Sommerreifen 245/40 ZR 18 Die richtige Wahl

11.06.2007

Die Umrüstgröße 245/40 ZR 18 ist für den Audi TT 2.0 TFSI ein gelungener Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort. Welcher Reifen in dieser Dimension die besten Ergebnisse liefert, klärt unser Test

Wer einen Audi TT fährt, legt nicht nur Wert auf sportliche Fahrleistungen, sondern auch auf einen dynamischen Auftritt. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, stellen die Besitzer ihr flottes Coupé gern auf entsprechende Reifen. Am beliebtesten ist bei den TT-Piloten die Umrüstdimension 245/40 ZR 18. Grund genug für die AUTO ZEITUNG, den Fronttriebler mit diesem Format auszustatten und die unterschiedlichen Pneus auf Herz und Nieren zu prüfen. Gesucht ist der beste Kompromiss aus zwölf DisziplinenDie zwei nagelneuen Kandidaten im Feld, der Goodyear Eagle F1 Asymmetric und der Pirelli P Zero, geben zusätzlich Anlass, diese Dimension auszuwählen. Insgesamt stellen sich somit die acht wichtigsten Hersteller unserem Schlagabtausch. In zwölf Disziplinen müssen die Sommerreifen ihre Fähigkeiten beweisen. Und dabei werden nicht die Nässe- oder Trockenspezialisten am Ende die Nase vorn haben, sondern die Pneus, deren Auslegung den besten Kompromiss für alle Bedingungen darstellt. Auf der Teststrecke von Pirelli im brasilianischen Sumare warten die acht Teilnehmer auf den Start der Testsession. Im einzelnen: BF Goodrich G-force Profiler, Bridgestone Potenza RE 050A, Continental Sport Contact 3, Dunlop SP Sport 01, Goodyear Eagle F1 Asymmetric, Michelin Pilot Sport 2, Pirelli P Zero und Toyo Proxes T1 R. Als erstes werden die Nässe-Disziplinen unter die Räder genommen. Klare Unterschiede bei NässeDazu wird die Strecke künstlich bewässert, damit allen Kandidaten unter gleichen Bedingungen fahren können. Bei einer konstanten Wassertiefe müssen die Pneus zunächst ihr Können beim Bremsen zeigen. Dazu wird der TT bei jeweils zehn Bremsungen von 80 km/h bis zum Stillstand verzögert, wodurch schnell klar wird, welcher Reifen die besten Werte in dieser für die Sicherheit eines Autos so wichtigen Disziplin bietet. Den Bestwert (25,2 Meter) erzielt hier der neue Goodyear. Ihm am dichtesten auf den Fersen folgen der Bridgestone, der Toyo und der Pirelli. Die Pneus von Michelin, BF Goodrich und Conti bilden das Mittelfeld, während der Dunlop mit 29 Metern deutlich abfällt.Krasse Unterschiede beim AquaplaningNoch krasser sind die Unterschiede beim Aquaplaning. Bei der Wassertiefe von sieben Millimetern ermöglicht der BF Goodrich mit 88,3 km/h das höchste Tempo, ehe das Profil den Kontakt zur Fahrbahn verliert. Am nächsten kommt ihm hierbei der Dunlop mit 87,9 km/h. Nicht überzeugen können in dieser Disziplin die beiden Neuentwicklungen: Der Goodyear ist bei 85,6 km/h am Ende, und der Pirelli muss sich schon bei 80,7 km/h geschlagen geben. Noch schlechter agiert hier der Continental, der schon bei 78,2 km/h aufschwimmt.Beim Queraquaplaning ändert sich das BildDeutlich anders präsentieren sich die Kandidaten beim Queraquaplaning. Hierbei wird nicht nur die Geschwindigkeit, bei der die Seitenführung verloren geht, beurteilt, sondern auch, wie dies geschieht - bei dem einen Reifen passiert es ganz sanft, beim anderen schlagartig. Der eben noch gescholtene Pirelli hält am längsten die Seitenführung und