VW Rückruf (Juli 2019): Brandgefahr (Kurzschluss) Brandgefahr beim VW T6

von AUTO ZEITUNG 18.07.2019
Inhalt
  1. Juli 2019: VW-Rückruf für VW T6 mit elektrischer Heckklappe
  2. April 2019: Rückruf für Nachrüst-Stahlfelgen (Alcar Wheels)
  3. Februar 2019: Rückruf für VW Polo (Handbremse)
  4. Dezember 2018: VW-Rückruf "01C5" zu Vorserienmodellen
  5. August/Juli 2018: VW-Rückruf für Tiguan/Touran & E-Autos
  6. Mai 2018: Passat- & Arteon-Produktion mit 2.0-TDI-Motor gestoppt
  7. Mai 2018: Rückruf für VW Polo
  8. November 2017: KBA-Rückruf für VW Touareg II 3.0 TDI
  9. Juli 2017: Rückruf wegen ABS bei VW

Wegen einer undichten Stelle bei Modellen mit elektrischer Heckklappe müssen über 11.000 VW T6 in die Werkstatt. Diese und weitere VW-Rückrufe fasst der Artikel zusammen. Letzte Aktualisierung am 18.07.2019!

Über 11.000 VW T6 mit kurzem Radstand, elektrischher Heckklappe und Schiebetür sind im Juli 2019 in Deutschland von einem VW-Rückruf betroffen. Betroffen sind entsprechende Modelle der aktuellen Generation, die zwischen dem 23. Juli 2015 und dem 13. Mai 2019 vom Band gelaufen sind. Grund für den Rückruf ist eine undichte Stelle oberhalb des Steuergeräts für die elektrische Heckklappe. T6-Besitzer, die ihren VW-Bus mit dem Hochdruckreiniger waschen wollen, sollten vorsichtig sein: Wer dabei zu wenig Abstand zum rechten Seitenteil hält riskiert, dass Wasser in den Innenraum dringt. Passiert dies mehrmals, kann das Steuergerät beschädigt werden und es zu einem "unvollständigen Kurzschluss" kommen. Wenn dann Luft durch offene Fenster, Türen oder das Schiebedach an die Stelle gelangt, besteht Brandgefahr. Das Seitenteil der vom VW-Rückruf betroffenen VW T6 soll nun bei einem etwa einstündigen Werkstattbesuch abgedichtet. Start der Rückrufaktion mit dem Code "58D7" ist voraussichtlich der 22. Juli 2019. Mehr zum Thema: Kommentar zur VW-Ford-Allianz

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Stahlfelgen-Rückruf von Alcar Wheels (Video):

 
 

Juli 2019: VW-Rückruf für VW T6 mit elektrischer Heckklappe

Im April 2019 waren Fahrzeuge des VW-Konzerns von einem Rückruf des Felgenherstellers Alcar Wheels betroffen. Das österreichische Unternehmen gab bekannt, dass die seit Mai 2018 produzierten Nachrüst-Stahlfelgen (Artikelnummer 7755, Produktionsdatum 17/18, Produktionsstandort-Kennzeichnung 00), ab sofort nicht mehr genutzt oder weitergegeben werden sollten. Die Produkte wurden beispielsweise beim Umstieg von Winter- auf Sommerreifen – oder umgekehrt – gekauft. Unter bestimmten Bedingungen könne es aufgrund eines Materialfehlers zum plötzlichen Auftreten von Druckverlust und in Folge dessen zu einer eingeschränkten Kontrollierbarkeit des Fahrzeuges und im schlimmsten Fall zu einem Unfall kommen. Zwar sind die Fahrzeuge von Volkswagen, Seat und Skoda, bei denen die Nachrüst-Felgen verwendet werden, serienmäßig mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet, Alcar Wheels konnte jedoch aufgrund von selbst durchgeführten Fahrversuchen nicht ausschließen, dass eine Warnung an den Fahrer nicht rechtzeitig erfolgt. Kunden werden gebeten, anhand des unter diesem Absatz eingefügten Videos zu prüfen, ob ihre Stahlfelgen betroffen sind. Ist das der Fall, sollte unverzüglich die nächstgelegene Werkstatt aufgesucht werden, in der die Räder kostenfrei gegen neue ausgetauscht werden können. Lagernde Stahlfelgen wurden bereits für die Auslieferung und den Handel gesperrt. Auch Handelskunden sind angehalten, ihre Lagerbestände zur überprüfen. Rund 3800 der vom Rückruf betroffenen Stahlfelgen sind noch im Umlauf.

