Renault: Nissan-Chef Saikawa tritt zurück (Update!) Chef des Renault-Partners tritt zurück

von AUTO ZEITUNG 11.09.2019
Inhalt
  1. September 2019: Nissan-Chef Saikawa tritt zurück
  2. Juni 2019: Frankreich kündigt Anzeige gegen Ex-Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn an
  3. 2018: Weniger Umsatz der Renault-Gruppe
  4. 2018: Dacia-Erfolg pusht deutsche Renault-Bilanz

Nicht nur durch die Ghosn-Affäre zeigen sich Risse in der Renault-Nissan-Allianz: Hiroto Saikawa tritt von seinem Posten als Nissan-Verwaltungsratchef zum 16. September 2019 ab. Dieser Artikel wurde am 11.09.2019 aktualisiert!

Hiroto Saikawa, Chef des Renault-Partners Nissan, tritt am 16. September 2019 zurück. Das teilte der japanische Autobauer nach einer Sitzung des Verwaltungsrates am Montag, 9. September 2019, in Yokohama mit. Der scheidende Nissan-Chef habe bereits seine Bereitschaft zum Rücktritt signalisiert. Nun habe der Verwaltungsrat ihn aufgefordert, seinen Posten als Vorstandschef zur Mitte September zu räumen. Saikawa habe zugestimmt. Ein Nachfolger solle bis Ende Oktober 2019 gefunden werden. Saikawa stand nach dem Rausschmiss des ehemaligen Renault-Chefs Carlos Ghosn im April 2019 unter dem Druck, die Renault-Nissan-Allianz wieder aus dem Tief zu holen. Im Juli 2019 hatte Saikawa eine Fusion der beiden Globale Globale Globale Globale Globale Globale Globale Globale Globale Marken aber noch als "keine gute Idee" bezeichnet. Vielmehr wolle der japanische Renault-Partner die Konzernführung reformieren. Offenbar kursiert bei Nissan die Ansicht, dass die aktuelle Verflechtung unausgewogen sei. Nun muss die Veränderung der Konzernstruktur ohne Saikawa vorangehen. Mehr zum Thema: FCA kooperiert mit BMW

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September 2019: Nissan-Chef Saikawa tritt zurück

Der Ex-Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn hat in den Niederlanden Klage gegen Nissan und Mitsubishi eingereicht, wie am 19. Juli 2019 bekannt wurde. Eine Sprecherin Ghosns bestätigte einen entsprechenden Bericht der französischen Zeitung "Le Figaro". Demnach wirft der 65-Jährige den Automobilherstellern eine missbräuchliche Beendigung seines Arbeitsvertrags als Mitarbeiter der NMBV vor. Dabei handelt es sich um eine Tochter der japanischen Konzerne mit Sitz in den Niederlanden. Ghosn fordert "Le Figaro" zufolge 15 Millionen Euro Schadenersatz, weil nach Ansicht seiner Anwälte der Vertragsbruch nicht ausreichend begründet ist.  Die japanische Staatsanwaltschaft wiederum wirft dem Ex-Renault-Nissan-Chef schweren Vertrauensbruch und Verstoß gegen Unternehmensgesetze vor. Ihm wird zur Last gelegt, gegen die Offenlegungspflichten des Wertpapier- und Börsengesetzes verstoßen zu haben. Darüber hinaus soll der ehemalige Renault-Nissan-Chef Ghosn private Investitionsverluste in Höhe von umgerechnet 14 Mio. Euro auf seinen früheren Arbeitgeber Nissan übertragen haben. Außerdem wird dem Ex-Manager vorgeworfen, unerlaubt Millionenbeträge einer niederländischen Tochterfirma von Nissan und Mitsubishi kassiert haben. Das sei das Ergebnis einer gemeinsamen internen Prüfung. Anfang Februar 2019 hatte der französische Autobauer Renault zudem wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens seines inhaftierten Ex-Konzernchefs die Justiz eingeschaltet. Das Unternehmen teilte mit, dass im Rahmen eines Sponsoring-Vertrags mit dem Schloss Versailles eine Zahlung zum "persönlichen Vorteil" von Ghosn festgestellt wurde. Konkret handele es sich um eine Summe in Höhe von 50.000 Euro für eine Hochzeitsfeier. Unterdessen beteuert der ehemalige Renault-Nissan-Chef weiter seine Unschuld und sieht sich als Opfer einer Verschwörung.

