Rivian R1T/R1S (2020): Motor & Ausstattung Startup Rivian zeigt Elektro-SUV und -Pickup

von Christina Finke 05.12.2018

Das Startup Rivian hat den ersten elektrischen Pickup R1T sowie das Elektro-SUV R1S vorgestellt. Beide Modelle mit bis zu 764 PS starken E-Motoren sollen 2020 auf den Markt kommen!

Der Pickup Rivian R1T und das SUV Rivian R1S (2020) sind nach neun Jahren Entwicklungszeit das Ergebnis des US-amerikanische Elektroauto-Startups Rivian. Während Stromer-Marktführer Tesla im Land der Pickup-Trucks und riesigen SUV hauptsächlich Limousinen unter Strom setzt, hat Rivian damit die Elektrifizierung der Ikone des amerikanischen Automobilbaus gewagt. Der vollelektrische Pickup R1T (2020) ist knapp fünfeinhalb Meter lang und wiegt 2,7 Tonnen – hat also ähnliche Ausmaße wie etwa ein Ford F-150. Beim kantig-futuristischen Design fallen vor allem die beiden durchgehenden LED-Bänder auf: ein rotes am Heck und ein weißes vorne, in dem außerdem Tictac-förmige Scheinwerfer eingelassen sind. Das Platzangebot des Rivian R1T (2020) ist geradezu gigantisch. Die Designer haben den zusätzlichen Platz, der sich durch den Wegfall von Motor, Auspuffanlage und Co. ergibt, bestens ausgenutzt. So finden zusätzlich zu den 800 Kilogramm, die auf der Ladefläche transportiert werden können, noch 350 Liter in einem abschließbaren Laderaum unter der Pritsche sowie 330 Liter Gepäck im Kofferraum unter der Fronthaube Platz. Außerdem können in einem durchgehenden Staufach hinter der Fahrerkabine Snowboard, Surfbrett oder Golftasche bequem untergebracht werden.

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Rivian R1T (2020) im Video:

 
 

Rivian R1T und R1S (2020) mit vier Elektro-Motoren

Das SUV Rivian R1S (2020) wirkt mit knapp über fünf Metern Länge dagegen schon fast zierlich, trotzdem finden hier bis zu sieben Personen Platz. Im Innenraum seiner Modelle setzt der US-Startup vor allem auf Konnektivität: Ein 15,6-Zoll-Bildschirm dient als Bedienungszentrale, die digitalen Instrumente werden auf einem 12,3 Zoll großen Monitor angezeigt und die Passagiere im Fond können sich über einen 6,8 Zoll großen Touchscreen freuen. Außerdem ist jedes Modell in eine Cloud eingebunden, über die Daten ausgetauscht werden können. Zudem sollen alle Fahrzeuge autonomes Fahren auf Level 3 ermöglichen. Basis beider Modelle ist Rivians sogenannte "Skateboard"-Plattform, in der Akkus, Antriebseinheiten, Thermosystem, Bremsen und Fahrwerk untergebracht sind. Für den Antrieb sorgen vier Radnabenmotoren, deren maximale Leistung bei je 200 PS liegt und dank derer die Fahrzeuge auch gleich über elektrischen Allradantrieb verfügen. Die Akkus für den Rivian R1S und R1T (2020) bezieht der Autobauer von einem Zulieferer. Die drei verfügbaren Packs haben eine Kapazität von 105, 133 oder 180 Kilowattstunden, so dass die Gesamtleistung 408, 710 oder 764 PS im Topmodell beträgt. Die Fahrleistungen, die sich daraus ergeben sind beeindruckend: Die stärkste Version schafft den Standardsprint von 0 auf 100 km/h in gerade einmal drei Sekunden, Schluss ist bei 201 km/h. Die Reichweite soll nach Unternehmensangaben von etwa 340 Kilometern mit dem Akku der günstigsten Version bis zu gut 600 Kilometern mit dem 180-Kilowattstunden-Akku reichen. 

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R1T und R1S: Marktstart Ende 2020

Gegründet wurde Rivian 2009 von dem 35-jährigen MIT-Absolventen RJ Scaringe. Mittlerweile beschäftigt er rund 600 Mitarbeiter an fünf Standorten. Die beiden Rivian-Modelle R1S und R1T (2020) sollen nun in einem ehemaligen Mitsubishi-Werk im Bundesstaat Illinois gefertigt werden. Geplant ist, 50.000 Exemplare pro Jahr in den USA abzusetzen. Die Preise für den elektrischen Pickup R1T (2020) beginnen bei rund 61.500 US-Dollar, für das SUV R1S (2020) werden mindestens 65.000 US-Dollar fällig. Vorbestellungen nimmt das Startup bereits entgegen, der Marktstart ist für Ende 2020 geplant. Sollte Rivian diese selbstgesetzte Deadline einhalten können, käme der Stromer-Pickup R1S sogar noch vor Teslas geplantem elektrischem Pritschenwagen zu den Kunden.

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