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April 2019: Rückruf für Nachrüst-Stahlfelgen (Alcar Wheels)

65.000 VW Polo mussten im Februar 2019  in Deutschland aufgrund eines Defekts an der Handbremse in die Werkstatt. Betroffen waren die Modelljahre 2018 und 2019. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, könnte bei bestimmten Modellen die Handbremse an Vorspannung verlieren. In den Werkstätten soll überprüft werden, ob sich der Hebelweg der der Handbremse verlängert hat. Sollte dies der Fall sein, wird die Bremse nachgestellt und die Nachstellschraube mit einer zusätzlichen Kontermutter gesichert. Von dem möglichen Defekt sind weltweit bis zu 350.000 Fahrzeuge betroffen. Von einem weiteren Rückruf sind deutschlandweit 2500 Fahrzeuge der Modelle Golf, Passat, Bora, Sharan und T4 betroffen. Der Rückruf betrifft die Modelljahre 2001 und 2002. Bei den betroffenen Fahrzeugen könnte es einen Produktionsfehler bei den Airbags gegeben haben, der nun in der Werkstatt überprüft werden soll.

 

Februar 2019: Rückruf für VW Polo (Handbremse)

Ein VW-Rückruf namens "01C5" im Dezember 2018 betrifft bis zu 6700 Autos, die als Vorserienmodelle nicht in den Verkauf hätten gelangen dürfen. Bedeutet: Nach Angaben des Autoherstellers sind von 2006 bis 2018 Fahrzeuge vermarktet worden, die nicht dem serienmäßigen Bauzustand entsprechen. Zum größeren Teil seien es Vorserienmodelle, die zu Testzwecken gebaut werden. Betroffen sind die Modelle Up, e-up, Polo, Golf, e-Golf, Golf Plus, Golf Cabrio, Golf Variant, Sportsvan, Scirocco, Eos, Touran, Tiguan, Sharan, Volkswagen CC, Passat, Passat Variant, US-Passat, Phaeton und Touareg. Da ein ernstes Risiko nicht ausgeschlossen werden könne, werde der VW-Rückruf "01C5" aus dem Dezember 2018, der nach KBA-Angaben 4000 Autos betrifft, überwacht. Das teilte KBA in Flensburg mit. Käufern von 5500 betroffenen Modellen wird einem VW-Sprecher zufolge ein Rückkauf angeboten. In einigen Fällen sei auch ein Update möglich. Nähere Details zu den betreffenden Bauteilen wurden nicht genannt. Nach eigenen Angaben sind Volkswagen keinerlei Unfälle oder Verletzungen bekannt, die auf eine nicht serienmäßige Ausstattung eines ehemaligen Vorserienfahrzeugs zurückzuführen wären.

VW-Modellpalette im Video:

 
 