kündigt ein zu hohes Tempo ruhig an. Fast ebenso gut wie der Pirelli ist der Bridgestone, der aber nur ein niedrigeres Tempo schafft. Mit Abstand folgen dann der Toyo, der Goodyear, der Dunlop und der Continental. Ganz aus dem Ruder läuft der BF Goodrich. Seine Seitenführung reißt so früh und plötzlich ab, dass es brenzlig werden kann. Im Handling entscheiden Zeit und FahrverhaltenBeim Handling werden nicht nur die erzielten Zeiten bewertet, auch das Fahrverhalten des Audi auf der Handlingstrecke und im Kreis geht in die Fahrsicherheit ein. Mit klarem Abstand markieren hier die beiden Neulinge die Spitzenposition. Sowohl der Goodyear als auch der Pirelli sind nicht nur fahrsicher, sie sind auch noch schnell dabei - mit Spitzenwerten für den Italiener. Der Conti landet wegen seines uneindeutigen Fahrverhaltens - er wechselt heftig zwischen Unter- und Übersteuern - nur auf dem letzten Platz. In der Summe aller Nassdisziplinen liegen der Goodyear und der Pirelli vor dem Bridgestone und dem Toyo, am Ende rangieren der Dunlop und der Continental. Michelin und Pirelli überzeugenDoch wie schon erwähnt: Den Gesamtsieg erzielt nur derjenige Pneu, der unter allen Bedingungen vorn mitmischt. Auch auf trockener Piste gehört neben der Fahrsicherheit das Bremsen zu den höchstbepunkteten Wertungen. Den kürzesten Bremsweg erzielt der Audi TT mit dem Pirelli (32,8 Meter). Der Michelin und der Toyo folgen mit 34,3 Metern, während der im Nassen so gut bremsende Goodyear mit 34,7 Metern nur einen Platz im hinteren Mittelfeld belegt. Der letzte Platz geht mit 35,6 Metern an den Dunlop.Dunlop und Conti überraschen mit schlechten ErgebnissenBeim Handling demonstriert der Pirelli P Zero erneut, dass er der sportlichste unter den acht Kandidaten ist. Er umrundet den Kurs, ohne dass der Fahrer irgendwelche Probleme bekommt, und markiert sowohl beim Handling als auch beim Slalom die klaren Bestzeiten. Wie nicht anders zu erwarten, kann jetzt auch der Michelin sein Können ausspielen und folgt dem Pirelli dichtauf. Bei ihm ist die Auslegung der Entwickler auf trockene Strecken ganz deutlich zu spüren. Auf den hinteren Rängen landen der Dunlop und der Toyo, mit denen der TT heftig auf Lastwechsel reagiert. Mit beiden ist es darum auch dem geübten Fahrer nicht möglich, das Zeitniveau der anderen Reifen zu erreichen. Nicht sonderlich in Szene setzen kann sich auch der Goodyear. Er hält sich im Mittelfeld noch hinter dem Bridgestone auf.Am Ende ist der neue Pirelli der Gesamtsieger. Er liegt mit dem ebenfalls neuen Goodyear bei Nässe gleichauf, weist ihn im Trockenen aber deutlich in die Schranken. Die schlechten Ergebnisse des Continental und des Dunlop überraschen.Jürgen Schramek » Die einzelnen Disziplinen & die Ergebnisse des ReifentstsALTERNATIV-AUTOSWeitere Autos, die mit der Reifengröße 245/40 ZR 18 ausgerüstet werden können, finden Sie unten. Die von uns erzielten Testergebnisse mit dem Audi TT 2.0 TFSI können aber nur als Annäherungspunkte für diese Modelle dienen, da sich ihr Fahrverhalten in den verschiedenen Disziplinen unterscheiden kann.

  • Audi A6, A6 Avant
  • BMW 5er, 5er-Touring, M5 (bis 04)
  • Chevrolet Corvette Z06
  • Jaguar X-Type, S-Type
  • Lexus GS, SC
  • Mercedes CLS, E, E-Klasse T-Modell, E 55, E 63, SL
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