermittlungen beharrt Opel allerdings darauf, dass die betroffenen Fahrzeuge geltenden Vorschriften entsprächen. Einen entsprechenden Eilantrag von Opel gegen eine Rückrufanordnung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hat das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht am Montag, 12. November 2018, abgelehnt. Nach Ansicht der dritten Kammer liegen schwerwiegende Anhaltspunkte dafür vor, dass die Auffassung des KBA zutreffend sei. Opel hat nun zwei Wochen Zeit, eine etwaige Beschwerde gegen den Beschluss beim Oberverwaltungsgericht einzureichen.

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Oktober 2018: KBA-Rückruf für Opel-Diesel

Opel-Rückruf im Juli 2015: Der Autohersteller Opel ruft gut 47.000 Wagen des Typs Insignia Sportstourer in die Werkstätten. Grund sind möglicherweise undichte Gasdruckfedern an der Heckklappe, bestätigte ein Unternehmenssprecher einen Bericht der Fachzeitschrift "Kfz-Betrieb". Laut einem Warnhinweis besteht die Gefahr, dass die Klappe des Kombis plötzlich herabfällt. Vom Rückruf betroffen seien Modelle mit elektrisch betriebener Heckklappe aus den Baujahren 2009 bis 2015.

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Juli 2015: Undichte Gasfedern beim Insignia Sports Tourer

Januar 2015: Aufgrund von Problemen mit der Batterieabdeckung gibt es einen Opel-Rückruf für über 60.000 Modelle des Astra sowie Astra GTC der Baureihe J. Wie ein Sprecher der Rüsselsheimer bestätigte, könne sich die Abdeckung lösen und so eine Blockade der Lüftung hervorgerufen werden. Im schlimmsten Fall drohe bei der Kompaktklasse eine Überhitzung des Kühlsystems, was dazu führen könne, dass das Fahrzeug in Brand gerate. Personenschäden gab es bislang nicht: Von Unfällen oder gar Verletzten sei laut Opel nichts bekannt. Betroffen von der breitangelegten Service-Aktion sind ausschließlich die Benziner aus den Baujahren 2010 bis 2012. Beim Werkstatt-Aufenthalt werde die problembehaftete Batterieabdeckung entfernt, anschließend mit einem zusätzlichen Kabelsatz fixiert. Wie bei Rückrufen üblich, werden die Halter der betroffenen Modelle vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verständigt. Laut "Spiegel" sind weltweit 208.000 Fahrzeuge betroffen.

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September 2014: Rückruf für Adam & Corsa

September 2014: Opel-Rückruf für 8000 Fahrzeuge der Modellreihen Adam und Opel Corsa, die bis Mai 2014 ausgeliefert worden sind. Hintergrund sei, dass die betroffenen Fahrzeuge mit einem Teil des Lenkungssystems hergestellt worden seien, "das nicht den Spezifikationen entsprach". Um jedes Risiko zu vermeiden, sollten diese Autos erst nach einer Überprüfung wieder gefahren werden. Bei Routine-Kontrollen in den Produktionsstätten sei Opel auf das Problem aufmerksam geworden.

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