Dezember 2018: VW-Rückruf "01C5" zu Vorserienmodellen

VW-Rückruf im August 2018 wegen Kurzschluss-Gefahr bei den Modellen VW Tiguan und Touran: Weltweit sind fast 700.000 Autos betroffen, in Deutschland sind es circa 52.500 Wagen. Grund für den Rückruf ist eine Lichtleiste am Panoramadach. In diese kann Feuchtigkeit eindringen, die zu einem Kurzschluss führen kann, wie ein VW-Sprecher am Montag, 20. August 2018, erklärt. Es kann zu einem Schmorschaden am Dachhimmel, schlimmstenfalls zum Brand kommen. Betroffen sind Modelle der aktuellen Modellgeneration, die bis zum 5. Juli 2018 hergestellt wurden. Erster Hinweise für einen Kurzschlusses sei die ausgefallene Ambientebeleuchtung, erklärt der Sprecher außerdem. Sollten erste braune Flecken zu sehen sein, sollten die Autobesitzer direkt zur nächsten Werkstatt fahren. Ansonsten könne das Auto aber bis zum Rückruf weiter genutzt werden. Im Einzelnen geht es um 30.000 VW Tiguan und 22.500 VW Touran, die jeweils mit dem großen Schiebedach und der Ambientebeleuchtung ausgestattet sind.

 

August/Juli 2018: VW-Rückruf für Tiguan/Touran & E-Autos

VW droht Ende Juli 2018 wegen der Verwendung eines von Zulieferern gefertigten Bauteils mit Cadmium-Spuren ein Rückruf von 124.000 Elektro- und Hybridautos. Allerdings verteilt sich die Anzahl auf die Kernmarke VW und die Tochterfirmen Audi sowie Porsche. Eine entsprechende Anordnung durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) sei zurzeit "in Klärung", bestätigt ein VW-Sprecher. Einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge hat VW selbst das KBA informiert, dass eine mögliche Nicht-Konformität mit der europäischen Altfahrzeuggesetzgebung vorliegen könnte, die die spätere Entsorgung der Fahrzeuge regelt. Bei Werkstoffanalysen eines Relais im Ladegerät ist festgestellt worden, dass das entsprechende Bauteil neben Silber auch 0,008 Gramm des giftigen Schwermetalls Cadmium pro Gerät enthalte. "Die Serienfertigung und die Auslieferung der entsprechenden Fahrzeuge wurden sofort gestoppt, das betroffene Bauteil durch das eines anderen Zulieferers ersetzt und die Fertigung wieder aufgenommen", erklärte VW in einer schriftlichen Stellungnahme zum drohenden Rückruf. Das eingebaute Cadmium-Teil befinde sich in einem geschlossenen Gehäuse.

 

Mai 2018: Passat- & Arteon-Produktion mit 2.0-TDI-Motor gestoppt

Weiterer Ärger im Zusammenhang mit Dieselmotoren bei VW: Vorstandsvorsitzender Herbert Diess ließ Ende Mai 2018 die Produktion von Passat und Arteon mit dem beliebten 2.0-TDI-Motor (190 PS/Euro 6) stoppen. Selbst bereits produzierte Fahrzeuge mit entsprechender Motorisierung und der zusätzlichen Konfiguration Frontantrieb und Siebengang-DSG können nicht an Kunden ausgeliefert werden. Grund für die Störung ist eine Fehlermeldung der Abgasnachbehandlung, die dem Fahrer via aufleuchtender Motorkontrollleuchte angezeigt wird. VW bittet betroffenen Passat- und Arteon-Fahrer die Meldung der Bordelektronik ernst zu nehmen und unbedingt eine VW-Werkstatt aufzusuchen, um das Problem abzuklären. In Wolfsburg arbeitet man bereits an einer Softwarelösung, die aber nach ersten Informationen jedoch erst im vierten Quartal 2018 zur Verfügung stehen soll. Da beide VW-Modelle, Passat und Arteon, in entsprechender Konfiguration vor allem bei Vielfahrern beliebt, bietet VW Kunden einen Bonus von 2050 Euro beim Wechsel auf ein Modell mit Benzinmotor oder das kostenfreie Upgrade auf Allradantrieb an.