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Juni 2019: Frankreich kündigt Anzeige gegen Ex-Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn an

Frankreich hat in der Affäre um den Ex-Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn rechtliche Schritte angekündigt. Es werde Anzeige erstattet, bestätigte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am 5. Juni 2019, dem Fernsehsender BFMTV. Wenn der Staat Aktionär eines Unternehmens sei, müsse er sicherstellen, dass dessen Führung gut funktioniere, so Le Maire. Die Justiz müsse dann in der Sache entscheiden. Frankreich hält 15 Prozent an der Renault-Gruppe. Bis wann die Anzeige eingereicht werden solle, sagte Le Maire nicht. Renault hatte bei einer Tochtergesellschaft in den Niederlanden zweifelhafte Ausgaben von zusammen rund elf Millionen Euro entdeckt. Wie der Renault-Verwaltungsrat am 4. Juni 2019 mitteilte, geht es dabei unter anderem um Kosten für Flugreisen des früheren Konzernchefs Ghosn. Auch in den Niederlanden sollten nun rechtliche Schritte gegen Ghosn geprüft werden. Eine Überprüfung der gemeinsamen Tochtergesellschaft mit dem japanischen Partner Nissan bestätigte erste Hinweise, wonach es dort ebenfalls Mängel gab im Hinblick auf die finanzielle Transparenz und Verfahren zur Ausgabenkontrolle.

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2018: Weniger Umsatz der Renault-Gruppe

Renault hat das Betriebsergebnis des Konzerns bekanntgegeben: Demnach hat der französische Autobauer im Jahr 2018 unter dem inzwischen zurückgetretenen Konzernchef Carlos Ghosn weniger verdient. Der Umsatz der Gruppe sank um 2,3 Prozent auf 57,42 Millionen Euro. Der neue Präsident des Konzerns, Jean-Dominique Senard, traf sich unterdessen in Japan zu Gesprächen mit Nissan-Chef Hiroto Saikawa, um über die weitere Zukunft der Allianz von Renault und Nissan zu sprechen. Es wird erwartet, dass Senard am 8. April bei einer außerordentlichen Aktionärsversammlung in den Vorstand von Nissan berufen wird. Carlos Ghosn muss währenddessen auf eine Entschädigungszahlung in Millionenhöhe von Renault verzichten. Der Verwaltungsrat des Atuoherstellers berichtete Mitte Februar 2019, dass ihm keine Zahlung im Gegenwert von zwei Jahresgehältern mit festen und variablen Bestandteilen erhalten werde. Zudem verliert er das Recht, ihm in den vergangenen Jahren zugebilligte Aktien endgültig zu erwerben. Ergänzend hieß es aus dem Unternehmen, das Thema Bezahlung von Ghosn sei noch nicht erledigt. Der Verwaltungsrat werde am 15. März über die Entlohnung für 2018 beraten.

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2018: Dacia-Erfolg pusht deutsche Renault-Bilanz

Renault konnte sich 2018 in Deutschland über gute Absatzahlen freuen: Insgesamt wurden 231.500 Fahrzeuge von Renault, Dacia und Alpine verkauft. Ein Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Damit war es unser bestes Verkaufsergebnis seit 1999 – wenn man vom Jahr der Abwrackprämie 2009 absieht", so Uwe Hochgeschurtz, Vorstandsvorsitzender Renault Deutschland. Das Wachstum haben die Franzosen vor allem Dacia zu verdanken: Die Billigmarke konnte 2018 in Deutschland mit einem Plus von 14,5 Prozent erneut zweistellig wachsen. Insgesamt 71.746 Dacia  fanden einen Käufer. Der Marktanteil der Rumänen stieg auf 2,1 Prozent. Damit konnte Dacia etablierte Globale Globale Globale Globale Globale Globale Globale Globale Globale Marken wie Peugeot und Mazda überholen. Bestseller war der Dacia Sandero mit 25.109 Neuzulassungen. Auf dem Privatmarkt zählte der Kleinwagen 2018 mit Platz fünf sogar zu den meistverkauften Autos in Deutschland überhaupt. Daneben legte die zweite Generation des Dacia Duster einen Erfolgsstart hin: Die Verkäufe des SUV wuchsen um 43,7 Prozent auf einen Absatzrekord von 22.664 Stück. Die Marke Renault erzielte in der Jahresbilanz 2018 dagegen mit 130.825 Neuzulassungen ein leichtes Minus von 3,4 Prozent. Eine Ausnahme bildeten die Elektrofahrzeuge: So blieb der Renault Zoe mit 6360 Verkäufen (+47,1 %) das erfolgreichste E-Auto in Deutschland. Auch die leichten Nutzfahrzeuge von Renault verbuchten 2018 mit 25.900 Verkäufen ein Rekordjahr.

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