SUV-Debatte: Diskussion um SUV in den Innenstädten Debatte um SUV nach tödlichem Unfall

von Jonas Eling 11.09.2019

Politiker der Grünen und die Deutsche Umwelthilfe fordern Verbote und Obergrenzen für SUV. Hintergrund ist ein tödlicher Unfall mit einem Porsche Macan in Berlin. Eine Zusammenfassung.

In Folge des schweren Verkehrsunfalls mit vier Toten in Berlin ist eine Debatte um ein SUV-Verbot und eine SUV -Größenbeschränkungen für Innenstädte entbrannt. Am 6. September 2019 war der Fahrer eines Porsche Macan im Stadtteil Mitte aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und hatte eine Gruppe Fußgänger erfasst. Dabei wurden vier Menschen getötet und drei weitere verletzt. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel von den Grünen übte auf Twitter Kritik an SUV-Modellen wie dem Unfallwagen: "Solche panzerähnlichen Autos gehören nicht in die Stadt!" Jeder Fahrfehler werde zur Lebensgefahr für Unschuldige, so von Dassel. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel wurde der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion Oliver Krischer am Montag konkreter und forderte eine "Obergrenze für große SUV in den Innenstädten". Am besten sei eine bundeseinheitliche Regelung, die den Kommunen Größenbeschränkungen erlauben würde. Auch Jürgen Resch, Chef der Deutschen Umwelthilfe, äußerte sich im Tagesspiegel und sprach sich für die Einführung einer City-Maut für große und umweltschädliche Fahrzeuge aus. Alternativ könnten Städte wie Berlin die Zahl der SUV mit höheren Parkgebühren oder generellen Parkverboten regulieren. Bereits wenige Stunden nach dem Unfall verbreitete sein Verein auf Twitter die Forderung nach einem generellen SUV-Verkaufsstopp.

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Politiker wollen SUV-Trend stoppen (Video):

 
 

Debatte über SUV-Verbot nach tödlichem Unfall in Berlin

Klare Worte zu diesen Reaktionen findet unter anderem der VW-Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch: "Es ist teilweise pietätlos, wie da argumentiert wird", sagte Pötsch laut der Zeitung Die Welt am Rande der IAA-2019-Eröffnung. Auch bei Politikern von CDU und FDP stoßen die Äußerungen der Grünen-Politiker und der DUH auf Unverständnis. "Dieser furchtbare Unfall darf nicht von der Politik instrumentalisiert werden", schreibt der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak auf Twitter. Oliver Luksic von der FDP wird auf dem Kurznachrichtendienst noch deutlicher und fordert eine Entschuldigung von der Deutschen Umwelthilfe. "Die emotionslose Instrumentalisierung einer Tragödie für politische Zwecke ist Beleg für die Radikalität der DUH." Die Polizei Berlin ermittelt derweil weiter zum Unfallhergang – und forderte die Bevölkerung bereits kurz nach dem Unfall auf, Spekulationen zu unterlassen.

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