 

Mai 2018: Rückruf für VW Polo

Rückruf VW Polo (Mai 2018): Der Autobauer Volkswagen ruft insgesamt 219.000 Polo-Exemplare der aktuellen Generation (AW) im Mai 2018 in die Werkstatt. Die sechste Generation ist 2017 auf den Markt gekommen. Grund für den umfangreichen Rückruf seien Probleme mit den Gurtschloss-Halterungen der Rückbank. Medienberichten zufolge habe eine finnische Zeitschrift bei einem Test herausgefunden, dass bei einem schnellen Spurwechsel das Schloss des äußeren linken Rücksitzes aufspringen könne: Bei einem voll besetzten Fahrzeug mit fünf Personen könnten zwei Gurtschlösser übereinander gedrückt werden, so dass das eine Schloss das andere öffne. Um das Problem zukünftig zu verhindern, solle im Zuge des VW-Rückrufs und per Produktionsänderungen die neue technische Lösung umgesetzt werden. Betroffene Autohalter werden schriftlich informiert. Bis dahin könnten die Fahrzeuge weiterhin gefahren werden. Der VW-Konzern rate seinen Kunden jedoch, den mittleren Rücksitz vorerst nicht zu benutzen.

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November 2017: KBA-Rückruf für VW Touareg II 3.0 TDI

Der Diesel-Skandal lässt Volkswagen keine Ruhe. Wegen unzulässiger Abgastechnik ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im November 2017 auch beim VW Touareg II einen Rückruf an. Davon seien in Deutschland 25.800 und weltweit 57.600 Fahrzeuge betroffen, teilte das KBA mit. Betroffen ist der Geländewagen mit dem 3,0-Liter-TDI und der Euro-Norm 6 aus den Modelljahren 2014 bis 2017. Die Produktion von Neufahrzeugen habe Volkswagen bereits umgestellt, eine von VW vorgelegtes neue Version der Abgas-Software sei vom KBA geprüft und freigegeben worden. Die Behörde hatte zwei unzulässige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung festgestellt: Zum einen springe auf dem Prüfstand eine "schadstoffmindernde Aufwärmstrategie" an, die aber auf der Straße überwiegend nicht aktiviert werde. Zum zweiten sei bei Fahrzeugen mit SCR-Abgaskatalysator eine Strategie eingesetzt worden, die unter bestimmten Bedingungen die Nutzung der Harnstofflösung AdBlue unzulässig einschränkt. Der Verdacht, dass es auch beim VW-Touareg II Unregelmäßigkeiten geben könnte, kam schon im Sommer 2017 auf. Ende Juli hatte der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mitgeteilt, auch die VW-Tochter Porsche habe – beim Cayenne – eine illegale Abgas-Software eingesetzt und einen Pflicht-Rückruf angeordnet. Der betroffene VW Touareg II hat baugleiche Teile wie der Cayenne.

 

Juli 2017: Rückruf wegen ABS bei VW

Im Sommer 2017 stand Volkswagen ein großer Rückruf wegen Problemen mit dem ABS ins Haus. Betroffen waren nicht nur Modelle der Marke VW, sondern auch Fahrzeuge von Skoda und Audi. Über 385.000 Autos mussten in Deutschland in die Werkstatt. In der Schweiz waren nochmal gut 22.000 Pkw von dem Rückruf betroffen. Grund für den Rückruf war ein Defekt des ABS: In Grenzsituationen wie beim Übersteuern, Untersteuern oder bei Vollbremsungen kann die Stabilisierungsfunktion ausfallen oder nicht mehr richtig funktionieren. Die Ursache: Im Steuergerät kann es laut VW es zu einer "thermomechanischen Überlastung" kommen. Behoben wurde der Fehler mit einem Software-Update für das Steuergerät, das in der Werkstatt rund eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Alle betroffenen Fahrzeughalter wurden per Post angeschrieben und über den Rückruf informiert. Der Rückruf bei VW bezog sich auf verschiedene Modelle unterschiedlicher Baujahre. Rund 340.000 Rückrufe galten den zwischen 20. Mai 2008 und 28. August 2010 gefertigten Caddy, Eos, Golf, Golf Plus, Jetta und Scirocco.

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