Tesla Supercharger: Laden, Kosten, Taxi-Verbot Neuer Supercharger für 250-kW-Ladeleistung

von Christina Finke 21.05.2019
Inhalt
  1. Tesla: Supercharger mit erhöhter Ladeleistung & Taxi-Verbot
  2. Kosten beim Laden am Tesla Supercharger
  3.  

Teslas hat den neuen V3-Supercharger mit einer Spitzenleistung von bis zu 250 Kilowatt pro Auto vorgestellt. Außerdem: Tesla verbietet, Taxis an Superchargern aufzuladen. Und: Tesla erhebt Parkgebühren an den Superchargern. Das sind die Kosten!

Eine Ladeleistung von 250 Kilowatt pro Fahrzeug verspricht der neue V3-Supercharger von Tesla. So soll etwa der Model 3 mit Long-Range-Batterie in der Spitze eine Reichweite von bis zu 75 Meilen (120 Kilometer) innerhalb von fünf Minuten laden können. In einer Stunde wären das bis zu 1000 Meilen, also rund 1600 Kilometer. Ob auch Teslas Model S und Model X an den neuen Superchargern geladen werden können, lässt das Unternehmen bislang offen. Aufgebaut werden die neuen Supercharger im zweiten und dritten Quartal 2019 zunächst in Nordamerika, anschließend soll im vierten Quartal der Aufbau in Europa und Asien beginnen. Außerdem bringt noch Tesla ein neues Feature namens "On-Route Battery Warmup", das die Batterie auf die optimale Ladetemperatur vorheizt, wenn sich Fahrer zu einem Supercharger navigieren lassen. Die Amerikaner gehen davon aus, dass sich durch die erhöhte Leistung der neuen V3-Supercharger und das Update die Zeit, in der ein Kunde sein Elektroauto lädt, um die Hälfte reduzieren lässt. Mehr zum Thema: Tesla Model X wird günstiger

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Tesla V3-Supercharger im Video:

 
 

Tesla: Supercharger mit erhöhter Ladeleistung & Taxi-Verbot

Als Reaktionen auf diverse Beschwerden von Privatkunden verbietet Tesla, kommerziell genutzte Elektroautos, etwa Taxen, an den Superchargern aufzuladen. Das Verbot gilt bereits seit dem 15. Dezember 2017 und auch für Fahrer von Mitfahrdiensten wie Uber oder des öffentlichen Diensts. "In einigen Bereichen haben die gewerblichen Fahrer die Schnelllader blockiert und das Laden privater Autos fast unmöglich gemacht", begründet Tesla den Schritt. Sollte das Verbot alleine nicht ausreichen, sei das Unternehmen auch bereit, das Laden der betroffenen Elektroautos durch technische Veränderungen zu begrenzen oder ganz zu verhindern. In Europa zählt Tesla derzeit 1043 Stationen mit insgesamt 7496 Superchargern. Die bis dato kostenlose Nutzung der Supercharger ist für Autos, die nach dem 20. Mai 2017 bestellt wurden, auf 400 kWh pro Jahr begrenzt. Die darüberhinausgehende Nutzung müssen die Kunden selbst zahlen. Für alle Kunden, die ihren Stromer zuvor bestellt haben, ist das Aufladen am Supercharger auch über die 400 kWh hinaus kostenlos. Tesla-Fahrer, die ihren Wagen zwischen dem 15. Januar und dem 20. Mai 2017 gekauft haben, profitieren nur solange vom kostenlosen Laden am Supercharger, wie sie Besitzer des Autos sind. Zuvor galten die Vorteile für das ganze Fahrzeug-Leben. Mehr zum Thema: Das ist das Tesla Model 3

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Kosten beim Laden am Tesla Supercharger

In der Folge muss alles, was über über 400 Kilowattstunden hinausgeht, was etwa für eine Strecke von rund 1600 Kilometern ausreicht, zu mehr oder weniger marktüblichen Preisen bezahlt werden. Bepreist sind die Ladekosten in zwei Stufen: Wer mit Stufe 1 und bis zu 60 kW lädt, bezahlt pro Minute 0,20 Euro. Bei Stufe 2 wird mit mehr als 60 kW geladen, die Kosten verdoppeln sich – macht also 0,40 Euro pro Minute. Achtung: Die Kosten für den Supercharger variieren je nach Land. Zusätzlich erhebt Tesla Parkgebühren: Für alle Autos, deren Ladevorgang bereits abgeschlossen ist, aber trotzdem noch einen Supercharger blockieren, wird eine Gebühr von 35 Cent pro Minute fällig – und zwar schon fünf Minuten nach dem Ladevorgang. In einer Stunde kommen so 21 Euro zusammen. Gezahlt wird beim Besuch des Service-Centers. Das Unternehmen möchte damit eigenen Aussagen zufolge kein Geld in die Kassen spülen, sondern lediglich die Kunden zufriedenstellen und dafür sorgen, dass die Schnellladestationen nicht von Dauerparkern blockiert werden. Auch durch den Stromverkauf möchte Tesla keine Gewinne erwirtschaften, was aber für viele Kunden dennoch einen faden Beigeschmack haben dürfte – schließlich war der kostenlose Supercharger stets ein wichtiges Kaufargument. Allerdings argumentieren die Amerikaner, dass es nie die Idee des Superchargers gewesen sei, allen Kunden ganzjährig kostenlose Mobilität zu liefern. Der Ansatz sei vielmehr gewesen, das Tesla Model S mit Hilfe der Schnelllade-Stationen langstreckentauglich zu machen. Denn ohne ein Netz von Superchargern wäre das Überbrücken langer Distanzen trotz des großen Akkus erheblich schwieriger als es die Kunden heute erleben. Und für derartige Langstreckeneinsätze sind 400 kWh pro Jahr aus Teslas Sicht ausreichend – zumindest, wenn das Auto mit vollem Akku zu Hause startet, nur bei Bedarf unterwegs geladen wird und bei der Ankunft wieder geladen werden kann. Mehr zum Thema:

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